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OPEC+ Spannungen sinken nach Intervention Saudi-Arabiens

Öl weiter unter politischer Spannung

 

Nachdem Saudi-Arabien mit dem Irak und Nigeria Gespräche führte, haben die Spannungen innerhalb der OPEC+ Gruppe wieder abgenommen.

Saudi-Arabien lobte dabei den Irak dafür, dass dieser die Ziele seiner Fördersenkung fast erreicht habe. Und Nigeria bestätigte Riad gegenüber, dass es hinter seinen Förderkürzungen steht. Dies teilte die Nachrichtenagentur Mining Weekly mit.

Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Anzeichen mehren, dass die OPEC+ Gruppe ihre Konflikte über die Einhaltung seiner Förderkürzung lösen kann.

Der saudi-arabische Energieminister Prinz Abdulaziz Bin Salman sprach im Zuge dessen mit seinem irakischen Kollegen Ihsan Abdul Jabbar. Das gemeinsame Statement im Anschluss sagte, dass Saudi-Arabien mit der verbesserten Compliance des Irak in Bezug auf die Förderkürzungen zufrieden sei.

Prinz Abdulaziz telefonierte zudem mit dem nigerianischen de facto Ölminister Timipre Sylva. Abdulaziz betonte die Bedeutung der Notwendigkeit, dass sich alle Mitgliedsstaaten an die Förderkürzungen halten.

Sylva wiederum betonte, dass Nigeria die zu hohe Produktion im Mai und Juni bis September wieder kompensieren werden.

Der Irak, Nigeria, Angola und andere Teilnehmerstaaten waren vonseiten Saudi-Arabiens und Russlands unter Druck geraten, nachdem Erstere ihre Förderziele nicht einhielten.

 

Öl

Bildnachweis: © Fotograf - Zbynek Burival

 

Die OPEC+ Länder hatten sich im April darauf geeinigt, ihre Produktion um fast 10 Mio. Barrel pro Tag zu senken, um den Ölpreis zu stabilisieren, der im Zuge der Corona-Pandemie eingebrochen war.

Im Juni 2020 produzierte OPEC + mit 22,7 Mio. Barrel Öl pro Tag die niedrigste Fördermenge sein fast 30 Jahren!

Seit April hat sich der Ölpreis der Sorte Brent mehr als verdoppelt. Jedoch liegt er immer noch rund ein Drittel tiefer als zu Jahresbeginn, was einen exorbitanten Druck insbesondere auf die Ölproduzenten mit höheren Produktionskosten ausübt.

 

Fazit

 

Noch können Saudi-Arabien und Russland die Förderdisziplin innerhalb der OPEC+ aufrechterhalten. Ob dies allerdings bei einer zweiten Corona-Welle auch noch möglich ist, darf vor dem Hintergrund der zerrütteten Staatsfinanzen vieler OPEC+ Mitglieder bezweifelt werden.

 

14.07.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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