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Die jüngsten Zahlen von SK Hynix brechen wieder einmal munter Rekorde

SK Hynix rechnet mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends

NTG24 - Die jüngsten Zahlen von SK Hynix brechen wieder einmal munter Rekorde

 

In der Vergangenheit war das erste Quartal für Chiphersteller oftmals eine eher schwierige Angelegenheit. Die Nachfrage ging zu dieser Zeit eher zurück und auch bei den Margen gab es zuverlässig schwäche Entwicklungen zu sehen. Durch den KI-Boom wird der Markt allerdings auf den Kopf gestellt, was durch die Ergebnisse von SK Hynix wieder einmal unter Beweist gestellt wurde.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie hohen Erwartungen der Analysten konnte SK Hynix (KR7000660001) mit den Q1-Zahlen zwar nicht vollständig erfüllen. Der Umsatz lag „nur“ bei 52,6 Billionen Won (ca. 30,4 Mrd. Euro) und damit eine Billion Won unter der Konsensschätzung. Das ließ sich aber leicht verkraften, da die Marge gleichzeitig mit 72 Prozent einen neuen Rekord erreichte und zusätzlich die Einnahmen durch „Investment Assets“ steil anstiegen. Gemeldet werden konnte so ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 51,6 Billionen Won, was verdächtig nahe am Umsatz liegt.

 

 

 

Zu verdanken ist diese Entwicklung in erster Linie den florierenden Geschäften mit HBM-Speicher, der bei KI-Chips Verwendung findet. SK Hynix erreicht dort einen Marktanteil von gut 50 Prozent und berichtet, dass bei den Abnehmern die Beschaffung noch immer eine höhere Priorität genießt als der Preis. Mit anderen Worten zahlen die Tech-Giganten mehr oder minder jeden Preis, um sich mit Speicher eindecken zu können. Es sieht auch nicht danach aus, als würde sich daran in naher Zukunft etwas ändern.

 

SK Hynix: Munter weiter?

 

Im Gegenteil: SK Hynix warnt davor, dass die Mangellage bei Speicherchips sich noch eine ganze Weile fortsetzen könnte. Die Nachfrage entwickle sich derart steil in die Höhe, dass sie wohl auch mit laufenden Expansionsplänen nicht bedient werden kann. Bis zum Jahr 2030 rechnet SK-Group-Chef Chey Tae-won mit einem Defizit von über 20 Prozent.

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Werbebanner EMH PM Trade Sollte diese Prognose zutreffen, wo würde SK Hynix zwar einerseits Potenzial liegenlassen. Es spricht aber auch dafür, dass der Konzern bei den Preisen weiterhin keine Rücksicht auf Verluste nehmen muss und die ohnehin schon schwindelerregende Marge vielleicht noch weiter zulegen könnte. Damit bleibt es bei blendenden Aussichten für die Anleger. Die Aktie gab zuletzt zwar dezent nach, was sich aber mit Gewinnmitnahmen begründen lässt. Der Blick auf den Chart spricht weiterhin eine sehr deutliche Sprache.

Um knapp 75 Prozent ging es allein im Jahr 2026 bisher aufwärts. Im Jahresvergleich sind Kursgewinne von 530 Prozent zu bewundern. Selbst die Irankrise, welche die Märkte nachhaltig durcheinandergewirbelt hat, hinterließ keine nennenswerten Spuren und Anzeichen einer platzenden KI-Blase scheinen weiterhin zu fehlen. Es bleibt somit dabei, dass SK Hynix im aktuellen KI-Goldrausch auf der Seite der Schaufelverkäufer steht, und das ist in der Regel eine sehr angenehme Ausgangslage. Die Risiken sind überschaubar, aber durchaus vorhanden.

 

Wie lange geht das gut?

 

Eingepreist ist bei der SK Hynix-Aktie längst die feste Erwartung, dass das rasante Wachstum im DRAM-Geschäft weitergehen wird und damit auch in kommenden Quartalen Rekorde geschrieben werden können. Dezente Enttäuschungen beim Umsatz liefern aber vielleicht schon einen zarten Hinweis darauf, dass die Vorstellungen der Märkte vielleicht etwas über das Ziel hinausschießen könnten. Vorstellbar sind da Szenarien, bei denen SK Hynix trotz hervorragender Geschäftsentwicklungen für kleine Enttäuschungen unter den Anteilseignern sorgen könnte.

Darüber hinaus bleibt die grundsätzliche Frage im Raum stehen, wo dem Wachstum ein Deckel aufgesetzt werden könnte. Sei es durch eine stagnierende Nachfrage oder auch geopolitische Entwicklungen, welche die Lieferketten ungünstig beeinflussen könnten. Nichts davon muss den Aktionären von SK Hynix derzeit schlaflose Nächte bereiten. Doch blind verlassen sollte sich niemand auf ein vermeintlich ewiges Wachstum. Früher oder später wird mindestens das Tempo nachlassen, welches nun auch an den Ausbau neuer Fabriken gekoppelt ist.

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24.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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