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Sony konnte im wichtigen Weihnachtsquartal wieder wachsen und damit die Sorgen der Anleger zumindest etwas dämpfen

Steigende Speicherpreise bleiben ein Problem für Sony

NTG24 - Sony konnte im wichtigen Weihnachtsquartal wieder wachsen und damit die Sorgen der Anleger zumindest etwas dämpfen

 

Die Speicherkrise zieht weite Kreise und geht auch an der Spielebranche nicht vorbei. Dort besteht weiterhin die große Sorge, dass rasant steigende Kosten die Margen auffressen, die Preise für PlayStation und Co. anziehen könnten und damit die Absatzzahlen einen Rückschlag erleiden. Zumindest für das zurückliegende Quartal konnte Sony aber erst einmal Entwarnung geben.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDas ist nicht unwichtig, da Sony (JP3435000009) mittlerweile mit PlayStation das größte Wachstum erzielt und dafür das Weihnachtsquartal mit Abstand am wichtigsten ist. Vermelden konnte der japanische Elektronikkonzern acht Millionen verkaufte Konsolen im Quartal. Das ist zwar ein Rückgang von 1,5 Millionen Einheiten aus dem Vorjahr, was im sechsten Lebensjahr der Generation aber auch zu erwarten ist. Insgesamt stieg die Hardware-Basis auf 92,2 Millionen Konsolen.

Gestiegen ist die Anzahl der verkauften Spiele auf nun 97,2 Millionen Einheiten im dritten Geschäftsquartal. Das sind 1,3 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum und da bereits 76 Prozent der Umsätze über digitale Kanäle, also den eigenen Store, erzielt werde konnten, entwickelt die Marge sich positiv. Erfreut zur Kenntnis nahmen die Anteilseigner zudem, dass die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer von 129 auf 132 Millionen zulegte.

 

 

 

Sony: Gut vorbereitet?

 

Konzernweit meldete Sony einen um ein Prozent auf 3,71 Billionen Yen gestiegenen Umsatz und einen um 22 Prozent auf 515 Milliarden Yen gestiegenen operativen Gewinn. Damit konnte der PlayStation-Konzern die Erwartungen der Analysten recht klar schlagen. Insbesondere die Zugewinne auf der Gewinnseite sind eine Erleichterung, sprechen sie doch für bisher noch stabile Margen. Gerüchten zufolge konnte Sony sich wohl vor der Speicherkrise mit üppigen Lieferverträgen absichern, sodass die Preisexplosion sich erst mit einiger Verzögerung bemerkbar machen könnte.

Vom Tisch ist das Thema damit allerdings nicht und die Anleger taten sich trotz positiver Ergebnisse zunächst schwer mit der Sony-Aktie. Am Donnerstag gab der Kurs um etwas mehr als drei Prozent auf 21,24 US-Dollar nach, ehe es nachbörslich um gut fünf Prozent in die Höhe ging. Ablesen lässt sich hier eine gewisse Erleichterung, aber noch lange keine Euphorie. Da half auch der gestiegene Jahresausblick nicht weiter. Dank starker Ergebnisse in den Bereichen Musik und Halbleiter rechnet Sony mit 1,54 statt zuvor 1,43 Billionen Yen Umsatz im laufenden Geschäftsjahr.

Das nächste Geschäftsjahr, welches im April startet, könnte für Sony besonders interessant werden. Schließlich steht im November der Release des Mega-Blockbusters GTA 6 an (so es nicht wieder verschoben wird) und Experten erhoffen sich dadurch eine nachhaltige Erholung der Branche. Die mit Abstand meisten Exemplare dürften für die PlayStation 5 verkauft werden. Schließlich ist die Hardware-Basis der konkurrierenden Xbox sehr viel geringer und eine Veröffentlichung auf der Switch 2 von Nintendo gilt als unwahrscheinlich.

 

Spielkram

 

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Werbebanner EMH PM TradeUnter dem Strich gibt es an den Zahlen von Sony wenig zu meckern. Der Konzern bleibt mit seinen wichtigsten Sparten auf Wachstumskurs und selbst weniger erfolgreiche Abteilungen konnten zumindest eine stabile Entwicklung vorweisen. Die Sorgen um steigende Hardware-Kosten sind zwar nicht vollkommen unberechtigt. Es entsteht aber der Eindruck, dass dadurch sämtliche positive Entwicklungen überlagert werden und die Sony-Aktie eventuell ein wenig unter Wert verkauft wird.

Mit Verlusten von 17,4 Prozent seit Jahresbeginn sind bei Sony bereits einige Herausforderungen eingepreist. Das Wachstum in wichtigen Segmenten scheint derweil momentan keine Rolle zu spielen. Es wäre durchaus denkbar, dass die Lage sich noch beruhigen kann und in der Folge eine kleine Erholung sowie die Rückkehr in den übergeordneten Aufwärtstrend ansteht. Das lässt sich leider nicht versprechen, doch die Basis dafür wäre absolut vorhanden.

 

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06.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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