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Tourismus auf Sparflamme?

Thailändischer Tourismusminister sieht Chance auf Regeneration

 

Ende März kündigte der thailändische Premierminister General Prayut Chan-o-cha strenge Reiserestriktionen zur Eindämmung des COVID-19-Virus an. Die Einreise ausländischer Reisende wurde mit wenigen Ausnahmen untersagt, der Notstand ausgerufen. Am 26. Mai verkündete die Regierung die Verlängerung des Notstanddekrets bis Ende Juni. Seitdem ist die Zahl der Neu-Infektionen weiter gesunken und auch der inländische Flugverkehr wurde weitgehend wiederaufgenommen. Wie die Beschränkungen ab dem 1. Juli aussehen werden, ist bisher noch nicht bekannt, doch bis dahin bleiben die Grenzen für ausländische Touristen weiterhin geschlossen.

 

Beseitigung des Massentourismus?

 

Auch wenn aktuell noch unklar ist, wann internationale Flugreisen nach Thailand wieder möglich sind, bereitet sich die inländische Tourismusbranche auf die Zeit nach Aufhebung der Reisebeschränkungen vor. Neusten Angaben zufolge soll Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn in der Pandemie die Möglichkeit erblicken, den Massentourismus ein Stück weit einzudämmen. Überfüllte Strände und Tempel, eine verschmutzte Umwelt könnten der Vergangenheit angehören, wenn sich nach den Grenzöffnungen und Vereinbarung der Reisenblasen auf die Anlockung von wohlhabenderen Personen, den sogenannten „High-End-Besuchern“ konzentriert würde, so der Tourismusminister. Die thailändische Regierung ziehe in Erwägung, ihre Marketingbemühungen dahingehend entsprechend auszurichten: Die schrittweise Wiederaufnahme des Tourismus durch die Zulassung einer ausgewählten Anzahl an Reisenden, die Abgeschiedenheit, Privatsphäre sowie Urlaub mit minimalen Risiken wünschen und sich die Unterbringung in Luxusresorts bzw. höherpreisigen Unterkünften leisten können. Inwieweit diese Strategie tatsächlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

 

25.06.2020 - Marlen Böttcher - mb@ntg24.de

 






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