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Elon Musk macht die zweite Kehrtwende und will Twitter nun anscheinend doch kaufen

Ist das das letzte Wort?

NTG24 - Elon Musk macht die zweite Kehrtwende und will Twitter nun anscheinend doch kaufen

 

Nur rund zwei Wochen vor Beginn von Anhörungen vor US-Gerichten macht Elon Musk offenbar einen Rückzieher. Medienberichten zufolge will der Milliardär nun doch Twitter übernehmen, und das zum ursprünglich kommunizierten Kaufpreis in Höhe von 54,20 USD je Aktie, wodurch sich eine Kaufsumme von etwa 44 Milliarden USD ergibt. Verglichen mit dem letzten Schlusskurs von rund 42 USD ergibt sich damit ein ordentlicher Aufschlag.

Sehr viel mehr Details zu dem Ganzen wurden bisher nicht genannt. Der sonst sehr aktiv twitternde Musk ließ kürzlich lediglich verlauten, dass der Kauf von Twitter (US90184L1026) die Entwicklung von „X“, einer hypothetischen App für so ziemlich alles beschleunigen würde. Über ein solches Projekt sprach Musk zuvor noch nicht, doch mit Twitter soll der Zeitplan, so ein solcher denn tatsächlich existiert, um drei bis fünf Jahre beschleunigt werden. Was davon zu halten ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIn jedem Fall bekommt Musk mit Twitter ein problematisches Unternehmen, welches sich derzeit mitten in einer veritablen Krise befindet. Schon seit Jahren lassen die Umsätze zu wünschen übrig und Gewinne sind ein eher seltener Anblick. Dies droht sich mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage rund um den Globus noch weiter zu verschärfen, denn gerade das Online-Werbegeschäft hatte zuletzt schwere Rückschläge erleiden müssen.

Derweil wird in den Medien schon über eine politische Dimension der spektakulären Übernahme gemutmaßt. Durch die Übernahme von Elon Musk könnte nun auch Ex-US-Präsident Donald Trump wieder zu Twitter zurückkehren. Schließlich sprach sich Musk stets für seine Interpretation der Meinungsfreiheit und damit eine Freischaltung des gesperrten Accounts aus. Allerdings ist Trump derzeit bei seiner eigenen Plattform Truth Social aktiv und ließ keinerlei Anzeichen dafür erkennen, an einer Rückkehr zu Twitter interessiert zu sein. Das mag aber auch daran gelegen haben, dass er damit bisher keinerlei Erfolgsaussichten hatte. Opportunismus ist für Trump schließlich kein fremdes Konzept.

 

Die Twitter-Aktie springt in die Höhe

 

Schweren Auftrieb durch die neuerliche Kehrtwende erhielt die Twitter-Aktie. Jene wurde zunächst vom Handel ausgesetzt, führte aber einen Raketenstart durch, sowie der Handel wieder möglich wurde. Unter dem Strich waren im gestrigen Handel Kursgewinne von 22,2 Prozent zu verzeichnen, was den Kurs auf exakt 52 USD hob. Damit nähert sich die Aktie dem angestrebten Kaufpreis von Elon Musk und hat sogar noch etwas Luft nach oben.

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Offen bleibt wohl auch, ob es sich jetzt tatsächlich um das letzte Wort von Musk handelt oder ob es nicht doch vielleicht noch eine weitere Überraschung zu sehen geben wird. Grundsätzlich dürfte die Kritik vom Tesla-Chef nach wie vor Bestand haben. Der störte sich im Frühjahr in erster Linie an seiner Ansicht nach viel zu vielen Bot-Accounts und erst kürzlich machte er eine angebliche Bot-Attacke dafür verantwortlich, dass ein von ihm ausgedachter Friedensplan für die Ukraine wenig Anklang bei den Nutzern fand. Das lässt eher nicht erkennen, dass Musk hier eine nennenswerte Besserung erkannt hat.

 

Eine Kapitulation?

 

Was genau hinter den jüngsten Wendungen bei der Twitter-Übernahme steht, lässt sich nicht abschließend klären. Gemunkelt wird, dass Musks Anwälte ihn vor einer bitteren Niederlage gewarnt haben. Einige Portale sprechen da schon von einer Kapitulation des umtriebigen Geschäftsmannes. Das klingt nicht allzu weit hergeholt, ist für den Moment aber lediglich ein Gerücht.

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Werbebanner EMH PM TradeBleibt also abzuwarten, ob die Sache dieses Mal anstandslos über die Bühne gehen wird und was Elon Musk im Anschluss aus Twitter machen wird. Auch hier gibt es bereits so einige Spekulationen. Kritiker sagen schon den Untergang der Plattform voraus, andere feiern die angebliche Rückkehr der Redefreiheit. Ob die bei Twitter jemals in Gefahr war, darüber gibt es allerdings auch unterschiedliche Ansichten. Für die Anleger gibt es keinen Grund, sich auf das Angebot von Musk nicht einzulassen. Es dürfte das letzte Mal für eine lange Zeit gewesen sein, dass Twitter-Anteile auf einem solch hohen Niveau verkauft werden können.

 

05.10.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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