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Katerstimmung bei Nvidia, TUI blickt schon auf den Winter, Rheinmetall ohne neuen Schwung und Nel ASA segelt wieder in die Tiefe!

Trotz Gewinnmitnahmen bleibt Nvidia stark und auch sonst macht sich Optimismus breit

NTG24 - Katerstimmung bei Nvidia, TUI blickt schon auf den Winter, Rheinmetall ohne neuen Schwung und Nel ASA segelt wieder in die Tiefe!

 

Der Hexensabbat hinterließ am Freitag seine Spuren an den Märkten und ein für Europa eher ernüchternder Einkaufsmanagerindex sorgte auch nicht eben für beste Stimmung bei den Anlegern. Der DAX verlor um 0,5 Prozent und auch an der Wall Street schmolzen anfängliche Gewinne recht schnell wieder dahin. Die Stimmung schien vor dem Wochenende etwas angeschlagen zu sein.

Nicht einmal Dauerbrenner Nvidia (US67066G1040) konnte sich dem entziehen. Nachdem es schon tags zuvor kleinere Verluste zu sehen gab, wertete die Aktie am Freitag um weitere 3,2 Prozent bis auf 126,57 US-Dollar ab. Ins Wochenende verabschiedete der Titel sich so „nur“ noch mit einer Marktkapitalisierung von 3,11 Billionen Dollar. Den erst am Mittwoch eroberten Bestplatz im Ranking musste Nvidia schon wieder abgeben und fiel auf Platz 3 hinter Microsoft und Apple zurück.

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Das hat aber ohnehin eher symbolische Bedeutung. Wie es mit der Nvidia-Aktie nun weitergehen mag, darüber gehen die Meinungen der Analysten etwas auseinander. Einige warnen davor, dass der Konzern das rasante Wachstum der letzten Quartale kaum halten könne, und erinnern an die Dotcom-Blase, welche jahrelang für lange Gesichter sorgte. Andere rechnen damit, dass die Nachfrage nach KI-Chips gerade erst am Anfang steht.

 

TUI bleibt in niedrigen Gefilden

 

Sehr viel bescheidener sind die Aussichten bei TUI (DE000TUAG505). Das Management gibt sich aber große Mühe dabei, Optimismus zu versprühen. Kurz nach dem kalendarischen Sommeranfang richtet sich der Blick auf das Wintergeschäft, für das ein „außergewöhnlich starker Buchungsauftakt“ versprochen wird. Besonders Afrika und Asien scheinen die Kundschaft zu locken, ließ TUI-Deutschland-Chef Stefan Baumert bei einer Pressekonferenz in Hannover wissen.

Die Aktionäre ließen sich dadurch leider nicht weiter beeindrucken und die TUI-Aktie wertete am Freitag um knappe drei Prozent auf 6,71 Euro ab. Das Kursniveau bleibt hier weiterhin keine Katastrophe. Dass die Bullen immer wieder an der 7-Euro-Linie scheitern, ist aber schon eine Enttäuschung. Das weitere Aufwärtspotenzial bei dem Papier scheint noch immer gedeckelt zu bleiben, obschon die fundamentalen Aussichten so freundliche wie lange nicht mehr sind.

 

Rheinmetall: Auf und ab!

 

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Werbebanner funktionierende-kapitalanlagen.deLetzteres gilt auch für den Rüstungskonzern Rheinmetall (DE0007030009), der kürzlich den größten Auftrag seiner langen Firmengeschichte einfahren konnte. Insgesamt 8,5 Milliarden Euro nimmt die Bundesregierung für Artilleriemunition in die Hand und spült damit über die kommenden Jahre massenhaft Geld in die Kassen. Das sorgte aber nur kurzweilig für gute Laune an den Märkten. Anfängliche Kursgewinne gab die Rheinmetall-Aktie am Freitag vollständig wieder ab und zu Handelsschluss standen 491 Euro auf der Anzeigetafel. Das ist ein gutes Prozent weniger als noch einen Tag zuvor.

Bemerkbar gemacht haben dürften sich Indizien für ein Abschwächen der Wirtschaft in Europa, womit die Marktakteure nicht unbedingt gerechnet hatten. Für Rheinmetall ist das zwar eher nebensächlich, doch eine angeschlagene Marktstimmung wirkt sich durchaus auch hier auf die allgemeine Kauflaune aus. Zudem stellt sich bei dem ansehnlich notierenden Titel stets die Frage, wie weit hochdotierte Neuaufträge im Kurs bereits Berücksichtigung finden.

 

Nel ASA zurück im Tal der Trauer

 

Nel ASA (NO0010081235) verlor derweil gestern den Kampf um die Unterstützung bei 0,50 Euro. Mit Verlusten von knapp vier Prozent ging es auf nur noch 0,48 Euro zurück und damit in Kursgefilde, welche die Bullen eigentlich nur zu gerne vergessen würden. Die Rallye aus dem Mai hat sich damit weitgehend in Luft aufgelöst und aus charttechnischer Sicht sind die Aussichten äußerst trüb.

Natürlich kann sich das noch jederzeit ändern, da Nel ASA schwer abhängig von der Entwicklung an der Nachrichtenfront ist. Solange sich dort nichts tut, deuten nun aber wieder sämtliche Indikatoren in Richtung Süden. Etwas Support gibt es noch im Bereich zwischen 0,43 Euro und 0,45 Euro; auch die Linie bei 0,40 Euro bietet aus psychologischer Sicht noch einen gewissen Rückhalt. Doch grundsätzlich kann ein Test des 52-Wochen-Tiefs bei 0,37 Euro leider kaum ausgeschlossen werden.

 

Nüchterne Tage

 

Der gestrige Freitag wurde zu weiten Teilen von roten Vorzeichen und einer gewissen Katerstimmung beherrscht, nachdem es zuvor zum Teil recht steile Aufwärtsbewegungen bei einigen Sektoren und Einzeltiteln zu sehen gab. Mit einem Crash hat das aber noch nichts zu tun und die Kursbewegungen am Hexensabbat sind ohnehin eine Angelegenheit für sich. Etwas Ernüchterung mag aktuell schon in die Märkte kommen, was auf lange Sicht aber nicht einmal etwas Schlechtes sein muss.

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22.06.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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