als .pdf Datei herunterladen

Ansehnliche Absatzzahlen und höhere Gewinne sorgen für eine angenehme Quartalsbilanz bei Nintendo

Trotz Speicherkrise schreibt Nintendo hohe Gewinne

NTG24 - Ansehnliche Absatzzahlen und höhere Gewinne sorgen für eine angenehme Quartalsbilanz bei Nintendo

 

Die Stimmung im Gaming-Segment fiel zuletzt ausgesprochen schlecht aus. Einzig der Blick auf GTA 6 macht vielen noch Hoffnung, doch für den Moment sind erst einmal ausgesprochen schwache Hardware-Verkaufszahlen zu beklagen und auch bei der Software lief es schon mal besser. Nintendo scheint sich jedoch angesichts der Rahmenbedingungen erstaunlich gut halten zu können.

Anzeige:

 

Die vor gut einem Jahr veröffentlichte Konsole Switch 2 verkaufte sich im vergangenen Quartal nicht nur gut. Sie konnte auch so manchen Rekord brechen. Wie Nintendo (JP3756600007) im jüngsten Geschäftsbericht mitteilte, gingen von April bis Juni 3,82 Millionen Einheiten des Geräts über die Ladentheke. Nach 2,49 Millionen verkaufen Geräten im vorherigen Quartal legten die Absatzzahlen damit wieder merklich zu. Insgesamt steigt die Installationsbasis auf 23,68 Millionen Euro.

 

 

 

Bereits die erste Switch gilt als enormer Erfolg. Aktuell ist sie mit 156,59 Millionen verkauften Einheiten nicht weit davon entfernt, die PlayStation 2 zu überholen und zur meistverkauften Spielekonsole aller Zeiten zu avancieren. Umso beeindruckender ist es, dass die Switch 2 sich im Vergleichszeitraum noch ein gutes Stück besser verkaufte. In den ersten 13 Monaten nach Erscheinen lag die Switch 1 einst bei 17,79 Millionen verkaufen Einheiten, und das bei einem deutlich geringeren Verkaufspreis.

 

Nintendo profitiert von Rückerstattungen

 

Aktuell spült die erste Switch allerdings noch viel Geld dank hoher Software-Verkäufe in die Kassen von Nintendo. 33,81 Millionen Spiele für die Plattform wurden im vergangenen Quartal verkauft. Bei der Switch 2 waren es hingegen 9,46 Millionen, was aber immerhin eine Steigerung zum ersten Quartal bedeutet. Mit weitem Abstand bleibt „Mario Kart World“ der Topseller, gefolgt von „Donkey Kong Bananza“ und Pokémon in zweifacher Ausführung.

Anzeige:

Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinDienen kann Nintendo jedoch mit der Aussicht auf einen weiteren Blockbuster. Vor wenigen Wochen gab es einen ersten Blick auf ein Remake von „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“, einem der erfolgreichsten Titel von Nintendo und zumindest laut „Metacritic“ das bestbewertete Videospiel aller Zeiten. Gut möglich, dass damit die Hardwareverkäufe im vierten Quartal noch einmal merklich angekurbelt werden. Mut macht dabei, dass Nintendo trotz einer Preiserhöhung von stabilen Verkaufszahlen spricht. Die Speicherkrise hinterlässt allerdings durchaus ihre Spuren.

Beim Umsatz musste Nintendo im zweiten Quartal Rückgänge verzeichnen, lag jedoch oberhalb der Erwartungen der Analysten. Der Gewinn legte derweil um stattliche 115,1 Prozent zu. 147,4 Milliarden Yen (ca. 800 Mio. Euro) betrug der Aktionärsgewinn und damit 53,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Konsensschätzung von 78 Milliarden Yen wurde damit mehr als nur übertroffen. Zu verdanken ist das gute Abschneiden laut Nintendo auch aufgrund von Erstattungen von zuvor gezahlten US-Einfuhrzöllen. Das Unternehmen aus Kyoto sorgte vor Kurzem für eine kleine Welle der Empörung im Netz mit der Ankündigung, solche Rückerstattungen nicht an die Kundschaft weiterreichen zu wollen.

 

Nintendo bleibt auf Kurs

 

Einfacher wird es für Nintendo zwar nicht, doch mit Hard- und Software kann die japanische Spieleschmiede weiterhin punkten. Gerade im Vergleich zur Konkurrenz schlägt man sich sehr viel besser und bleibt klar auf Wachstumskurs. Alles spricht für eine strahlende Zukunft der Switch 2. Bei der Prognose für das Gesamtjahr bleibt es unverändert bei 16,5 Millionen Einheiten. Begleitet von der passenden Software dürfte die Plattform das bereits hohe Verkaufstempo des Vorgängers wohl weiterhin übersteigen.

Die Börsianer zeigten sich zufrieden und ließen die Nintendo-Aktie am Freitag um 5,7 Prozent steigen. Zu Beginn der neuen Woche legte der Titel um weitere 2,6 Prozent bis auf 8.249 Yen im Handel am Nachmittag zu. Es bleibt noch viel Luft nach oben und die Skepsis unter den Börsianern ist nicht vollständig verschwunden. Fundamental strahlt Nintendo jedoch weiterhin Stärke aus, und das in einem eigentlich eher widrigen Marktumfeld. Bei einer sich aufhellenden Lage könnten dem Konzern noch größere Erfolge beschert sein.

Anzeige:

Banner TradingView

 

Nintendo Corp.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Nintendo Corp.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nintendo Corp.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Nintendo Corp. - hier weiterlesen...

 

10.08.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)