Salesforce, Snowflake – US-Softwaretitel 2026 unter Abgabedruck
Wachstumstitel haben es durch die Verbraucherpreise weiter schwer
Für US-Softwareaktien scheint 2026 mit großen Widerständen zu starten. Verbraucherpreise senken die Zinshoffnungen und sorgen erneut für Druck.
Die US-Verbraucherpreise des Monats Dezember sorgten bei vielen US-Softwarewarten erneut für Abgabedruck. Die Verbraucherpreise sind auf Monatssicht wie erwartet gestiegen. Doch die wichtige Kernrate, die besonders stark schwankende Preise wie Energiepreise und Lebensmittelpreise exkludiert, ist allerdings entgegen den Erwartungen auf Jahressicht sogar zurückgegangen. Der Unterschied kommt daher, dass einzelne Komponenten wie die Wohnkosten und Lebensmittelpreise zwar gestiegen sind, aber die Preise für Dienstleistungen und Industriegüter nicht teurer geworden sind.
Insgesamt liegt die Inflation dennoch über dem Ziel der US-Notenbank FED. Daher ist auch davon auszugehen, dass die FED bei ihrer Sitzung in diesem Monat die Zinsen nicht weiter senken wird. Denn die FED senkt die Zinsen nur, wenn die Inflation klar in Richtung 2 % fällt und sich die Wirtschaft oder auch der Arbeitsmarkt abschwächt. Sie senkt die Zinsen nicht, wenn die Inflation zu hoch ist, weil niedrigere Zinsen die Preise weiter antreiben könnten.
Diese Neuigkeiten belasten vor allem die zinssensiblen US-Wachstumswerte, da diese das Wachstum durch hohe Summen an Fremdkapital finanzieren und auf geringere Zinskosten gesetzt haben. Softwareaktien reagieren besonders negativ auf hohe Zinsen, weil sie meist stark wachstumsorientiert sind und ein großer Teil ihrer erwarteten Gewinne erst in der Zukunft anfällt, diese zukünftigen Cashflows bei steigenden Zinsen jedoch stärker abgezinst und damit heute weniger wert werden; zusätzlich verteuern hohe Zinsen die Finanzierung, bremsen Investitionen der Kunden in IT-Projekte und erhöhen die Attraktivität sicherer Anlagen, was Kapital aus risikoreichen Tech-Aktien abzieht.
Daher gehört zu den Verlierern des Tages auch die Aktien von Snowflake (US8334451098), die im Handel rund 5 % verloren und die Aktien von Salesforce (US79466L3024). Letztere traf es mit einem Tagesverlust von über 7 % deutlich und das obwohl man zu Beginn des Tages mit einer positiven Produktnachricht überzeugen konnte. So hat Salesforce die Weiterentwicklung des KI-Slackbots, der direkt für Business- und Enterprise-Kunden verfügbar ist, präsentiert. Der neue KI-Bot soll dabei Aufgaben zusammenfassen können und bei der Organisation der Arbeit unterstützen.
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26.01.2026 - Christian Teitscheid

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