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Russland plant Edelmetallkäufe durch Nationalen Reservefonds

Russland - Gold als staatliche Altersvorsorge?

NTG24 - Russland plant Edelmetallkäufe durch Nationalen Reservefonds

 

Wie die Nachrichtenagentur Reuters kürzlich mitteilte, hat das russische Finanzministerium Anfang November einen Gesetzentwurf vorgestellt, nach dem Teile des Nationalen Vermögensfonds (National Wealth Fund – NWF) ein Kauf von Edelmetallen erlaubt werden soll.

Finanzminister Anton Siluanov hatte zuvor gesagt, dass er diesen Plan favorisiert, da er Gold langfristig als nachhaltigere Anlage betrachtet als Finanzanlagen.

Der Gesetzentwurf schlägt eine Änderung des russischen Haushaltsgesetzes vor, der vorgibt, wie die Finanzanlagen des Reservefonds verwaltet werden sollen. Dieses soll nun um Edelmetalle ergänzt werden, wodurch der Reservefonds dann neben Gold auch weitere Edelmetalle kaufen könnte.

Bislang ist neben dem Erwerb von Währungen anderer Länder auch der Kauf von deren Schuldverschreibungen sowie von Anleihen internationaler Finanzorganisationen möglich.

Der ,,National Wealth Fund‘‘ Russlands hat die Aufgabe, das Rentensystem Russlands und verwaltet einen Teil der Öleinnahmen des Landes.

Am 01.11.2020 verwaltete der Nationale Vermögensfonds Russlands nach Angaben des russischen Finanzministeriums ein Vermögen von 167,6 Milliarden US-Dollar, was rund 12 % des russischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht.

 

Fazit

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeNachdem Russland über die letzten Jahre den Goldanteil an seinen Devisenreserven stetig erhöht hat, strebt es nun auch einen Erwerb von Edelmetallen für sein Rentensystem an. Damit senkt es auch für die Ausgleichsmechanismen seiner staatlichen Altersvorsorge die Abhängigkeit von Fremdwährungsanlagen, erinnert sich dabei aber eigentlich nur an eine permanente Lehre aus der Geschichte: Nämlich, dass bis heute jede Papierwährung auf null ging. Man darf es Präsident Putin zugutehalten, dass er diese russische Goldpolitik durchgesetzt hat. Denn erst in der nächsten Währungsreform wird man sehen, um wie viel Gold (wieder einmal) besser den Wert erhält als Fiatwährungen wie Euro, Dollar oder Yen. Die globale Corona-Krise könnte deshalb auch in dieser Hinsicht als Beschleuniger wirken, was den Erwerb von ,,harten Assets‘‘ für staatliche Vorsorgesysteme angeht.

 

23.11.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 

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