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Edelmetall Marktbericht vom 21.12.2025: Platin und Palladium mit starkem Wochenschluss – Markt rückt Angebotslage und neue Prognosen in den Mittelpunkt

Angebotsengpässe bei Platin und Palladium rücken stärker in den Fokus

NTG24 - Edelmetall Marktbericht vom 21.12.2025: Platin und Palladium mit starkem Wochenschluss – Markt rückt Angebotslage und neue Prognosen in den Mittelpunkt

 

Der Platinpreis hat die Handelswoche bei 1951 US-Dollar beendet, während der Palladiumpreis bei 1676 US-Dollar aus dem Handel ging. Beide Metalle verzeichneten zweistellige Wochen- und Monatszuwächse, was die Dynamik unterstreicht, die sich seit Jahresbeginn aufgebaut hat. Die jüngste Bewegung spiegelt eine Marktphase wider, in der strukturelle Engpässe, veränderte Bewertungskriterien und eine rege Aktivität an internationalen Terminbörsen zu einer deutlichen Neubepreisung geführt haben. Für institutionelle Investoren wie auch für industrielle Abnehmer stellt sich nun zunehmend die Frage, wie nachhaltig diese Aufwärtsbewegung ist und welche Faktoren die nächsten Wochen bestimmen könnten.

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Der Platinpreis hat in den vergangenen Tagen einen markanten Sprung vollzogen, der von Marktteilnehmern nicht als kurzfristiges Ereignis, sondern als Folge tiefgreifender Veränderungen auf der Angebotsseite interpretiert wird. Produktionsprobleme in bedeutenden Förderregionen wirken seit Monaten als Belastungsfaktor, der nun stärker eingepreist wird. Gleichzeitig zeigt sich an den asiatischen Terminmärkten, insbesondere in China, eine ausgeprägte Dynamik, die die Handelsvolumina deutlich erhöht hat. Vor diesem Hintergrund haben Analysten der UBS ihre Kursziele für den Platinpreis angehoben und mit einer veränderten Einschätzung der strukturellen Marktbalance begründet. Die Neubewertung erfolgt in einem Umfeld, in dem geopolitische Risiken verstärkt in die Preisbildung einfließen und die eingeschränkten Förderkapazitäten weniger Spielraum für Entspannung signalisieren.

 

 

 

Industrielle Nachfrage stützt Platinpreis und stabilisiert die Marktstruktur

 

Der industrielle Einsatz bleibt ein zentrales Argument für die anhaltende Stärke beim Platinpreis. Insbesondere die Automobilindustrie gilt als stabiler Nachfrageanker, da Platin (TVC:PLATINUM) weiterhin wichtiger Bestandteil von Abgasnachbehandlungssystemen ist. Branchenberichte zeigen, dass die Angebotsdefizite nicht nur temporärer Natur sein könnten, sondern über den kurzfristigen Horizont hinausreichen. Dies führt zu einem Marktgefüge, das weniger anfällig für spontane Ausschläge wirkt. Marktteilnehmer interpretieren die jüngste Volatilität eher als Ausdruck einer Neujustierung, die Platin wieder stärker als eigenständige Anlageklasse ins Bewusstsein rückt, unterstützt von einem insgesamt robusten Umfeld im Edelmetallsektor.

 

Palladium profitiert von neuen Prognosen – Engpässe und Nachfrage setzen Akzente

 

Auch beim Palladium (TVC:PALLADIUM) dominiert ein fundamentales Narrativ, das durch neue Research-Einschätzungen zusätzlich untermauert wurde. Strategen der UBS haben ihre Prognosen für 2026 nach oben angepasst und den Markt als enger eingestuft als bisher angenommen. Die Gründe reichen von stabiler industrieller Nachfrage über sichtbare Versorgungsengpässe bis hin zu zunehmendem Interesse institutioneller Investoren. Der revidierte Ausblick reflektiert zugleich die Möglichkeit, dass politische Unsicherheiten kurzfristig zu stärkeren Schwankungen führen könnten. In der industriellen Nutzung könnte zudem die relative Preisposition zu Platin eine Rolle spielen, insbesondere in Bereichen, in denen technische Substitution möglich ist.

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Auch andere Häuser haben ihre Einschätzungen spürbar verändert. Ein Reuters-Survey zeigt einen angehobenen durchschnittlichen Erwartungswert für den Palladiumpreis im Jahr 2026, was das veränderte Stimmungsbild nach der starken Performance 2025 bestätigt. Morgan Stanley sieht den Preis im mittleren bis oberen Prognosespektrum und verweist auf strukturelle Ungleichgewichte, die trotz der anhaltenden Elektrifizierung im Automobilsektor relevant bleiben. Gleichzeitig betonen die Analysten, dass makroökonomische Faktoren die mittelfristige Marktstruktur prägen werden.

 

Technisches Bild: Trends bleiben intakt – Käufer dominieren Rücksetzer

 

Die technische Analyse bestätigt die fundamentale Stärke beider Metalle. Beim Platinpreis notiert der Kurs über dem 50- und 200-Tage-Durchschnitt, was einen klaren Aufwärtstrend signalisiert. Die Lage der gleitenden Durchschnitte untermauert ein positives Trendbild, und die Trendstärke bleibt ausgeprägt. Rücksetzer treffen bislang auf solide Nachfrage, was die konstruktive Grundtendenz festigt.

Auch der Palladiumpreis zeigt ein nahezu deckungsgleiches Muster. Der Kursverlauf liegt oberhalb wesentlicher Durchschnittslinien, die Trendstruktur gilt als stabil, und die Trendstärke wird als deutlich eingestuft. Die technische Konstellation spricht dafür, dass Käufer weiterhin bereit sind, Schwächephasen zu nutzen, um Positionen auszubauen.

 

Ausblick

 

In den kommenden Wochen dürfte sich entscheiden, ob die jüngste Rally bei Platin und Palladium in eine Phase kontrollierter Konsolidierung übergeht oder ob erneute Engpässe eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung begünstigen. Analysten verweisen auf mehrere Faktoren, die potenziell richtungsweisend wirken können: die Entwicklung der industriellen Nachfrage, die Einschätzung geopolitischer Risiken und die Frage, wie dauerhaft die Angebotsprobleme ausfallen. Für Investoren bleiben beide Märkte damit in einer Phase, in der neue Bewertungsspannen getestet werden können.

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21.12.2025 - Andreas Opitz

Unterschrift - Andreas Opitz

 

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