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Platin steht kurzfristig weiter unter Konsolidierungsdruck

Der Platinpreis sucht seinen kurzfristigen Boden

 

Der Platinpreis befindet sich aktuell im Korrektur-Modus und konsolidiert dabei seinen Ausbruch aus seinem langfristigen Abwärtstrend im November 2020. Im Zuge dessen ist nun auch ein Test der Kreuzunterstützung auf Monatscandle-Basis bei 1.078 Dollar möglich. Sowohl das laufende Korrekturmuster wie auch die Umsatzentwicklung deuten aber stark darauf hin, dass es sich auch bei einer Korrektur darunter um eine Korrektur in einem neuen Aufwärtstrend und nicht um eine Trendumkehr nach unten handelt.

Der Platinpreis hat im Vergleich zu seinen Schwestermetallen Gold, Silber und Palladium in den vergangenen Tagen eine relative Schwäche gezeigt, die in Chart 1 sichtbar ist. Während der Goldpreis noch am wenigsten Abwärtsdynamik zeigte und damit seinem Ruf als relativer Fels in der Brandung gerecht wurde, war bei Silber eine historisch typische höhere Volatilität, aber keine grundsätzliche Abweichung zu spüren.

Parallel dazu spiegelt sich in der Entwicklung von Palladium die Konsolidierung des Ausbruches auf ein neues Allzeithoch wider. Stellt man nun den Platinpreis dagegen, so wird deutlich, dass die Abwärtsdynamik am stärksten ausgeprägt ist.

 

 

Allerdings macht auch hier ein Blick auf die charttechnische Lage deutlich, woher diese relativ starke Korrekturdynamik kommt.

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Werbebanner Trading SeminarChart 2 zeigt, dass der Platinpreis mit seinem Jahreshoch am 16.02.2021 bei 1.339,35 Dollar deutlich über seinen eigentlichen Widerstandsbereich, der als gelbes Rechteck markiert ist, hinausgeschossen ist. Auf Monatscandle-Basis liegen die Kerzen aber deutlich tiefer und sind dabei in dem Widerstandsbereich hängen geblieben, welcher sich von Oktober 2014 bis Februar 2015 aufgebaut hat.

Chart 2 zeigt nun auch den seit dem Corona-Crash-Tief vom März 2020 laufenden mittelfristigen Aufwärtstrend als gestrichelte Aufwärtslinie, die zusammen mit einer tiefer liegenden horizontalen Unterstützung bei rund 1.078,25 Dollar eine Kreuzunterstützung bildet (lila Rechteck).

Daraus lässt sich ableiten, dass die aktuell laufende Korrektur bei Platin im Falle eines Unterschreitens der gestrichelten Horizontalen Unterstützung, welche bei 1.147,25 Dollar liegt, gute Chancen hat, auf dem tieferen Niveau einen Boden zu bilden.

 

 

Und was ist das Fazit?

 

Die aktuelle Korrektur des Platinpreises war zu erwarten und findet mustergerecht auf Höhe des starken Widerstandes statt, der sich im Herbst 2014 zu bilden begann. An diesem ist der Platinpreis abgeprallt und hat dabei auch seine steilere Aufwärtstrend-Linie unterschritten. Nun ist ein Test der Kreuz-Unterstützung bei 1.078 Dollar wenn auch nicht zwingen, so doch aber wahrscheinlicher geworden. Dies stellt aber in der Gesamtschau eher eine Bestätigung des Ausbruchs dar als eine Trendumkehr. Für Letzteres wäre erst ein erneutes Unterschreiten der langfristigen Abwärtstrend-Linie ein Signal. Diese aber verläuft aktuell knapp unterhalb von 900 Dollar, wodurch dieses Szenario sehr unwahrscheinlich wird.

 

04.06.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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