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Silber vor neuer Korrektur?

Silber – der Blickwinkel entscheidet

 

Silber hat in den vergangenen Tagen zur relativen Schwäche geneigt. Fast, so scheint es, gab es eine ,,Sektor-Rotation‘‘ bei den Edelmetallen, denn Platin war zum gleichen Zeitpunkt außerordentlich stark gegenüber den anderen 3 Edelmetallen.

Im Zuge dieser relativen Schwäche ist der Silberpreis nun dabei, einen neuen Test seiner zentralen Unterstützung bei 21,13 Dollar zu unternehmen.

Denn gestern hat Silber seinen seit März 2020 laufenden Aufwärtstrend nach unten verlassen (blaue ansteigende Linie) und steht nun kurz vor dem flacheren Aufwärtstrend (rote aufsteigende Linie). Beide bilden die unteren Begrenzungen zweier Konsolidierungskeile, mit denen Silber seinen massiven Ausbruch seit Juli 2020 konsolidiert.

 

 

Chart 1 zeigt aber, dass mit der gestrigen Bewegung nach unten eine erste dynamische Unterstützung unterschritten wurde und nun zumindest ein Test des Bereichs um 22,70 Dollar zu erwarten sein dürfte.

Die ohnehin nur geringe Symmetrie der bisherigen Bodenbildung drängt für eine überzeugende Bodenbildung nun geradezu darauf, ein neues Muster zu bilden. Dies könnte etwa in einer schnellen Abwärtsbewegung geschehen, bei der die zentrale Unterstützung bei 21,13 Dollar nochmals getestet wird. Ein Herausschütteln schwacher Investoren könnte die Korrekturkurse sogar bis in den Bereich unter 20 Dollar führen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeEntscheidend aber ist die Signalgebung auf höherer Skale, also auf Wochen- und Monatsbasis. Chart 2 zeigt den Silberchart auf Monatsbasis.

In diesen wird sichtbar, dass die Unterstützung bei 21,13 Dollar bereits aus dem Jahr 2008 stammt und 2016, nachdem sich die Edelmetalle aus der charttechnischen Matschzone herausgearbeitet hatten, erneut bestätigt wurde. Denn 2016 ging die erste massive Erleichterungswelle bis in diesen Bereich, der damals noch ein Widerstand war.

Dieser Widerstand hat sich nun mit dem signifikanten Ausbruch im Juli 2020 in eine Unterstützung verwandelt.

Insbesondere deshalb ist das Ausbruchssignal sehr hoch zu gewichten. Dabei ist sogar hinzunehmen, dass Silber auf Tagesbasis darunter schließen kann.

 

 

Die auf Monatsbasis sinkenden Umsätze deuten aber ab, dass es sich nach dem Ausbruch im Juli 2020 um eine Konsolidierung handelt und nicht um ein Fehlausbruch nach oben.

Diese Einschätzung würde sich nur ändern, wenn der Silberpreis mit hohen Umsätzen einbrechen und auf Monatsschlusskurs-Basis deutlich unter der Marke von 21,13 Dollar schließen würde.

Dabei ist zu beachten, dass Silber vor dem Ausbruch im Juli bereits eine Bärenfalle gebaut hatte, als es im Corona-Ausverkauf im März / April 2020 unter sein Tief des Jahres 2015 gefallen war, dann aber auf der Hacke drehte und sich innerhalb von wenigen Wochen mehr als verdoppelte.

 

Fazit

 

Silber ist kurzfristig in eine verlängerte Korrektur eingetreten, die durch das Verlassen aus dem breiteren Konsolidierungsdreieck angezeigt wird. Ein Test der darunter liegenden statischen und dynamischen Unterstützungen ist nun wahrscheinlich. Entscheidend wird aber sein, dass Silber sein massives Ausbruchssignal vom Juli 2020 nicht negiert. Danach sieht es aber derzeit nicht aus, worauf insbesondere die Umsätze auf Monatsbasis hinweisen. Die wahrscheinlichste Interpretation der derzeitigen Bewegung nach unten ist also die des ,,Schwungholens‘‘ bzw. des ,,Wash-outs‘‘ vor einer neuen Aufwärtsbewegung, die den Silberpreis bis in den Bereich von 35 Dollar heben dürfte.

 

24.11.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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