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Salesforce blickt optimistisch in die Zukunft, Tesla kämpft mal wieder mit Rückrufen, Kion segelt weiter in die Tiefe und auch Nel ASA findet keinen Halt

Die Investoren müssen einen weiteren schwierigen Tag verdauen

NTG24 - Salesforce blickt optimistisch in die Zukunft, Tesla kämpft mal wieder mit Rückrufen, Kion segelt weiter in die Tiefe und auch Nel ASA findet keinen Halt

 

Den Märkten ist es am Donnerstag kaum gelungen, sich von den heftigen Rückschlägen des Vortags zu erholen. Steigende Zinsen und die Aussicht auf eine Rezession lasten vor allem auf Tech-Aktien noch spürbar. Ausnahmen davon gibt es leider nur wenige und die meisten Titel bewegten sich gestern wieder einmal in die Tiefe.

Einzig Salesforce (US79466L3024) konnte mit Kursgewinnen von 1,7 Prozent auf sich aufmerksam machte, nachdem das Unternehmen langfristig schwer steigende Umsätze in Aussicht stellte. Zusammen mit den traumhaften Margen ergibt sich für die Anleger damit so etwas ähnliches wie ein Licht am Ende des Tunnels. Für die große Trendwende wird das aber wohl eher nicht ausreichen.

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Werbebanner EMH PM TradeEs bleibt dabei, dass die Salesforce-Aktie seit Jahresbeginn um fast ein Drittel an Wert verloren hat und in Zeiten rapide steigender Zinsen kaum eine Chance hat, diese Verluste vollumfänglich wieder auszugleichen. Zumindest braucht es dafür mehr als die vage Aussicht, dass in einigen Jahren wieder alles besser laufen wird. Denn die gibt es längst nicht nur bei Salesforce, sondern auch bei zahlreichen anderen Unternehmen aus dem Tech-Sektor.

 

Neuer Ärger für Tesla

 

Tesla (US88160R1014) wird derweil anscheinend mal wieder von der eigenen Software heimgesucht. Bei mehreren Autos des Herstellers soll es laut US-Behörden eine Fehlfunktion geben, durch welche Nutzer sich die Finger einklemmen könnten. Ob es bereits zu entsprechenden Vorfällen kam, ist nicht bekannt. Dennoch wird Nachbesserung gefordert und die Anleger reagierten mit deutlichen Verlusten auf den erneuten Rückruf.

Um etwas mehr als fünf Prozent wertete die Tesla-Aktie ab und fiel damit recht deutlich unter die Linie von 300 Euro. Behoben werden dürfte die Angelegenheit mit einem Software-Update und an und für sich sind derartige Vorgänge für Tesla nichts gänzlich Neues. Das macht die Sache für Anleger aber freilich eher schlimmer als besser.

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Kion enttäuscht die Schnäppchenjäger

 

Schon seit einigen Tagen geht es mit Kion (DE000KGX8881) rasant in die Tiefe. Dabei spekulierte manch einer noch darauf, dass die Aktie sich nach einer überraschend heftigen Gewinnwarnung einigermaßen erholen könnte. Daraus wird für den Moment aber offensichtlich erstmal nichts. Stattdessen haben die Verluste sich gestern mit Abschlägen von 5,4 Prozent recht deutlich ausgeweitet. Auf Monatssicht hat der Wert der Aktie sich nun bereits halbiert.

An einen Turnaround ist wohl erst zu denken, wenn die Stimmung an den Märkten wieder etwas auflebt und die Anleger den Mut fassen können, wieder in spekulative Titel zu investieren. Momentan zeichnet sich eben das aber nicht einmal ansatzweise ab. Dadurch ist absehbar, dass der Kion-Aktie einige weitere schwierige Tage bevorstehen dürften. Wo die Talfahrt ihr Ende finden könnte, bleibt weiterhin offen.

 

Keine Chance für die Bullen bei Nel ASA?

 

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Werbebanner WikifolioTrotz der mehr als gedrückten Stimmung an den Märkten konnte Nel ASA (NO0010081235) kürzlich noch für ein kleines Ausrufezeichen sorgen. Am Donnerstag nahmen die Käufer all ihren Mut zusammen, und ließen den Titel nach schweren Verlusten wieder über die wichtige Linie von 1,20 Euro steigen. Lange erfreuen konnte sich daran aber niemand, denn die Erholung wurde am Donnerstag vollständig wieder aus der Hand gegeben.

Bis auf 1,16 Euro fiel die Nel ASA-Aktie im gestrigen Handel zurück, womit der Abwärtstrend letzten Endes nur noch einmal bestätigt wurde. Wie gehabt droht nun der Rutsch in Richtung 52-Wochen-Tief bei 1,05 Euro. Gerade angesichts der jüngsten Ereignisse sind weitere Exkursionen im Süden leider sehr wahrscheinlich. Das große Comeback scheint derweil auch hier noch in weiter Ferne zu liegen. Da hilft es auch wenig, dass Wasserstoff an sich enorme Wachstumschancen bietet.

 

Deprimierte Anleger

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistEs bleibt dabei, dass die Stimmung unter den Börsianern mal wieder ein neues Tief erreicht zu haben scheint. Speziell der Tech-Sektor ist mal wieder massiv unter Druck geraten, nachdem die Fed ihren harten Kurs zur Inflationsbekämpfung sehr eindringlich bekräftigte. Das wird noch etwas nachwirken und mit einem Ende des Bärenmarktes ist weiterhin nicht zu rechnen. Gleichwohl werden sich zumindest einige Titel in den kommenden Tagen sehr wahrscheinlich erholen können. Schließlich ist es nicht das erste Mal, dass Zinserhöhungen auf die Stimmung drücken und bisher dauerte es nie besonders lange, bis die Anleger wieder einigermaßen in die Spur zurückfanden. Es bleibt einem als Anleger ohnehin kaum mehr übrig, als geduldig zu bleiben und das Beste zu hoffen.

 

23.09.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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