Sony verabschiedet sich von seiner Home-Entertainment-Sparte und Fernseher mit dem eigenen Logo kommen zukünftig von TCL
Übrig bleiben von Sony vor allem Marke und Knowhow
Der japanische Techkonzern Sony hat viel von seinem ehemaligen Glanz eingebüßt. Noch bis in die 1990er Jahre hinein hatte das Unternehmen einen Status, der sich ein wenig mit dem heutigen Ruf von Apple vergleichen lässt. Seither ging es auf Schrumpfkurs, dem immer mehr Segmente zum Opfer fielen. Nun erwischt es auch die TV-Sparte.
Obschon die Fernseher von Sony (JP3435000009) für gewöhnlich viel Lob erhalten, gliedert der Konzern die Sparte in ein Joint Venture mit dem chinesischen Unternehmen TCL aus. Daran wird Sony 49 Prozent halten, während der neue Partner die Mehrheit übernimmt. Das macht sich auch bei den Geräten bemerkbar, die in Zukunft auf Panels von TCM setzen.
Von Sony sollen hingegen Knowhow in der Bild- und Audiotechnologie beigesteuert werden. Außerdem bleiben auch die starken Marken Sony und Bravia erhalten. Das ist in der Branche nicht ungewöhnlich. In den Elektronikmärkten finden sich heute zahllose Geräten mit Markennamen wie „Telefunken“ oder „Grundig“, hinter denen schon seit etlichen Jahren ganz andere Hersteller stecken.
Sony zufolge will man sich mit dem Schritt besser auf einen Markt einstellen, der sich immer mehr in Richtung Videostreaming und Smart Features entwickle. Ob auch niedrige Absatzzahlen und Kostensenkungen eine Rolle gespielt haben mögen, das wird in der Unternehmensmitteilung nicht weiter erwähnt. Vorstellbar wäre es aber, da der TV-Markt seit einigen Jahren von Samsung, Hisense, LG und eben TCL dominiert wird.
Sony konzentriert sich aufs Wesentliche
Die Anleger scheinen über den Deal wenig erfreut zu sein und die Sony-Aktie gibt dieser Tage deutlich nach. Das ist aber auch ein wenig der allgemein schlechten Stimmung zu schulden. Grundsätzlich konzentriert sich der japanische Konzern noch weiter auf seine erfolgreichen und lukrativen Sparten, darunter das Geschäft mit der Spielekonsole PlayStation und Kamerasensoren. Zu alter Größe wird Sony in absehbarer Zeit eher nicht heranwachsen. Das ist aber auch nicht zwingend nötig, um den Anlegern Wachstum bieten zu können. Torpediert werden jegliche Versuche eines Aufwärtstrends aktuell aber durch die Speicherkrise.
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21.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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