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Kuriose Geschichten um BioNTech, Tesla verbietet Spielen während der Fahrt, Bayer muss sich auf eine weitere Klage einstellen und die Lufthansa leidet unter Omikron

Keine Langeweile in Sicht

NTG24 - Kuriose Geschichten um BioNTech, Tesla verbietet Spielen während der Fahrt, Bayer muss sich auf eine weitere Klage einstellen und die Lufthansa leidet unter Omikron

 

Zu den Weihnachtsfeiertagen dürfte der eine oder andere mal nicht an Aktien denken und für viele Titel geht es mit ausbleibenden Nachrichten eher besinnlich zu. Allerdings gibt es dann doch das eine oder andere Thema, welches Anleger auch an diesem Wochenende beschäftigt. Ein großes Thema ist natürlich weiterhin die Corona-Pandemie.

Jene nahm im Herbst derart an Fahrt auf, dass Jens Spahn im November, damals noch Bundesgesundheitsministet, die Auslieferungen des begehrten Impfstoffs von BioNTech (US09075V1026) an Hausarztpraxen rationalisierte. Das allein führte schon zu einer Welle der Entrüstung und einem neuerlichen Shitstorm gegen den CDU-Politiker.

Jetzt aber gewinnt das Thema noch einmal an Brisanz, denn Medienberichten zufolge hat ausgerechnet der Bundestag nur kurz nach der Ankündigung 10.000 Dosen BioNTech-Impfstoff für Drittimpfungen erhalten. Geht es ums Impfen, scheint der ehemalige Gesundheitsminister sich also wohl selbst der Nächste zu sein. Auf die BioNTech-Aktie wird sich das nicht weiter auswirken, die schaffte es zuletzt aber auch ohne Skandale, sich immer weiter in Richtung Süden zu bewegen.

 

Augen auf die Straße

 

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Werbebanner ClaudemusTesla (US88160R1014) will derweil dafür Sorge tragen, dass die Fahrer sich in Zukunft wieder mehr auf die Straße konzentrieren. Laut einem Bericht der „New York Times“ hat der E-Autobauer den US-Behörden mitgeteilt, mit einem Software-Update das Spielen auf dem Touchscreen während der Fahrt unterbinden zu wollen. Bisher wurde bei einem solchen Versuch lediglich gefragt, ob der Spielende nicht gleichzeitig der Fahrer sei, die Funktion an sich war jedoch nicht gesperrt.

Es mutet etwas seltsam an, dass es dafür tatsächlich eine softwareseitige Sperre benötigt. Doch wie immer zeigt sich wohl, dass alles, was getan werden kann, letztlich auch getan wird. Für alle Beifahrer in einem Tesla ist das Ganze vielleicht etwas enttäuschend. Aus Anlegersicht ist der Schritt aber letztlich zu begrüßen, da damit weiteren Unfällen mit möglichen Skandalen als Folge vorgebeugt wird.

 

Das leidige Thema Monsanto

 

Bei Bayer (DE000BAY0017) dreht sich derweil weiterhin alles um die Monsanto-Übernahme, die mittlerweile schon eine ganze Weile zurücklegt. Das Thema lässt den Konzern aber einfach nicht los und vor allem die Aktionäre fühlen sich zum Teil getäuscht. Laut einem Bericht der „FAZ“ hat nun das Landgericht in Köln einem Antrag zu einer Musterklage stattgegeben.

Jene wird sich im kommenden Jahr damit beschäftigen, ob das Unternehmen seine Anleger bei der Bewertung von wirtschaftlichen Risiken in Zusammenhang mit der Monsanto-Übernahme möglicherweise getäuscht hat. Ansprüche geltend machen können alle Aktionäre, die zwischen September 2016 und März 2019 Anteile erworben haben. Die Forderungen könnten sich auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro belaufen. Soviel wird am Ende kaum ausgezahlt werden, dennoch könnte das Thema die Aktie von Bayer wieder einmal belasten.

 

Das war wohl abzusehen

 

Bei der Lufthansa (DE0008232125) schlägt Omikron jetzt anscheinend knallhart zu. Gleich 33.000 Flüge musste das Unternehmen aus seinem Winterplan streichen, wie bei „tagesschau.de“ zu lesen ist. Als Grund dafür werden explizit zurückgehende Buchungen aufgrund des Pandemieverlaufs genannt, ein weiterer Faktor sind wohl hohe Krankenstände bei den Piloten.

Tatsächlich hätten sogar noch mehr Flüge gestrichen werden können, allerdings müssen Konzernangaben zufolge 18.000 „zusätzliche, unnötige Flüge“ durchgeführt werden, damit die Lufthansa sich die wichtigen Start- und Landeslots an Flughäfen sichern kann. Die EU-Regeln zur Vergabe solcher Slots geraten damit wieder einmal in die Kritik. Unabhängig davon, ob die Airline hier nun ungerecht behandelt wird oder nicht: das massive Zusammenstreichen der geplanten Flüge dürfte für die Aktie in den nächsten Tagen nichts Gutes verheißen.

 

Irgendwas ist ja immer

 

An der Börse ist von Besinnlichkeit auch an den Weihnachtstagen oft wenig zu sehen. Zu viele Themen sind es vor allem derzeit, welche die Gemüter der Marktakteure erhitzen. Ob Omikron, Zinssorgen, Säbelrasseln in der Ostukraine oder der nicht enden wollende Streit zwischen den USA und China: selten schien es auf der Weltbühne so hoch herzugehen wie in diesen Tagen.

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Werbebanner ISIN-WatchlistDoch selbst wenn all diese Themen nicht wären, gäbe es kaum Grund zur Langeweile. Irgendeinen Aufreger gibt es immer, der an der Börse und anderswo für Bewegung sorgt. Gerade zum Weihnachtsfest sei Investoren ans Herz gelegt, immer mal wieder einen Schritt zurückzutreten und sich Zeit zum Durchschnaufen zu nehmen. Oftmals werden Entwicklungen kurzfristig maßlos überbewertet und überdramatisiert. Es ist auch fürs eigene Portfolio oft sinnvoll, den Blick etwas in die Ferne zu lenken und sich nicht verrückt machen zu lassen. Vielleicht ist dafür das aktuelle Wochenende die perfekte Gelegenheit, wobei aber das Feiern nicht in den Hintergrund rücken sollte.

 

25.12.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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