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KOSPI verdoppelt sich seit Jahresbeginn, BP wirft Aufsichtsrat-Chef raus und Aroundtown enttäuscht - BÖRSE TO GO

KOSPI verdoppelt sich seit Jahresbeginn - Speicherchip-Hersteller tragen die Rallye

NTG24 - KOSPI verdoppelt sich seit Jahresbeginn, BP wirft Aufsichtsrat-Chef raus und Aroundtown enttäuscht - BÖRSE TO GO

 

Der KOSPI verdoppelt sich seit Jahresbeginn, dank der Speicherchip-Rallye. Erinnerungen an den Nasdaq 100 Index im Jahr 1999 kommen hoch. BP schmeisst seinen Aufsichtsrat-Chef nach nicht einmal einem Jahr raus. Albert Manifold hatte zu viele Ambitionen und trat zu vielen auf die Füße. Aroundtown enttäuscht auf der ganzen Linie. Der Umsatz stagnierte und der Gewinn brach um -74 % im 1. Quartal ein.

Durchwachsener Handel in Asien. Während der KOSPI von Rekord zu Rekord eilt, kann der Nikkei 225 Index am Mittwoch nur leicht zulegen und wird zwischenzeitlich im Verlauf der Sitzung mehr als 0,5 % höher gesehen. Die chinesischen Benchmarks notieren hingegen geschlossen im Minus und der Hang Seng Index bewegt sich während der Sitzung mehr als -1 % im Minus. Der Terminmarkt ist hingegen sehr freundlich gestimmt vor Eröffnung des Handels in Europa. Der DAX-Future (Juni) kann 0,30 % auf 25.325,00 Punkte steigen. 

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Frankfurt hatte am Dienstag nach der starken Rallye vom Pfingstmontag noch eine kleine Pause eingelegt. Alle deutschen Benchmarks gaben geschlossen ab, wobei der DAX mit einem Abschlag um -0,80 % auf 25.184,89 Punkte der größte Verlierer war, mit den Pharma- und Medizintechnik-Aktien ganz oben auf der Liste der Verlierer. Dicht auf den DAX folgte der TecDAX, der -0,79 % auf 4.064,27 Punkte verlor. Den geringsten Tagesverlust erlitt der SDAX, der nur um -0,14 % auf 18.844,57 Punkte nachgab. 

New York ist hingegen weiterhin im Rallye-Modus. Der Nasdaq 100 Index kletterte nicht nur um 1,76 % am Dienstag, sondern schloss auch erstmals über der psychologisch wichtigen Marke von 30.000 Punkten, wenn auch nur marginal bei 30.001,32 Punkten. Hier beeindruckten vor allem (erneut) die Aktien von Micron Technologie (US5951121038), die um 19,29 % auf 895,88 US-Dollar sprangen und dabei erstmals eine Marktkapitalisierung von mehr als 1 Billion US-Dollar erreichten. Der S&P 500 Index verbesserte sich um 0,61 % auf 7.519,12 Punkte, während der Dow Jones Industrial Average Index 

 

KOSPI verdoppelt sich seit Jahresbeginn

 

Es ist noch nicht einmal das Halbjahr voll und die südkoreanische Börse hat sich bereits seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Der KOSPI erreichte am Mittwoch einen neuen Höchstkurs von 8.457 Punkten und übersprang vom Jahresende 2025 aus gerechnet die Marke von 100 % Kursgewinn. Es ist der stärkste Anstieg an der Börse Seoul in einem so kurzen Zeitraum und übertrifft sogar noch die Exzesse, die wir während der Dotcom-Bubble Ende der 90er-Jahre und dem Industrieboom der späten 80er-Jahre erlebt haben. Der wichtigste und ausschlaggebende Katalysator ist die Speicherchip-Rallye, die vor allem von den Kursgewinnen bei SK Hynix (KR7000660001) und Samsung Electronics (KR7005930003) getragen wird. Die Rallye ruft auf der anderen Seite bei vielen Beobachtern Erinnerungen an den Nasdaq 100 im Jahr 1999 zurück, der in der Spitze um 102 % stieg und dann in eine mehrjährige Baisse fiel. 

 

 

BP wirft seinen Aufsichtsrat-Chef raus

 

Das war ein überraschend kurzes Debüt für Albert Manifold. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats von BP (GB0007980591) hat am Dienstagabend den Laufpass bekommen. Manifold, der zuvor als CEO den irischen Bauzulieferer CRH (IE0001827041) geleitet hatte, war erst im Juli 2025 zu BP gekommen und sollte auf das Drängen der Börse reagieren, den britischen Öl-Major umzubauen und zu neuem Wachstum zu bringen. Manifold hatte Helge Lund abgelöst, der zusammen mit dem ehemaligen BP-CEO Bernard Looney versucht hatte, den Konzern weg von seinem hochprofitablen Öl- und Gasgeschäft zu diversifizieren und stärker in den Bereich der margenarmen erneuerbaren Energien zu bringen. Das führte zu einer Revolte der Aktionärsbasis und dem Einzug des aktivistischen Investors Elliott Investment Management. Einer der wichtigsten Schritte, die Manifold umsetzte, war die Entlassung von CEO Murray Auchincloss, der zu langsam war, durch Meg O’Neill, die am 01. April 2026 antrat. Gescheitert ist Manifold letztendlich daran, dass er versucht hatte, zu viel Entscheidungsmacht auf sich zu ziehen, was den Rest des Aufsichtsrats verärgerte und zu seiner Entlassung führte. 

 

Bewertungsergebnis drückt Aroundtown Gewinn

 

Aroundtown (LU1673108939) blieb im 1. Quartal unter den Erwartungen. Und das gleich auf der ganzen Linie. Dabei hat man insbesondere im Hinblick auf die Finanzen des Unternehmens alles richtig gemacht und zudem auch die Beteiligung an Grand City Properties (LU0775917882) durch den Tender deutlich auf 81,5 % erhöht. Das operative Geschäft entwickelte sich allerdings bescheiden. Der Umsatz stagnierte bei 380 Mio. Euro nach zuvor 378 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die Analysten hatten dagegen im Schnitt mit einem Umsatz von 386 Mio. Euro gerechnet. Das Ausbleiben von Bewertungsgewinnen aus dem Portfoliobestand führte dazu, dass dem operativen Ergebnis rund 203 Mio. Euro fehlten und es so auf 238,1 Mio. Euro fiel. Da sich auch das Finanzergebnis leicht verschlechterte, sank der Gewinn nach Steuern harsch um -63 %. Nach Anteilen Dritter schrumpfte der Gewinn sogar um -74 % auf nur noch 56 Mio. Euro. Statt des von der Börse erwarteten Gewinns von 0,08 Euro je Aktie weist die Immobiliengesellschaft mit operativem Sitz in Berlin nur 0,05 Euro aus.

 

Tagestermine

 

Der April war ein schwacher Monat für den europäischen Pkw-Markt. Die Zulassungszahlen fielen im Vergleich zum März deutlich in Deutschland (-15,3 %), Frankreich (-20,3 %) und Italien (-16,3 %). Im Jahresvergleich bewegt sich der französische Markt damit an der Stagnation (-0,3 %), der deutsche wächst marginal (+2,7 %) und der italienische verbessert sich (+11,6 %). 

 

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27.05.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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