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Weltgrößter Vermögensverwalter empfiehlt bis zu 10 % Gold

Gold mit 10 % der Gesamtanlagen gewichten?

 

Gold ist derzeit einer der größten Bullen-Märkte des Jahres 2020. Der Goldpreis hat ein neues Allzeithoch erreicht und zieht immer mehr auch die Aufmerksamkeit von institutionellen Investoren auf sich.

Und auch wenn sich das Tempo des Anstiegs etwas verlangsamt hat, so bleibt die Ausgangslage weiterhin vielversprechend.

Neben dem Stammtisch-Mainstream stehen allerdings auch die Strategen der Investmentbanken und Vermögensverwalter, welche noch weitere Gründe für eine strategische Rolle von Gold in den Vermögensanlagen ihrer vermögenden Kunden haben.

Es ist deshalb mehr als erwähnenswert, dass die UBS, der weltweit größte Vermögensverwalter, der Ansicht ist, dass Gold in einem diversifizierten Portfolio bis zu 10 % des Vermögens ausmachen könnte.

 

Ändert sich der institutionelle Mainstream zu Gold?

 

Wir erinnern uns: Über Jahrzehnte hinweg war bei fallenden Zinsen und in der Folge steigenden Kursen von Anleihen und Aktien kaum Platz für Gold in Modell-Portfolien. Der Mainstream bildete ein 60%/40%-Portfolio ab und würzte es bei Ertragsschwäche mit anderen höheren laufenden Erträgen wie stillen Beteiligungen oder Immobilienfonds.

Nachdem nun aber ein AAA-Investor wie Warren Buffetts Berkshire Hathaway in Goldminenaktien investiert hat, scheint sich im Bereich der Vermögensverwalter und institutionellen Investoren eine gewisse Eigendynamik zu bilden, in der man nicht nur über Gold spricht, sondern auch die früheren Argumente dagegen - wie die fehlenden laufenden Erträge bei derzeitigen Negativzinsen - kraftlos wurden.

Man darf gespannt sein, ob der UBS weitere große Investoren Gold in ihrer Marktmeinung hochstufen.

Nach Angaben des Business Insider sagte Charles Day, Berater im Private Wealth Banking und Senior Portfolio Manager bei UBS Wealth Management dem Business Insider im Interview: ,,Ich denke, die (Gold) Rallye hat eine Pause gemacht. Aber in Bezug auf die Diversifizierung und nach allem, was passiert ist, ist eine Gewichtung von Gold von bis zu 10 % derzeit keine schlechte Idee.‘‘ Day kaufte das erste Mal nach rund 10 Jahren wieder Gold Ende letzten Jahres, als der Kurs noch unter 1.600 US-Dollar je Unze stand.

 

Fazit

 

Wir betonen regelmäßig die hohe und steigende strategische Bedeutung von Gold als risikosenkender und ertragserhöhender Bestandteil eines weitsichtigen Portfolios. Was bis jetzt noch fehlt, ist die Erhöhung der Gewichtung von Edelmetallen im Allgemeinen und von Gold im Besonderen bei den institutionellen Anlegern. Denn weltweit entspricht die Gewichtung von Edelmetallen in den Gesamtanlagen weiter nur einem Bruchteil jener von 1980. Mal ganz abgesehen davon, dass in den Zeiten, als Gold und Silber noch Geld waren, der Anteil dieser Metalle am Gesamtvermögen automatisch durch die notwendige Liquidität höher lag als heute.

Der weitere Weg der alten Erkenntnis, dass an Gold als Stabilitätsproduzent und Ertragspfeiler in einem strategischen Portfolio kein Weg mehr vorbeiführt, wird sehr spannend sein zu beobachten. Bis dahin dürfte die UBS den Goldanteil in vielen von ihr betreuten Portfolien weiter erhöhen.

 

07.09.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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