Gerüchten zufolge will Nvidia aufgrund rasant steigender Speicherpreise die Produktion bestimmter Grafikkarten zurückfahren
Vor allem günstigere Grafikkarten genießen bei Nvidia angeblich keine Priorität
Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass die Preise für Arbeitsspeicher in Regionen jenseits von Gut und Böse vorgedrungen sind. Auch der für Grafikkarten verwendete Speicher vom Typ GDDR7 ist rasant angestiegen. Das könnte Folgen für die Produktion haben und vielleicht sogar eine Knappheit provozieren.
Wie das Fachmagazin „Computerbase“ unter Verweis auf mehrere Quellen aus China berichtet, könnte bei Nvidia (US67066G1040) im kommenden Jahr ein Zurückfahren der Produktion bestimmter Grafikkarten aus der Reihe Geforce RTX 50 anstehen. Betroffen sollen den Gerüchten zufolge vor alle die Modelle RTX 5070 Ti und RTX 5060 Ti mit jeweils 16 GB Videospeicher sein. Das klingt zunächst sinnvoll, da dort die Kosten des Speichers aufgrund vergleichsweise niedriger Verkaufspreise besonders hoch ausfallen.
Bei der RTX 5090 ist mit 32 GB zwar doppelt so viel Speicher verbaut. Allerdings beträgt der Verkaufspreis auch in etwa das Sechsfache einer RTX 5060 Ti, sodass Nvidia hier steigende Kosten sehr viel besser abfedern kann. Offiziell kündigte das Unternehmen allerdings noch keine Produktionskürzungen an. Selbst wenn solche kommen sollten, wäre fraglich, inwieweit solche auf Speicherpreise zurückzuführen wären.
Einfluss könnte auch die ganz normale Marktentwicklung nehmen. Experten rechnen mit eher mauen Entwicklungen im PC-Bereich und darüber hinaus wäre es nicht ungewöhnlich, würde die Nachfrage nach einer Grafikkarten-Serie im zweiten Jahr nachlassen. Mancher Anwender dürfte bereits auf die Nachfolger warten, die sehr wahrscheinlich irgendwann 2026 das Licht der Welt erblicken werden.
Nebenschauplätze für Nvidia
Mit Grafikkarten für Gamer mag Nvidia großgeworden sein. Doch heute spielt das Ganze ohnehin nur noch eine untergeordnete Rolle. Für die Anleger ist vor allem wichtig, dass genügend HBM-Speicher für KI-Beschleuniger vorhanden ist. Dort dürfte Nvidia bei den Zulieferern höchste Priorität genießen. Sorgen machen die Anteilseigner sich daher auch eher um den Zustand des KI-Sektors insgesamt. Neuerliche Anzeichen für Finanzierungsschwierigkeiten bei Oracle setzten KI-Aktien am Mittwoch zu; Nvidia wertete um 3,8 Prozent bis auf 170,94 US-Dollar ab.
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18.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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