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Längst fungiert Nvidia als direkter Investor von eigenen Kunden und Partnern und die Dimensionen steigen immer weiter an

Ein Investment in Intel hat sich für Nvidia bereits mehr als gelohnt

NTG24 - Längst fungiert Nvidia als direkter Investor von eigenen Kunden und Partnern und die Dimensionen steigen immer weiter an

 

Nvidia bleibt unbestritten der größte Profiteur des nicht enden wollenden KI-Booms. Gerne wird der Chiphersteller mit einem Schaufelverkäufer im Goldrausch verglichen. Allerdings gibt sich der Vorstand um CEO Jensen Huang mit dem Verkauf von Chips nicht zufrieden. Schon seit Längerem investiert Nvidia munter in eigene Kunden und Partner, und das offenbar mit Erfolg.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeVor knapp einem Jahr verkündete Nvidia (US67066G1040) eine breit angelegte Partnerschaft mit Intel. Im Rahmen dessen soll der einstige Konkurrent x86-Prozessoren für Rechenzentrumsplattformen von Nvidia entwickeln. Im Gegenzug wurde ein Investment in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar zugesagt. Bei einem vereinbarten Kaufpreis von damals 23,28 Dollar je Aktie sicherte sich Nvidia damit stolze 214.776.632 Intel-Aktien. Was daraus geworden ist, zeigte sich kürzlich in einer Pflichtmitteilung.

 

 

 

Dort beziffert Nvidia den Wert der Intel-Position auf 29,989 Milliarden Dollar und damit fast das Sechsfache der ursprünglichen Investitionen. Gelohnt hat sich das Ganze also bereits, zumindest auf dem Papier. Tatsächliche Gewinne hat Nvidia eigenen Angaben noch nicht realisiert. Solche würden erst dann entstehen, wenn auch Aktien verkauft würden. Ob es dafür überhaupt schon Pläne gibt, das geht aus den Angaben nicht hervor.

 

Intels Höhenflug kommt Nvidia zugute

 

Hauptsächlich war es seitens Nvidia gutes Timing für einen Einstieg bei Intel. Zum Zeitpunkt des Zukaufs lag Intel mehr oder minder am Boden und wurde hier und dort bereits als Übernahmekandidat gehandelt. Darauf folgten allerdings einige bedeutende Neuigkeiten, darunter auch der Einstieg der US-Regierung. Hauptsächlicher Kurstreiber ist jedoch der KI-Boom, welcher in diesem Jahr Nachfragesprünge bei klassischen x86-Prozessoren auslöste. Mittlerweile glaubt die Wall Street sogar daran, dass sich das chronisch defizitäre Foundry-Geschäft von Intel eines Tages auszahlen könnte. CEO Lip-Bu Tan ließ kürzlich in einem Interview durchscheinen, dass auch eine Rückkehr ins momentan schwer lukrative Speichergeschäft anstehen könnte.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinNvidia sind die Erfolge von Intel nur recht und momentan scheint es, als würde der Wert der Beteiligung noch weiter steigen können. Das ist auf dem Papier erfreulich. Es ist aber auch einer der Gründe für Skepsis rund um den Sektor. Ganz besonders Nvidia pumpt munter Geld in Tech-Unternehmen, die zum Teil auf der eigenen Kundenliste stehen. Zumindest nach Ansicht von Kritikern werden dadurch Umsätze im Tech-Segment durch eine Kreislauffinanzierung aufgebläht, ohne dass dahinter eine tatsächlich steigende Nachfrage stehen würde.

Ebenfalls zu entnehmen ist der Pflichtmitteilung der Umfang der SpaceX-Beteiligung von Nvidia. Per Ende Juni lagen 122,8 Millionen SpaceX-Aktien im Portfolio von Nvidia. Dies geht auf ein Investment in xAI zurück, welches mittlerweile mit SpaceX verschmolzen wurde. Die Beteiligungen an SpaceX und Intel erreichen für Nvidia einen Wert von insgesamt 51 Milliarden Dollar. Der Chipkonzern profitiert also gleichzeitig von der nicht nachlassenden Nachfrage nach KI-Chips und der Rallye an den Aktienmärkten.

 

Gefährliche Liebschaften?

 

Für die Anleger sind die steigenden Bewertungen der Beteiligungen von Nvidia erst einmal eine erfreuliche Nachricht. Allerdings hat die Kritik durchaus ihre Berechtigung und das Risiko von Einbrüchen, sollte die KI-Blase doch eines Tages platzen, erhöht sich durch die Investments in diverse Player aus dem Bereich merklich. Zwar geht die KI-Rallye bisher munter weiter und Anzeichen für ein Nachlassen beim Ausbau von Rechenzentren fehlen noch vollständig. Das ist aber noch kein Garant dafür, dass es ewig so weitergehen wird.

So liegt es letzten Endes im Auge des Betrachters, ob die immer höheren Bewertungen für Nvidia eher ein Warnsignal oder doch eine Bestätigung für den Erfolgskurs darstellen. Bei der Nvidia-Aktie scheint noch der Optimismus vorzuherrschen. Neue Rekorde gab es zwar schon seit einer Weile nicht mehr zu sehen. Mit 225,16 Dollar zum Wochenende hält die Aktie sich aber auf einem sehr hohen Niveau und das Rekordhoch bei 236,54 Dollar bleibt zumindest in Sichtweite. Spannend wird es noch einmal werden, wenn in der nächsten Woche Quartalszahlen anstehen.

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17.08.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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