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BioNTech informiert über Fortschritte bei Impfstoffen gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs, die durchaus hoffnungsvoll stimmen

Zurück zu den Wurzeln

NTG24 - BioNTech informiert über Fortschritte bei Impfstoffen gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs, die durchaus hoffnungsvoll stimmen

 

Das Geschäft mit Corona-Impfstoffen läuft für BioNTech längst nicht mehr so blendend wie noch in den vergangenen Jahren und 2024 wird das Unternehmen aller Wahrscheinlichkeit nach wohl wieder rote Zahlen schreiben. Hinter den Kulissen besinnt man sich da auf die eigenen Ursprünge und nimmt verstärkt Krebsmedikamente ins Visier. Dabei scheinen auch durchaus Fortschritte zu gelingen.

Via Pressemitteilung informierte BioNTech (US09075V1026) kürzlich über Studienergebnisse zu individualisierten Krebsimpfstoffen auf Basis der mRNA-Technologie. Im Fokus stand dabei der Impfstoffkandidat BNT122, bei dem in einer Phase-1-Studie positive Ergebnisse vermeldet wurden. Acht von 16 Patienten mit chirurgisch entferntem Bauchspeicheldrüsenkrebst zeigen eine Immunantwort, durch welche bis zu drei Jahre nach einer Behandlung T-Zellen nachgewiesen werden konnten, die aktiv Tumore bekämpften.

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In der Praxis bedeutet das, dass Tumore vom Immunsystem erfolgreich bekämpft werden oder im besten Fall gar nicht erst entstehen. Das führt zu einer deutlich längeren Lebenserwartung der Betroffenen. Berichtet wurde darüber, dass sechs der acht Patienten, welche auf den Impfstoff ansprachen, während der Dauer der Studie keine neuen Tumore bildeten. Das Wiederauftreten von Tumoren gilt bei dieser Art von Krebs als häufig. Laut einem Artikel der „FAZ“ überleben nur etwa 20 Prozent der Patienten mit einer entsprechenden Diagnose die ersten fünf Jahre. Bei der Studie von BioNTech traten neue Tumore bei sieben der acht Patienten auf, welche keine Reaktion auf den Impfstoff zeigten.

 

Ein weiter Weg für BioNTech

 

BioNTechs Medizinchefin und Mitgründerin Özlem Türeci zeigt sich hoffnungsvoll angesichts der veröffentlichten Ergebnisse. Erkannt werden darin Hinweise daraus, dass mit der eigenen Technologie Tumorherde schon in frühen Krankheitsstadien eliminiert werden können und Erkrankungen damit zu verzögern oder gleich vollständig zu verhindern.

Die Vision sind Impfstoffe gegen Krebs, durch welche die Krankheit an Schrecken verlieren könnte. Im Optimalfall entstehen mRNA-Impfstoffe, die sich nach Bedarf an Patienten anpassen lassen und vielleicht sogar ohne operative Eingriffe für eine Heilung sorgen können. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, was auch den Verantwortlichen von BioNTech bewusst ist. Auch nach Jahren der Forschung liegt noch viel Arbeit vor dem Unternehmen und mit einer ersten Zulassung ist bestenfalls in einigen Jahren zu rechnen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeEine Erfolgsgarantie gibt es aber selbst bei den besten Studiendaten nicht und derartige Projekte können selbst auf den letzten Metern noch scheitern. Dafür gibt es wahrlich mehr als genug Beispiele. Denn BioNTech muss letztlich nicht nur für eine überzeugende Wirkung sorgen, sondern dabei gleichzeitig auch für eine gute Verträglichkeit sorgen. Die Risiken beim Einsatz der Impfstoffe müssen mindestens so weit reduziert werden, dass der Nutzen mögliche Gefahren deutlich überwiegt.

 

BioNTech: Ein Schritt in die richtige Richtung

 

Anders ausgedrückt bleiben weiterhin viele Fragezeichen und Unsicherheiten bestehen. Dennoch ist es aus Anlegersicht erfreulich, dass sich bei BioNTech etwas tut und das Unternehmen bei der Forschung weiter voranschreitet. Eben solche Meldungen braucht es nach der Pandemie regelmäßig, um die Investoren bei Laune zu halten. Letzteres gelang dem Unternehmen zuletzt kaum noch und der Aktienkurs bewegt sich in direkter Nähe zu seinen Tiefständen aus dem laufenden Jahr.

82,60 Euro standen zum Wochenende auf der Anzeigetafel und bereits bei 78,42 Euro ist das derzeitige 52-Wochen-Tief anzutreffen. Einen fulminanten Turnaround wird BioNTech mit den jüngsten Meldungen eher nicht hinlegen. Etwas mehr Zuversicht könnte sich aber breitmachen, denn uninteressant ist das Unternehmen beileibe nicht. Tatsächlich könnten Krebs-Impfstoffe in einigen Jahren für die nächste medizinische Revolution sorgen und anders als bei Corona steht dabei ein Markt in Aussicht, der auf unbestimmte Zeit auf eine hohe Nachfrage treffen dürfte. In der Öffentlichkeit genießt das Thema weniger Aufmerksamkeit als Impfstoffe zur Hochzeit der Pandemie. Langfristig betrachtet könnte die Bedeutung für die Menschheit und damit auch für die Aktionäre aber ungleich höher sein – wenn BioNTech denn Erfolge beschert sein werden.

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08.04.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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