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Trotz Widerstand aus Peking scheint Nvidia auf eine enorme Nachfrage in China nach H200-Chips zuzugehen

Steht für Nvidia nun das große Comeback in China an?

NTG24 - Trotz Widerstand aus Peking scheint Nvidia auf eine enorme Nachfrage in China nach H200-Chips zuzugehen

 

Die USA haben die Zügel bei Exportbeschränkungen von hochentwickelten KI-Chips nach China gelockert. Künftig wird es Nvidia wieder ermöglicht, H200-Chips ins Reich der Mitte zu bringen. US-Präsident Donald Trump sieht darin kein großes Problem, da seiner Ansicht nach die entsprechenden Chips ohnehin nicht besonders leistungsfähig wären. Doch die potenziellen Abnehmer im Reich der Mitte scheinen das anders zu sehen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll Nvidia bereits zwei Millionen Bestellungen aus China für den H200 erhalten haben. Schätzungsweise 700.000 davon liegen bereits in den Lagern. Für den Rest ist eine entsprechende Nachproduktion notwendig, um die sich Nvidia (US67066G1040) momentan wohl beim Auftragsfertiger TSMC bemüht. Das Vorhaben könnte allerdings seine Tücken haben.

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Zwar konkurriert der H200 nicht mit Kapazitäten bei den modernsten Fertigungslinien, da noch der bereits etwas ältere 4-Nanometer-Prozess zum Einsatz kommt. Als Flaschenhals dürfte sich aber das Packaging erweisen, welches keine banale Angelegenheit ist. In einem sogenannten CoWoS-Verfahren müssen die fertigen Chips auf ein Paket mit HBM-Speicher befördert werden. Genau dieses Verfahren durchlaufen auch Blackwell-Chips sowie die Lösungen von anderen Herstellern wie AMD. Letztlich wird der H200 also doch um Kapazitäten kämpfen müssen. Insider erwarten ein Anrollen nicht vor dem zweiten Quartal.

 

Nvidia: Nicht aufzuhalten?

 

Leicht gemacht wird Nvidia der erneute Vorstoß auf dem chinesischen Markt, wo die Marktanteile laut Konzernangaben zeitweise auf null zurückgingen, nicht. Neben potenziellen Fertigungsproblemen und einer 25-prozentigen Umsatzabgabe nach Washington bekommt der Chiphersteller es auch mit der Regierung in Peking zu tun. Dort sieht man es nicht gerne, wenn US-Chips für KI-Zwecke zum Einsatz kommen. Bevorzugen würde man es, wenn heimische Unternehmen auf chinesische Chips setzen.

Ein entsprechender Trend machte sich während der Ausfuhrverbote bereits bemerkbar. Der H20 von Nvidia war in vielerlei Hinsicht beschnitten und dennoch nicht günstig. Damit konnten chinesische Chiphersteller durchaus mithalten. Auch Nvidia-Chef Jensen Huang warnte mehrfach davor, dass Handelsverbote letztlich nur der chinesischen Chipindustrie zugute kämen. Vielleicht war auch das ein Grund für die USA, nun doch einzulenken. Die chinesische Regierung indes ruft Unternehmen bis heute dazu auf, nicht auf Nvidia zu setzen. Zum Teil sollen sogar Verbote ausgesprochen sein.

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Beim H200 scheint der technologische Vorsprung aber derart ausgeprägt zu sein, dass niemand darauf verzichten kann oder will. Richten soll es nun wohl eine Richtlinie, laut der für jeden in China verkauften H200 mindestens ein KI-Chip aus chinesischer Fertigung verkauft werden muss. Doch es zeichnet sich immer mehr ab, dass nichts den Erfolgszug von Nvidia aufzuhalten vermag. Fraglich ist nun auch, wie groß die Bemühungen chinesischer Chiphersteller für weitere Entwicklungen ausfallen mögen. Denn selbst die Besten hinken Nvidia technologisch um Jahre hinterher.

 

Kann Nvidia wieder auf ganzer Linie glänzen?

 

In Bedrängnis geraten ist Nvidia im vergangenen Jahr trotz Exportbeschränkungen nicht. Die Verkäufe steigerten sich munter, Prognosen der Analysten wurden bequem übertroffen und die Gewinne sprudeln. Dennoch waren die (ausbleibenden) Geschäfte in China ein kleiner Schandfleck in der Bilanz. 2026 schickt sich an, genau diesen wieder zu tilgen und damit einen noch hübscheren Ausblick zu zeichnen.

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Werbebanner EMH PM TradeDa China in Sachen KI keinesfalls zurückfallen möchte und dortige Unternehmen offen mit US-Tech-Giganten konkurrieren, wartet auf Nvidia ein Milliardenmarkt. Sollten in diesem Jahr tatsächlich zwei Millionen H200 verkauft werden können, würde dies einem Umsatz von schätzungsweise über 50 Milliarden US-Dollar entsprechen. Sehr viel besser könnte der Start ins neue Jahr kaum gelingen und die Nvidia-Aktie wurde an Silvester bereits nachbörslich mit Aufschlägen von 1,6 Prozent belohnt. Damit nähert der Kurs sich wieder der 190-Dollar-Marke, welche seit der kleinen Korrektur im November nicht mehr überschritten werden konnte.

 

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02.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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