Nach OpenAI und Anthropic berichtet nun auch Meta über ein KI-Modell, das wohl selbständig ein anderes Unternehmen gehackt hat
Bleibt Meta auf Augenhöhe?
Mittlerweile scheint es in Sachen KI zum guten Ton zu gehören, über ein Modell zu verfügen, welches Grenzen überschreitet und selbständig bei anderen Firmen einbricht. Entsprechende Vorfälle bei OpenAI und Anthropic sorgten für etliche Schlagzeilen. Nun scheint es bei Meta einen ähnlichen Vorfall gegeben zu haben.
Laut einem Bericht von „The Information“ konnte das aktuell leistungsfähigste KI-Modell von Meta (US30303M1027) in Form von Muse Spark 1.1 sich wohl eine Sicherheitslücke bei einem anderen Unternehmen zunutze machen. Dass es so weit kommen konnte, wird auf eine Fehlkonfiguration zurückgeführt. Der Fehler am Anfang der Kette liegt also mehr in menschlichem Versagen.
Wie auch bei anderen Vorfällen lässt sich aus der Ferne nicht mit Sicherheit sagen, wie viel von solchen Meldungen Marketing ist und wie viel einem tatsächlich zu denken geben sollte. Meta dürfte aber generell nichts dagegen haben, wenn die eigenen KI-Modelle vielleicht als ebenbürtig zu den Angeboten von OpenAI und Anthropic angesehen werden. Schließlich gelang es bisher nicht, in Sachen KI allzu hohe Wachstumszahlen zu erreichen. Einzig die Ausgaben steigen immer schneller.
Die Anleger zeigten sich weitgehend unbeeindruckt. Die Meta-Aktie reagierte im nachbörslichen Handel nicht weiter und der Kurs wirkte mit einem Schlusskurs von zuletzt 588,77 US-Dollar dezent angeschlagen. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 796,25 Dollar ist nicht zu übersehen. Die Börsianer blicken immer höheren KI-Ausgaben bei Meta besonders skeptisch entgegen. Denn zumindest bisher steigen Umsätze und Gewinne nicht annähernd im gleichen Tempo.
Meta im Vorteil?
Auf die leichte Schulter zu nehmen sind immer mehr Hacking-Vorfälle rund um KI-Agenten wohl nicht. Tatsächlich bemüht die US-Regierung sich auch bereits um Testregeln, die mit den Anbietern wohl noch abgestimmt werden sollen. Dabei könnte Meta noch ein Ass im Ärmel haben. Medienberichten zufolge sollen quelloffene Modelle wie Llama von geplanten Sicherheitstests wohl ausgenommen bleiben. Auf die weiteren Aussichten beim Aktienkurs nimmt das aber keinen Einfluss, so es sich bestätigen sollte.
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06.08.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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