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TUI ernüchtert mit Beständigkeit, TeamViewer enttäuscht, Analysten erkennen Chancen für SAP und auch BASF scheint reif für ein Comeback zu sein

Geschäftszahlen und Analysteneinschätzungen beschäftigen die Börsen

NTG24 - TUI ernüchtert mit Beständigkeit, TeamViewer enttäuscht, Analysten erkennen Chancen für SAP und auch BASF scheint reif für ein Comeback zu sein

 

In der Berichtssaison finden an den Märkten oft Neubewertungen statt, insbesondere auch auf Seiten der Analysten. Während mancherorts neue Hoffnungen aufkeimen, werden andere Träumereien kassiert und die Aktienkurse reagieren dementsprechend. Aktuell bekommen wir diesbezüglich wieder eine bunte Mischung geliefert.

Beim Reiseveranstalter TUI (DE000TUAG505) standen die Zeichen zuletzt immer mehr auf Wachstum. Aus Sicht von Konzernchef Sebastian Ebel hat sich daran auch nichts verändert. Die gestern vorgelegten Zahlen zeigten einige Highlights. Dazu zählten ansehnliche Buchungen zum Start der Wintersaison und die stärksten Entwicklungen bei Hotels und Kreuzfahrten aller Zeiten in einem ersten Geschäftsquartal.

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Das operative Ergebnis konnte TUI um über 50 Prozent auf 77,1 Millionen Euro steigern, landete damit aber letztlich unterhalb der Konsensschätzung. Es musste auch einmal mehr ein Nettoverlust verzeichnet werden. Der fiel mit 44 Millionen Euro zwar deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Dennoch machte sich unter den Aktionären erst einmal Ernüchterung breit. Statt endlich einen Angriff auf die 10-Euro-Marke nach oben zu wagen, ging es für die TUI-Aktie am Dienstag letztlich um 4,9 Prozent auf 8,89 Euro abwärts.

 

TeamViewer tritt auf die Bremse

 

Hoffnungen auf ein baldiges Comeback von TeamViewer (DE000A2YN900) sind gestern eine ganze Ecke kleiner geworden, nachdem der Ausblick für das laufende Jahr recht zurückhaltend ausfiel. Die Quartalszahlen an sich entsprachen weitgehend dem, was das Unternehmen bereits zuvor mit vorläufigen Zahlen in Aussicht gestellt hatte. Für 2026 werden Umsätze vorhergesagt, die nur im besten Fall Wachstum erkennen lassen. Es könnte aber auch zur Stagnation kommen.

Das reicht den Börsianern absolut nicht aus und so musste die TeamViewer-Aktie gestern herbe Abschläge verdauen. Zu Handelsschluss standen 5,53 Euro auf der Anzeigetafel; der Tagesverlust belief sich auf schmerzhafte 6,3 Prozent. Zeitweise wurde sogar ein neues 52-Wochen-Tief markiert. Die Zweifel sind ohnehin zuletzt eher größer geworden. Denn der eine oder andere fragt sich, ob die Software von TeamViewer im KI-Zeitalter überhaupt noch eine Daseinsberechtigung haben wird.

 

Einstiegschance bei SAP?

 

Ähnliche Zweifel plagten in den letzten Tagen auch viele andere Software-Häuser, darunter der größte deutsche Softwarekonzern in Form von SAP (DE0007164600). Dort trauten die Analysten der Privatbank Berenberg sich, eine Lanze zu brechen. In einer neuen Studie hieß es, die Auswirkungen von KI würden von den Märkten vielleicht dezent überbewertet. Ausgegangen wird davon, dass die Auswirkungen auf das Geschäftsmodell durch Künstliche Intelligenz sehr viel nuancierte ausfallen werden, als es der jüngste Abverkauf eventuell vermuten lassen würde.

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Unterstrichen wird diese Ansicht mit einer klaren Kaufempfehlung für die SAP-Aktie und einem Kursziel, das auf respektable 250 Euro lautet. Verglichen mit den letzten Schlusskursen wird damit ein Aufwärtspotenzial von mehr als 40 Prozent suggeriert. Ein wenig half das dabei, die Käufer aus ihrer Deckung zu locken. Die SAP-Aktie konnte am Dienstag um immerhin 1,9 Prozent bis auf 178,28 Euro zulegen.

 

BASF wagt den Ausbruch

 

Ausgerechnet in der weiterhin kriselnden Chemiebranche fiel die Stimmung noch besser aus. Die Aktie von BASF (DE000BASF111) ließ sich zum ersten Mal seit März 2025 auf einen Sprung über die 50-Euro-Marke ein. Dafür reichte ein Kursplus von 4,6 Prozent, was den Aktienkurs auf 50,92 Euro anzuheben vermochte. Auch in diesem Fall nahmen Analysten Einfluss auf das Geschehen. Mehr und mehr schienen Hoffnungen auf ein Comeback aufzukeimen.

Erste Anzeichen einer möglichen Wirtschaftsbelebung sowie eines besseren Branchenumfelds konnte die Analystin Georgina Fraser von Goldman Sachs ausmachen. Fraser sprach BASF zwar bereits zuvor eine Kaufempfehlung aus. Mit einem von 48 auf nun 62 Euro angehobenen Kursziel wird die Expertin nochmal ein ganzes Stück optimistischer. Da auch ihre vorherige Prognose sich bereits als goldrichtig erwies, scheinen die Bullen Blut geleckt zu haben. Bleibt für den Moment eigentlich nur zu hoffen, dass die BASF-Aktie ihr höheres Niveau nun auch verteidigen können wird.

 

Zeit, dass sich was dreht?

 

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Werbebanner EMH PM Trade Die gestrigen Entwicklungen an den Märkten waren noch eher vorsichtiger Natur und sensationelle Kurssprünge gab es eher nicht zu sehen. Interessant ist aber, dass viele krisengebeutelte Branchen wieder mit etwas besseren Aussichten glänzen können, während anderswo vielleicht etwas übertriebene Ängste auf den Prüfstand kommen. Daraus entsteht ein zwar noch immer einigermaßen eingetrübtes, letztlich aber freundlicheres Sentiment. In mancher Schwäche scheinen Analysten und Anleger wieder vermehrt Turnaround-Chancen zu erkennen.

 

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11.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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