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Zumindest für den Moment darf Nvidia wohl H200-Chips nach China exportieren und damit zunächst die prall gefüllten Lager etwas leeren

Manche Beobachter zweifeln daran, ob Nvidia dauerhaft mit China-Exporten rechnen kann

NTG24 - Zumindest für den Moment darf Nvidia wohl H200-Chips nach China exportieren und damit zunächst die prall gefüllten Lager etwas leeren

 

Schon im Dezember erlaubte die US-Regierung Nvidia wieder, H200-Chips nach China zu exportieren. Das sorgte zunächst für gute Stimmung an der Börse und Analysten rechneten bereits vor, dass zwei Millionen zusätzliche Chips verkauft werden könnten. Doch die chinesische Regierung machte dem zunächst einen Strich durch die Rechnung.

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In einer ersten Reaktion wurde heimischen Unternehmen empfohlen, auf Chips von Nvidia (US67066G1040) möglichst zu verzichten und stattdessen chinesische Fabrikate zu bevorzugen. Das beeindruckte viele Konzerne in China nur wenig und die Bestellungen scheinen munter in die Höhe zu schießen. Schließlich untersagte Peking den Import und setzte damit wieder ein großes Fragezeichen über die Wachstumsfantasien der Börsianer.

Nachdem Jensen Huang in der vergangenen Woche in China unterwegs war, folgt nun die Kehrtwende. Medienberichten zufolge darf Nvidia nun zunächst H200-Chips an Alibaba, Tencent und ByteDance ausliefern. Zunächst sollen wohl die hohen Lagerbestände abgebaut werden. Gerüchten zufolge sitzt Nvidia aktuell noch auf 800.000 unverkauften H200-Chips.

 

 

 

Wie es in Zukunft weitergehen mag, scheint aber noch offen zu sein. Grundsätzlich will China die eigene Chipindustrie weiter stärken und laut Insidern sollen sich heimische Unternehmen dazu verpflichten, für jeden gekauften H200 mindestens einen KI-Chip eines chinesischen Anbieters zu erwerben. In Sachen Leistungsfähigkeit und Effizienz laufen die chinesischen Hersteller Nvidia allerdings noch immer (weit) hinterher.

 

Nvidia: Mal hü, mal hott!

 

Die Geschäfte von Nvidia in China bleiben wohl auch in Zukunft ein Politikum, was die weiteren Aussichten vollkommen unberechenbar macht. Nicht nur die Ambitionen Chinas für die Entwicklung der eigenen Industrie spielen dabei eine Rolle. Geopolitische Eskalationen, die in der jüngeren Vergangenheit erstaunlich oft auftraten, könnten Nvidia ebenfalls schnell zum Spielball der Großmächte werden lassen. Die Anleger reagierten am Donnerstag erleichtert und gönnten der Nvidia-Aktie Aufschläge von 1,6 Prozent. Vielleicht ist es aber nicht ungesund, das China-Geschäft weiterhin ein bisschen auszuklammern. Glücklicherweise lief es bis zuletzt auch anderswo hervorragend für Nvidia.

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29.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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