Tagesbericht Palladium vom 19.09.2025: Kritische Chartzone erreicht - Was das aktuelle Kursverhalten beim Palladiumpreis signalisiert
Ein Bruch der Unterstützung könnte den Palladiumpreis weiter belasten
Nach einer Woche mit spürbaren Verlusten zeigt sich die Lage angespannt. Am heutigen Freitag liegt der Wochenverlust bei -3,0 %. Gleichzeitig rücken strukturelle Herausforderungen der afrikanischen Förderländer und neue Investitionsprojekte stärker ins Blickfeld. Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, dessen langfristige Auswirkungen auf das Angebot und die Preisentwicklung von Palladium nicht zu unterschätzen sind.
Südafrika, einer der wichtigsten Produzenten von Platingruppenmetallen, kämpft derzeit mit erheblichen strukturellen Problemen. Anhaltende Stromausfälle, steigende Kosten, eine unsichere Regulierungslandschaft sowie klimatische Extremereignisse erschweren die Lage. Hinzu kommen eine unzureichende Investitionstätigkeit in neue Explorationsprojekte und ein zunehmendes Problem durch illegale Minenbetriebe. Die Konsequenz: Die gesamte PGM-Förderung dürfte 2025 rückläufig sein. Auch betroffen ist Palladium (TVC:PALLADIUM), dessen globale Bedeutung in Industrie und Automobilbau weiterhin gegeben ist. Dennoch zeichnen sich langfristige Ansätze zur Stabilisierung ab.
Neuer Schwung durch Großprojekte in Südafrika und Simbabwe
In der mittelfristigen Perspektive ergeben sich Lichtblicke, insbesondere durch Großprojekte in Südafrika und Simbabwe. Das milliardenschwere Waterberg-Vorhaben könnte ab Ende des Jahrzehnts die Kapazitäten deutlich steigern. Gleichzeitig entwickelt sich Simbabwe zunehmend zu einem ernstzunehmenden Akteur. Mit den zweitgrößten PGM-Reserven weltweit und einer proaktiven Rohstoffpolitik ziehen Projekte wie Mupani und Karo internationale Investoren an. Besonders hervorzuheben ist der zunehmende Fokus auf lokale Wertschöpfung durch Veredelung – ein bedeutender Schritt zur Stabilisierung globaler Lieferketten. Simbabwe könnte damit helfen, Risiken der südafrikanischen Produktion abzufedern und das Angebot zu diversifizieren – mit potenziellem Einfluss auf den Palladiumpreis.
Technische Analyse: Palladiumpreis mit bullischem Langfristbild
Charttechnisch zeigt sich der Palladiumpreis uneinheitlich. Der kurzfristige Trendverlauf anhand des 10-Tage-Gleitenden Durchschnitts ist zwar steigend, allerdings notiert der Kurs aktuell darunter – ein erstes Warnsignal. Entscheidende Marke auf der Oberseite bleibt der Bereich um 1.229 US-Dollar, der als Widerstand fungiert. Wird dieser durchbrochen, könnten Käufer wieder dominieren. Auf der Unterseite gilt 1.104 US-Dollar als wichtige Unterstützung. Kritisch wird es, wenn dieser Bereich unterschritten wird. Positiv zu werten ist der über dem 200-Tage-Durchschnitt notierende Kurs – das Langfristbild bleibt somit bullisch. Der Palladiumpreis bewegt sich also technisch in einer konstruktiven Ausgangslage.
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19.09.2025 - Andreas Opitz

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