Bei der Produktion bevorzugt Nvidia angeblich KI-Chips und vernachlässigt dafür Grafikkarten
Schraubt Nvidia die Produktion von Geforce-Grafikkarten wissentlich zurück?
KI-Chips haben Nvidia schwindelerregende Erfolge beschert und den Börsenwert auf mehr als 3 Billionen US-Dollar explodieren lassen. Großgemacht wurde das Unternehmen jedoch über mehrere Jahre nicht durch finanzstarke Betreiber von Rechenzentren, sondern von Nerds mit Gaming-PCs. Aktuellen Gerüchten zufolge sollen die in Zukunft aber immer mehr das Nachsehen haben.
Darauf weist „wccftech“ in einem Artikel mit Verweis auf chinesische Quellen hin. Angeblich drosselt Nvidia (US67066G1040) absichtlich die Produktion von Nvidia-Grafikkarten, um mehr Wafer für die Herstellung von KI-Chips nutzen zu können. Es gebe bereits Berichte darüber, dass die ohnehin angespannte Versorgungslage von RTX-50-Grafikkarten in China noch einmal schwächer geworden sei.
Geschätzt wird, dass die Auslieferungen um 20 bis 30 Prozent nachgelassen haben, der genaue Grund dafür ist jedoch nicht bekannt. Dass Nvidia also die Produktion aktiv umschichtet, um sich auf die Produktion von GB300 vorzubereiten scheint erst einmal nur eine Unterstellung zu sein. Zudem bezieht sich die Quelle im Artikel explizit auf den chinesischen Markt. Dort könnten auch andere Faktoren für eine eingeschränkte Verfügbarkeit sorgen.
In der Theorie wäre es allerdings nachvollziehbar, würde Nvidia KI-Chips den Vorzug geben. Denn die Margen fallen dort sehr viel höher aus und an Nachfrage mangelt es nicht. Gegen die bewusste Bevorzugung bei der Produktion sprechen hingegen die jüngsten Quartalszahlen, bei denen Nvidia neue Umsatzrekorde mit Gaming-Grafikkarten verzeichnen konnte.
Nvidia-Chips fliegen aus den Regalen
Anleger können das Ganze recht entspannt verfolgen. Wichtig ist am Ende des Tages einzig, dass Nvidia sein Silizium losbekommt, in welcher Form auch immer. Genau das scheint derzeit in allen Bereichen der Fall zu sein. US-Exportbeschränkungen schmälern zwar das lukrative China-Geschäft, nicht aber das Wachstum insgesamt. Die Aussichten bleiben sonnig, gerade nach neuen Deals, welche in den letzten Wochen verkündet wurden. Noch immer entstehen rund um den Globus gigantische Rechenzentren mit sündhaft teuren Nvidia-Chips in ihrem Inneren.
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02.06.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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