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Edelmetall Marktbericht vom 24.01.2026: Gold und Silber - Goldpreis nahe 5.000 US-Dollar, Silber überschreitet historische Marke

Globale Handelsrisiken erhöhen die Bedeutung von Goldpreis und Silberpreis spürbar

NTG24 - Edelmetall Marktbericht vom 24.01.2026: Gold und Silber - Goldpreis nahe 5.000 US-Dollar, Silber überschreitet historische Marke

 

Der Goldpreis hat die Handelswoche bei 4.988 US-Dollar beendet und damit ein kräftiges Wochenplus von 8,5 Prozent erzielt; auf Monatssicht ergibt sich ein Zuwachs von 15,7 Prozent. Der Silberpreis lag zum Wochenschluss bei rund 103 US-Dollar, getragen von einem Wochenplus von 14,6 Prozent und einem außergewöhnlichen Monatsanstieg von 46,6 Prozent. Diese Dynamik zeigt deutlich, wie stark internationale Konflikte, Handelsrisiken und Währungsbewegungen die Anleger in Edelmetalle drängen. Gold und Silber reagieren derzeit äußerst sensibel auf politische Signale und wirtschaftliche Unsicherheiten, die das Marktumfeld prägen und die Nachfrage weiter verstärken.

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Silber (TVC:SILVER) hat erstmals stabil die Marke von 100 US-Dollar überschritten und damit einen Meilenstein gesetzt, der über die reine charttechnische Bedeutung hinausreicht. Ausschlaggebend waren auch die zunehmenden Handelskonflikte zwischen den USA und Europa, die zu einer deutlichen Verschärfung der Risikobewertung vieler Investoren führten. Gleichzeitig trägt die starke industrielle Nachfrage aus China dazu bei, dass physische Bestände merklich zurückgehen. Die ohnehin dünne Marktliquidität verstärkt die Ausschläge zusätzlich, sodass schon moderate Kaufimpulse starke Preisbewegungen auslösen. Händler diskutieren nun über den weiteren Verlauf, doch die wesentlichen Antriebskräfte bleiben unverändert robust.

 

 

 

Angebotsdefizit und Nachfrageüberhang prägen den Silbermarkt

 

Die Marktstruktur bleibt anspruchsvoll, denn das anhaltende Angebotsdefizit trifft auf einen ungewöhnlich starken Bedarf. Besonders die Elektronik- und Solarsektoren tragen zu einem stabilen Nachfrageüberhang bei, der die Notierungen stützt. Auch die enge Kopplung zum Goldpreis wirkt sich aus, da politische Konflikte die Bewegungen beider Edelmetalle beschleunigen. ETF-Zuflüsse und physische Knappheit verstärken diesen Trend. Zwar erhöht die hohe Volatilität das kurzfristige Risiko, doch die grundlegenden Kräfte hinter der Rally sind strukturell verankert. Marktberichte zeigen deutlich, dass eine Entspannung des Angebots nicht absehbar ist und daher weiterer Aufwärtsdruck möglich bleibt.

 

Goldpreis nahe Rekordmarke – konkrete politische Konflikte treiben die Suche nach Sicherheit

 

Gold (TVC:GOLD) bewegt sich erneut in unmittelbarer Nähe der Region um 5.000 US-Dollar. Dabei spielt eine Reihe sehr konkreter politischer Konflikte eine zentrale Rolle. In den vergangenen Tagen hat US-Präsident Donald Trump mehrfach mit neuen Strafzöllen gegen europäische Staaten gedroht, nachdem Streitigkeiten rund um wirtschaftliche Interessen in Grönland eskalierten. Diese transatlantische Verhärtung sorgte für deutliche Kursverluste an den Aktienmärkten und führte zu Umschichtungen in sichere Anlagen. Gleichzeitig erhöht die verstärkte militärische Präsenz der USA im Umfeld des Iran das Risiko eines lokalen Konflikts, der weiterreichende wirtschaftliche Folgen haben könnte. Eine schwächere US-Währung verstärkt die Nachfrage zusätzlich, während große Banken ihre Jahresprognosen für den Goldpreis angehoben haben.

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Politische Brüche, geldpolitische Signale und Marktstruktur bestimmen die Lage

 

Die Entwicklung des Goldpreises bleibt eng an konkrete politische Ereignisse gekoppelt. Die Spannungen zwischen Washington und mehreren EU-Regierungen, die offen mit Gegenmaßnahmen auf US-Handelsdrohungen reagieren, haben die Risikobereitschaft vieler Investoren weiter reduziert. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit im Nahen Osten, wo eine Reihe militärischer Bewegungen und diplomatischer Reibungen für erhöhte Unruhe sorgt. Ergänzend rücken geldpolitische Aspekte stärker in den Vordergrund: Die Diskussion über mögliche Zinssenkungen in den USA beeinflusst die Kapitalkosten und damit die relative Attraktivität von Gold. Trotz kurzzeitiger Rücksetzer zeigt der Markt ein robustes Fundament, da die politischen Spannungen bislang keine nachhaltige Entspannung erkennen lassen.

 

Technische Ausgangslage bei Gold und Silber

 

Die technische Analyse bestätigt die Stärke beider Edelmetalle. Gold notiert klar über dem 50- und 200-Tage-Durchschnitt. Der höher liegende 50-Tage-Wert stärkt das positive Grundmuster, während der hohe ADX-Wert eine stabile Trendphase signalisiert. Silber zeigt ein noch ausgeprägteres Momentum: Der Kurs liegt ebenfalls über beiden Durchschnittslinien, der ADX signalisiert eine außerordentliche Trendintensität. Rücksetzer gelten in beiden Fällen als potenzielle Einstiegschancen, da die übergeordnete Struktur auf anhaltende Nachfrage schließen lässt.

 

Ausblick auf die kommenden Marktwochen und mögliche neue Impulse

 

In den kommenden Wochen dürften vor allem neue handelspolitische Maßnahmen, Währungsentwicklungen und geldpolitische Signale über die Richtung der Edelmetallmärkte entscheiden. Gold und Silber bleiben anfällig für jede weitere Eskalation zwischen den USA und Europa, ebenso für neue Bewegungen im Nahen Osten. Gleichzeitig könnten mögliche Schritte der Federal Reserve zu erheblichen Impulsen führen. Kurzfristige Korrekturen bleiben denkbar, doch die zugrunde liegenden Faktoren sprechen weiterhin für ein Marktumfeld, das Edelmetalle stärkt. Anleger werden genau verfolgen, welche politischen Entscheidungen als nächstes Druck oder Unterstützung liefern.

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24.01.2026 - Andreas Opitz

Unterschrift - Andreas Opitz

 

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