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NTG24 AKTIEN KONSERVATIV: MICROSOFT, RWE + CAPGEMINI ragen heraus (Woche vom 25. - 29.07.)

Bericht zur Börsenwoche 25.07. – 29.07.

NTG24 - NTG24 AKTIEN KONSERVATIV: MICROSOFT, RWE + CAPGEMINI ragen heraus (Woche vom 25. - 29.07.)

 

Wie wir gestern bereits in unserem Wochen-Performancebericht zum Strategiedepot / Wikifolio-Zertifikat NTG24 AKTIEN KONSERVATIV herausgestellt hatten, war das zum 29.07. einen Brutto-Investitionsgrad von rd. 72 % aufweisende Aktienportfolio trotz dessen grundsätzlich defensiver und sehr risikokontrollierter Zusammenstellung mit seinem in Euro kalkulierten Wochengewinn von + 4,0 % dem exakt genauso stark zulegenden MSCI WORLD (Euro)-Index in der zurückliegenden Woche erfreulicher Weise vollkommen ebenbürtig.

Allein 18 der 21 Depot-Werte schnitten dabei in der letzten Woche positiv ab, wobei sich die Negativperformance der 3 Wochenverlierer auch lediglich in einer sehr engen Spanne von - 0,02 % bis - 0,28 % bewegte, während hingegen gleich 8 der 18 Wochengewinner Kursaufschläge von jeweils über 5 % aufwiesen.

Angeführt wurde die lange Liste der Kursgewinner in der letzten Woche dabei von der Aktie der weltführenden französischen Unternehmensberatungs-Gesellschaft CAPGEMINI (FR0000125338), die um + 8,6 % hochschoss. Den nachfolgenden Performancerang nahm MICROSOFT (US5949181045) mit einem nur wenig geringeren Kursaufschlag um + 7,8 % ein, dicht gefolgt von RWE (DE0007037129) mit einem Wochengewinn um + 7,6 %.

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Werbebanner WikifolioWie wir schon in unserem letzten Unternehmensbericht zum Strategiedepot bzw. Wikifolio NTG24 AKTIEN KONSERVATIV angedeutet hatten, erhielt die Aktie von CAPGEMINI, der mit Abstand größten in Europa (Paris) beheimateten Unternehmensberatungs-Gesellschaft mit dem wesentlichsten Geschäftsfokus auf IT- und Restrukturierungs-/Outsourcing-Consultings, bereits in der Woche zuvor starken Auftrieb (+ 3,2 %) durch die hohen Erwartungen der Analysten und Anleger an das Ergebnis des 2. Quartals, die mit der effektiven Vorlage am 29.07. dann schließlich sogar noch mühelos getoppt wurden.

So konnte Capgemini im gesamten 1. Halbjahr 2022 ihren Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr beträchtlich um + 23 % auf 10,7 Mrd. EUR steigern (Konsens: 10,4 Mrd. EUR), worauf unter leichter zusätzlicher Margenausweitung ein Sprung des operativen EBIT-Gewinns um + 25 % auf 1,30 Mrd. EUR (Konsens: 1,25 Mrd. EUR) sowie unter dem Strich eine gleich fulminante Ausweitung des Nettogewinns je Aktie um + 49 % auf 3,91 EUR (Konsens: nur 3,66 EUR) folgten.

Der Konzernvorstand erklärte diesen sehr beeindruckenden Geschäftserfolg des 1. Halbjahres, der auch in nahezu keiner Weise durch die Corona-Pandemie wie auch den Ukraine-Krieg belastet wurde (gesamtes Umsatz- wie auch Mitarbeiter-Exposure von Capgemini in Russland und der Ukraine jeweils unter 1 %) vor allem mit hervorragenden, nun schon im 5. Quartal hintereinander prozentual zweistellig wachsenden Auftragseingängen durch ihren erstklassigen Kundenstamm von zuletzt über 85 % (!) der 200 weltgrößten Großkonzerne aus der sog. „Forbes Global 2000-Liste“, des Weiteren durch den fortgesetzten operativen Margenausbau im Zuge der allgemeinen Innovationskraft und höchsten Kundenakzeptanz ihrer Beratungsdienstleistungen und schließlich auch das zunehmende „Qualitäts-Leveraging“ ihrer Beratungsservices durch den immer stärkeren Einsatz modernster Elemente der Künstlichen Intelligenz im Aufbau von weltweit komplexesten und höchst leistungsfähigen Cloud-Infrastrukturen.

Im Zuge dieser aktuell boomenden Geschäftsexpansion korrigiert der Vorstand das 2022er Umsatzwachstumsziel für den Gesamtkonzern daher nun gleich gewaltig von „+ 8 bis + 10 %“ (formuliert nach der Publikation des 2021er Jahresergebnisses Ende Februar) neu auf „+ 14 bis + 15 %“ nach oben, was bei einem für das Gesamtjahr 2022 zudem antizipierten weiteren deutlichen operativen Margenwachstum auf ca. 12,9 - 13,1 % (zum Vergleich im 1. Halbjahr: nur 12,2 %) implizit für eine im 2. Halbjahr sogar nochmals erheblich gesteigerte Gewinndynamik spricht.

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Das nochmalige Hochschießen des Aktienkurses in der letzten Woche war somit nur allzu begründet, so dass wir in der von den Analysten selbst auch jetzt noch um rd. – 20 % unterbewertet eingestuften Aktie (Kursziel: rd. 226 EUR) bei ihrem stark untertriebenen KGV (2024e) von lediglich rd. 15 natürlich auch weiterhin engagiert bleiben.

 

Chart: CAPGEMINI SE

 

CAPGEMINI SE auf TradingView

 

Anders als im Fall von Capgemini war der letztwöchige starke Aktienkursaufschlag von MICROSOFT dagegen nicht etwa ihrer am 27.07. nachbörslich erfolgten Zahlenvorlage zum 4. Quartal 2021/22 (per 30.06.) zuzuschreiben, denn diese enttäuschte sowohl in der umsatz- wie gewinnseitigen Verfehlung der Analystenkonsensschätzungen (was letztmals im 3. Quartal 2015/2016 (!) der Fall war) so deutlich wie noch kaum jemals zuvor.

So blieben im 4. Quartal von einem historisch bereits eher unterdurchschnittlichen Umsatzanstieg um + 12,3 % auf 51,9 Mrd. USD (Konsens: 52,4 Mrd. USD) unter dem Strich im Nettogewinn je Aktie lediglich noch ein kümmerlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr um + 2,8 % auf 2,23 USD übrig, während auch hier der Analystenkonsens mit 2,29 USD doch ein gutes Stück höher lag.

Zwar traten hierbei im 4. Quartal auch die Währungsbelastungen des starken US-Dollar deutlich zu Tage, vor denen Microsoft zuvor schon ausdrücklich gewarnt hatte (Dämpfung des Umsatzwachstums in USD um rd. - 4 %-Punkte), jedoch schnitt gerade der Absatz in ihren eher privatkundenorientierten Anwendungssoftwares (worin die Windows-Plattform und das Anwendungspaket Office 365 incl. ihrer regelmäßigen Updates weiterhin die absoluten Flaggschiffprodukte darstellen), weniger dagegen in ihren gewerblichen Softwares und Anwendungen (zu denen z.B. Microsoft Teams, Microsoft Dynamics und die vor allem geschäftlich orientierte Netzwerkplattform LinkedIn zählen) so schwach ab, dass dies zumindest im 4. Quartal nur noch mühsam durch den 40 %igen (aber ebenfalls hinter den Analystenerwartungen eines Wachstums um + 43 % zurückgebliebenen) Umsatzsprung ihres designierten langfristigen Haupt-Hoffnungsträgers, der Cloud-Plattform AZURE, aufgefangen werden konnte.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDass Einzige, was somit Microsoft nach dieser rundum ernüchternden Zahlenpräsentation rettete und der Aktie damit dennoch den starken Kursgewinn der letzten Woche bescherte, war ein entgegen dem schwachen 4. Quartal 2021/22 dennoch unerwartet optimistischer Ausblick des Vorstands unter Leitung von CEO Satya Nadella, der trotz eines weiter gesehenen, abermals enttäuschenden Umsatzrückgangs im 1. Quartal 2022/23 auf rd. 49,25 – 50,25 Mrd. USD (Analystenkonsens dagegen: 51,4 Mrd. USD) für das Gesamtjahr 2022/23 weiterhin unverändert, selbst bei anhaltend negativen Währungseffekten, von einem prozentual zweistelligen Umsatzzuwachs ausgeht.

Der hiermit aktuell korrespondierende Analystenkonsens eines Jahres-Umsatzwachstums um ca. + 11 % auf rd. 220 Mrd. USD würde also damit bedeuten, dass der Vorstand von Microsoft derzeit implizit von einer merklichen Umsatzbelebung in den Quartalen 2 – 4 des laufenden Geschäftsjahres ausgeht, was sich sofort in oben genanntem Aktienkurssprung niederschlug.

Auch wenn wir in hinsichtlich dieser längerfristig offenbar wieder wesentlich größeren Zuversicht des Vorstands momentan eher noch etwas skeptisch gestimmt sind, halten wir an unserer Position in der derzeit optisch fraglos günstig bewerteten Aktie (aktuelles KGV (06/2024e): rd. 23; nach aktuellem Analystenkonsens Unterbewertung um ca. - 18 %) vorläufig auch weiterhin fest.

 

Chart: MICROSOFT (in US-Dollar)

 

MICROSOFT auf TradingView

 

Und schließlich verzeichnete auch die Aktie von RWE in der letzten Woche einen starken Kursaufschlag um + 7,6 %, was vor allem darauf beruhte, dass der Konzernvorstand vorab zu seiner offiziell erst am 11.08. erfolgenden Ergebnisvorlage des 1. Halbjahres bereits ankündigte, das zurückliegende Halbjahr sei derart exzellent verlaufen, dass man sich in der Lage sähe, für das Gesamtjahr 2022 die operative EBITDA-Gewinnprognose (nun schon bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr) weiter von zuletzt 3,6 – 4 Mrd. EUR nun gleich gewaltig auf 5 – 5,5 Mrd. EUR anzuheben. Darüber hinaus erwartet RWE auch für 2023 eine grundsätzlich weiterhin sehr positive Geschäftsentwicklung.

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Werbebanner ISIN-WatchlistZahlreiche Analysehäuser, wie u.a. die Deutsche Bank, DZ Bank, Goldman Sachs, RBC und Barclays stuften daraufhin natürlich ihre Kursziele für die Aktie sofort sogar in Regionen von 50 – 60 EUR hoch (aktueller Kurs: nur 41 EUR), weshalb wir auch die Aktie von RWE als einem der langfristig fraglos wachstumsstärksten europäischen Versorger gerade im Vorfeld der nächste Woche anstehenden Publikation ihrer Zahlen zum 1. Halbjahr (Konsens: Umsatz ca. + 52 %, operativer EBIT-Gewinn ca. + 81 % gegenüber dem Vorjahr) selbstverständlich weiterhin im Bestand des Strategiedepots / Wikifolio-Zertifikats NTG24 AKTIEN KONSERVATIV halten werden und auch externen Anlegern gegenwärtig uneingeschränkt zum Kauf empfehlen.

 

Chart: RWE

 

RWE auf TradingView

 

06.08.2022 - Matthias Reiner

Unterschrift - Matthias Reiner

 

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Seit 18.05.2022 wurde durch den Emittenten Lang & Schwarz unter der ISIN DE000LS9TGJ3 mit Marktzulassung in Deutschland das Zertifikat auf das Wikifolio NTG24 AKTIEN KONSERVATIV aufgelegt, welches auf dem am 26.02.2019 ins Leben gerufenen gleichnamigen Strategiedepot von NTG24 basiert. Sämtliche Informationen zum Anlageprofil dieses Wikifolios und den technischen Handelsmerkmalen des Zertifikats finden Sie hier.

 

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