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Rhodium bekommt die Wachstumsschwäche Chinas zu spüren

Der Rhodiumpreis leidet unter schwächerem Wachstum Chinas

NTG24 - Rhodium bekommt die Wachstumsschwäche Chinas zu spüren

 

Der Rhodiumpreis hat seit dem ,,Crack down‘‘ der chinesischen Regierung eine anhaltende Schwächephase, welche sich seit Anfang August akzentuiert hat. Eine dauerhafte Bodenbildung auf aktuellem Niveau ist eher unwahrscheinlich. Zudem hängt sie wesentlich von der Belebung der Nachfrage der chinesischen Autoindustrie ab, der man nicht vorgreifen sollte.

Noch Ende Juni berichteten wir in unserem Beitrag ,,Rhodium nach der deutlichen Preis-Korrektur‘‘ über die Bodenbildung des Katalysatormetalls oberhalb seines 61,8 % - Fibonacci-Retracements. Damit standen zumindest aus charttechnischer Sicht die Chancen auf eine Bodenbildung gut, zumal sich der Kurs auf diesem Niveau bereits seit Ende Mai 2021 gehalten hatte.

Dann aber unterschritt Rhodium diese Unterstützungszone Anfang August und hat seither weiter deutlich korrigiert. Chart 1 verdeutlicht die Entwicklung des Rhodium-Preises in Gestalt des DB X-Tracker Rhodium ETC.

 

 

Diese Entwicklung betrifft jedoch nicht nur Rhodium, sondern auch die weiteren Katalysator-Metalle Platin und Palladium, wie die relative Entwicklung in Chart 2 verdeutlicht.

 

 

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Werbebanner DenkworkDa Rhodium vor allem und in Fahrzeugkatalysatoren zur Reduktion von Stickoxiden als Katalysator verwendet wird, ist eine Nachfrageschwäche dieses Sektors ein bedeutender Einflussfaktor für seine Preisentwicklung.

Und die seit Juli 2021 laufenden regulatorischen Maßnahmen Chinas in verschiedenen Wirtschaftsbereichen haben auch direkt als auch indirekt die Wachstumsdynamik der Katalysatornachfrage gebremst.

Damit sind die mittelfristigen Wachstumstreiber der Katalysatornachfrage nicht verschwunden. Gleichwohl bietet die administrative Bremse, die vor dem Hintergrund massiver volkswirtschaftlicher Ungleichgewichte in China zu sehen ist, einen kurzfristigen Schwächungsfaktor.

 

Und was ist das Fazit?

 

Nachdem das noch Ende Juli 2021 als wahrscheinlich geltende Bodenbildungs-Niveau unterschritten wurde, hat der Rhodiumpreis weiter deutlich nachgegeben. Auf aktuellem Niveau lassen sich zurzeit keine charttechnischen Unterstützungen dynamischer oder statischer Art finden, weshalb die Abwärtsbewegung noch weiter andauern könnte. Einen nachhaltigen Boden dürfte der Rhodiumpreis zudem erst dann finden, wenn sich die Katalysator-Nachfrage in China wieder verstärkt.

 

15.09.2021 - Arndt Kümpel

Unterschrift - Arndt Kümpel

 






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