Zusammen mit Patria stellt Renk einen ersten eigenen unbemannten Panzer vor und erweitert damit sein bereits gut laufendes Geschäft
Renk arbeitet an Panzern für Schlachtfelder der Zukunft
Unbemannte Fahrzeuge spielen in der modernen Kriegsführung eine immer größere Rolle. Das gibt es leider jeden Tag in der Ukraine zu sehen, wo Drohnen mittlerweile im Mittelpunkt stehen. Immer häufiger kommen allerdings auch unbemannte Panzer zum Einsatz, etwa zur Bergung von verletzten Soldaten oder zur Räumung von Minen.
Der Panzergetriebehersteller Renk (DE000RENK730) springt nun auf genau diesen Zug auf. Zusammen mit dem finnischen Unternehmen Patria stellte der Zulieferer bei der Pariser Rüstungsmesse Eurosatory ein UGV-Konzept vor. UGV steht dabei für „Unmanned Ground Vehicle“.
Das Fahrzeug basiert auf einer Plattform von Patria. Renk liefert neben dem Getriebe eine Drive-by-Wire-Architektur, bei der Lenkbewegungen via Funk statt über Kabel übertragen werden. Lenk-, Brems- und Antriebsfunktion werden in einer digital gesteuerten Architektur vereint. Jene wurde laut Renk in unter zwei Jahren nach militärischen Standards entwickelt.
Den Anlegern gefällt der Vorstoß von Renk und die Aktie legte am Dienstag um 1,4 Prozent auf 46,04 Euro zu. Die Aussichten für unbemannte Kriegsgeräte sind tatsächlich nicht schlecht. Die Bundeswehr kündigte bereits an, solche bei ihrer künftigen Strategie vermehrt einsetzen zu wollen. Gut möglich also, dass hier noch einige Ausschreibungen kommen könnten. Zudem konnte Patria bereits einen Großauftrag der Bundeswehr erhalten und ist damit dort als verlässlicher Partner bekannt.
Renk ruht sich nicht aus
Nicht zuletzt sendet Renk mit dem Vorstoß das Signal auf, sich auf bisherigen Erfolgen nicht auszuruhen. Bisher profitierte man vor allem als Zulieferer vom Boom in der Rüstungsbranche. Vor Kurzem wurde das viertausendste Getriebe für den Kampfpanzer Leopard 2 vom Band gelaufen. Nun stellt sich Renk dafür auf, bei künftigen Entwicklungen noch stärker partizipieren zu können. Das ist keine Erfolgsgarantie, aber mindestens eine interessante Entwicklung aus Anlegersicht.
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17.06.2026 - Christian Teitscheid

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