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Schweizer Außenhandel mit Gold und Silber im April 2021

Die USA wollen von der Schweiz vor allem Silber, Indien und China dagegen Gold

 

Der Schweizer Außenhandel mit Gold und Silber im April 2021 zeigt als größte Herkunftsländer der Schweizer Goldimporte die USA und Großbritannien, wobei Letzteres selber kein Gold fördert. Größte Abnehmer von Gold aus der Schweiz waren Indien, China und Hongkong. Dagegen bezogen die USA aus der Schweiz das meiste Silber, das größte Exporteur von Silber in die Schweiz war hingegen Hongkong.

Aufgrund der besonderen Bedeutung der Schweiz als zentraler Ort, an dem weltweit Gold und Silber in Raffinerien verarbeitet werden, gibt die Außenhandelsstatistik der Schweiz bezüglich Gold und Silber zumindest einige konkrete Hinweise, in welche Richtung auf Monatsbasis das ehrliche Geld in Zeiten exponentieller Fiatgeld-Schöpfung fließt.

Nun hat die Eidgenössische Zollverwaltung der Schweiz (EZV) die entsprechenden Exporte und Importe für den Monat April veröffentlicht.

Dabei zeigt sich, dass im Berichtsmonat 368,7 Tonnen Gold, Silber und Münzen im Gegenwert von rund 7,4 Mrd. Schweizer Franken importiert wurden. Gleichzeitig lagen die entsprechenden Exporte derselben Kategorie bei 386,1 Tonnen im Gegenwert von 7,2 Mrd. Schweizer Franken.

Den größten Anteil an dieser Gesamtsumme machte wie auch zuvor schon der Außenhandel mit Gold aus. So lag die Goldeinfuhr in die Schweiz im April 2021 bei 178,6 Tonnen im Wert von 7,2 Mrd. CHF, die zugehörigen Ausfuhren lagen hingegen bei 131,4 Tonnen im Wert von 6,9 Mrd. CHF.

Ein Blick auf die regionale Verteilung der Goldexporteure in die Schweiz zeigt, dass im April die USA netto 26,7 Tonnen Gold in die Schweiz exportierten. Aus Großbritannien importierte die Schweiz zudem 26,1 Tonnen und aus Argentinien 11,6 Tonnen.

Größte Zielländer Schweizer Goldexporte waren im April wieder asiatische Nationen. So führte die Schweiz das meiste Gold nach Indien aus, wohin 56,4 Tonnen geliefert wurden, gefolgt von China mit 40,2 Tonnen und Hongkong mit 7,7 Tonnen.

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Im April nun importierte die Schweiz 179,1 Tonnen Silber im Gegenwert von 152,2 Mio. CHF. Die Silberexporte betrugen hingegen 244,4 Tonnen im Gegenwert von 190,2 Mio. CHF. Größter Silberexporteur in die Schweiz war Hongkong mit 75,3 Tonnen. Das meiste Silber aus der Schweiz heraus (89,3 Tonnen) wurde hingegen in die USA exportiert.

 

Und was ist das Fazit?

 

Interessant ist, dass die USA im April viel Gold in die Schweiz lieferten, aber von dort viel Silber bezogen. Die Goldimporte in Höhe von 26,1 Tonnen aus Großbritannien, welches selbst gar kein Gold fördert, könnten ihren Weg aus den Tresoren der LME nach Asien über die Schweiz gehen, wo diese zuvor in die Passform und Größe für den asiatischen Markt umgeschmolzen werden. Die Entwicklung der Bezugsländer bei physischem Silber könnte in den nächsten Monaten zusätzliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn die physische Investmentnachfrage auf dem derzeitigen Niveau anhalten sollte.

 

27.05.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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