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RWE liefert grünen Strom für ASML, Nordex in Feierlaune und Plug Power im Comeback-Modus

Grüne Energie beflügelt die Kurse

NTG24 - RWE liefert grünen Strom für ASML, Nordex in Feierlaune und Plug Power im Comeback-Modus

 

Es ist noch gar nicht so lange her, dass fossile Energieträger und die Atomkraft eine Renaissance feierten, was zu weiten Teilen am Energiehunger von Rechenzentren hängt. Doch gerade jetzt scheint das Pendel wieder ein Stück weit umzuschwingen und manches Tech-Unternehmen setzt bewusst auf erneuerbare Energien, um sich von geopolitischen Querelen unabhängig zu machen. Das wiederum sorgt im Sektor dann auch für viel Grün bei den Kursen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeNach einer längeren Phase in tiefere Regionen macht die Aktie von RWE (DE0007037129) schon seit einer Weile mit einer beeindruckenden Aufwärtsdynamik auf sich aufmerksam. Das hat natürlich mit steigenden Energiepreisen zu tun, welche dem Versorger in die Hände spielen. Nachhaltige Energie steht bei RWE seit Jahren im Fokus. Die Erwartung ist nun, dass der Konzern davon schwer profitieren dürfte. Die Abhängigkeit von fossiler Energie ist deutlich gesunken und höhere Energiepreise könnten dadurch zu besonders hohen Margen in Krisenzeiten führen.

 

 

 

Darüber hinaus angelt RWE sich aber auch immer wieder Aufträge aus dem Bereich Halbleiter und KI. Mitte vergangenen Jahres etwa verkündete das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit Amazon Web Services. Parallel dazu werden Milliarden investiert, um dem Energiehunger der Rechenzentren in Zukunft gerecht werden zu können. Die Anteilseigner zeigen sich begeistert. Der Aktienkurs konnte seit Jahresbeginn um gut 25 Prozent zulegen und die nächste Partnerschaft wurde bereits geschmiedet.

 

ASML sichert sich Energie von RWE

 

Schon seit dem Jahr 2021 arbeitet RWE mit dem niederländischen Anlagenbauer ASML (NL0010273215) zusammen, dessen Beleuchtungsanlagen für die Herstellung der modernsten KI-Beschleuniger unverzichtbar sind. Eben diese Zusammenarbeit wird nun noch weiter ausgeweitet, wie „Der Aktionär“ berichtet. Vermutlich sehr bewusst setzt ASML dabei nicht auf Mini-Atomkraftwerke oder dergleichen, sondern Offshore-Strom aus der Nordsee.

Die Laufzeit der Kooperation verlängert sich um weitere zwölf Jahre und die installierte Leistung soll bei Abschluss der Bauarbeiten Anfang 2028 bei rund 130 Megawatt liegen. ASML sichert sich also Kapazitäten bis ins Jahr 2038 hinein und muss sich um den Energiebedarf für die nächste Generation an EUV-Systemen wohl erstmal keine Gedanken machen. In Kombination mit einer noch immer erdrückenden Nachfrage ist für gute Laune unter den Aktionären gesorgt. Die ASML-Aktie ging mit 1.159,40 Euro in die Ostertage und blickt auf Aufschläge in Höhe von 17,5 Prozent seit Jahresbeginn.

 

Gelungenes Jubiläum für Nordex

 

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Werbebanner EMH PM TradeDas wirkt allerdings fast noch überschaubar im Vergleich zur Aktie von Nordex (DE000A0D6554). Die konnte sich im laufenden Jahr bereits um etwas mehr als 50 Prozent in die Höhe schwingen und mit 45,58 Euro in die Feiertage gehen. Das Timing könnte dabei besser kaum sein. In diesen Tagen feiert die Nordex SE 25 Jahre Börsennotierung und spricht auf der eigenen Webseite davon, sich von einem ambitionierten Windkraftpionier zu einem der „weltweit führenden Hersteller moderner Onshore-Windenergieanlagen“ gemausert zu haben. Zudem feierte Nordex nach eigenem Bekunden im Jahr 2025 eines der erfolgreichsten Jahre der Unternehmensgeschichte.

Gemeldet wurden unter anderem neue Rekorde beim Auftragseingang. Angesichts der aktuellen Entwicklung bei Energiepreisen und ungewissen Lieferketten bei den Fossilen ist es eher unwahrscheinlich, dass das Interesse nachlassen wird. Mancher Analyst wird mittlerweile vorsichtig und hält gute Neuigkeiten bereits für eingepreist. Die Anleger lassen sich aber nicht weiter stören. Auch in der Karwoche trieb es die Nordex-Aktie weiter in die Höhe.

 

Plug Power bastelt am Turnaround

 

In Europa ist die Ausgangslage für die Erneuerbaren noch recht freundlich. Anders sieht es in den USA aus, wo die Trump-Administration aus rein ideologischen Gründen fossile Energien bevorzugt und mit teils hanebüchenen Begründungen Windanlagen abzusägen versucht. Die Erfolge sind bisher aber überschaubar und selbst in Red States wie Texas schreitet der Ausbau von Wind- und Solarstrom unaufhörlich voran. Darüber hinaus gilt Wasserstoff weiterhin als wichtige Zukunftstechnologie und Plug Power (US72919P2020) nimmt Kurs auf ein beeindruckendes Comeback.

Lange wurde am chronisch defizitären Unternehmen gezweifelt. Mit der Vorlage der jüngsten Zahlen scheint man aber endlich die Wende hinbekommen zu haben. Erstmals seit Jahren konnte ein positive Bruttomarge erreicht werden. Zudem zeichnete das Management einen Weg, um bis Ende 2028 auch unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben zu können. Statt Expansion um jeden Preis steht nun zunächst die Effizienz im Vordergrund. Das wissen die Anteilseigner mit Kursgewinnen von gut 80 Prozent im Jahresvergleich zu würdigen.

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Volle Energie

 

Den erneuerbaren Energien schlug im vergangenen Jahr einiges an Gegenwind ins Gesicht. Erdgas schien noch immer die günstigere und daher sinnvollere Alternative zu Wasserstoff zu sein und bei Strom rückte die Atomkraft gefühlt verstärkt in den Vordergrund. Doch manche Träumerei ist in der Realität noch nicht angekommen, während Windkraft, Solarstrom und auch Wasserstoff munter ausgebaut werden. Spätestens durch die aktuelle Energiekrise scheinen die Märkte zu einer Neubewertung gezwungen zu werden und die Kursentwicklung spricht schon seit einer Weile eine recht deutliche Sprache.

 

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05.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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