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Laut Sony möchte niemand mehr Spiele auf Disc kaufen, doch die entsprechenden Laufwerke sind seltsamerweise schwer gefragt

Allem Anschein nach bemüht Sony die Brechstange

NTG24 - Laut Sony möchte niemand mehr Spiele auf Disc kaufen, doch die entsprechenden Laufwerke sind seltsamerweise schwer gefragt

 

Vor wenigen Tagen verkündete Sony, sich in Zukunft von Spielen auf physischen Blu-Ray-Discs verabschieden zu wollen. Nach Januar 2028 sollen keine Titel mehr auf diesem Format produziert werden. Im Handel gibt es neue Spiele dann bestenfalls noch als Download-Code; GTA 6 gibt in dieser Hinsicht die Richtung vor.

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Sony (JP3435000009) argumentiert damit, bei der Anpassung auf die Bedürfnisse der Kunden zu reagieren. Jene würden schlicht lieber digital kaufen, heißt es im PlayStation Blog. Nun machen aber Meldungen die Runde, laut denen eine sehr hohe Nachfrage nach Laufwerken für die PlayStation 5 besteht.

Laut einem Artikel von „ComputerBase“ ist die Nachfrage sogar derart hoch, dass der Verkauf des Laufwerks auf maximal ein Exemplar pro Haushalt begrenzt wird. Das will nicht recht zum Narrativ passen, dass niemand mehr Spiele auf Disc haben möchte. Auch die Statistiken geben das nicht her. Zwar stimmt es, dass deutlich mehr Umsatz im PlayStation Store generiert wird. Dabei rechnet Sony allerdings auch Titel mit ein, die überhaupt keinen physischen Release bekommen.

Unter dem Strich wird recht deutlich, dass Sony das Ende der Disc schlicht deshalb einläutet, weil das Unternehmen es so möchte. Die Argumentation mit Kundenbedürfnissen scheitert schon schlicht daran, dass niemand zum Kauf von Discs gezwungen wäre und schon jetzt alle Spiele auch digital verfügbar sind. Der Aktie schadet das wenig. Die Aussicht auf ein Ende des Gebrauchtmarktes ließ die Sony-Aktie zuletzt wieder etwas aufatmen.

 

Tut sich Sony damit einen Gefallen?

 

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In der Theorie hat die Anpassung für Sony nur Vorteile. Der Hersteller hat den Spielevertrieb künftig fest in Händen und kann bei Rabatten ein sehr viel größeres Wörtchen mitreden. Fraglich ist allerdings, wie die Kundschaft reagieren mag. Es ist nicht auszuschließen, dass der Konsolenhersteller es sich mit dem einen oder anderen PlayStation-Fan verscherzen mag. Einer davon schreibt gerade diese Zeilen und hat nicht länger vor, eine PlayStation 6 käuflich zu erwerben. Zugegebenermaßen ist dieser Artikel dadurch natürlich auch etwas eingefärbt.

 

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06.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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