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Aufhebung der globalen Reisewarnung

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Reiseverhalten der Urlauber

 

Am 1. Oktober wurde die pauschale Reisewarnung, die bis Ende September für rund 160 außereuropäische Länder galt, aufgehoben und durch länderspezifische Reise- und Sicherheitshinweise ersetzt. Zu den Destinationen, für die aktuell keine Reisewarnung gilt, gehören u.a.: Dänemark, Finnland, Griechenland, Italien, Litauen, Malta, Österreich, Portugal und Schweden.

Schon seit dem Frühjahr hat die Tourismusbranche ebenso wie andere Bereiche im Wirtschaftssektor mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Die Aufhebung der von der Bundesregierung verhängten Reisewarnung für etliche EU-Staaten, Großbritannien und die Schengen-Länder u.a. im Juni 2020 weckte zunächst die Hoffnungen auf eine Rückkehr zur Normalität, bzw. das Wiedereinkehren einer neuen Normalität, die das Reisen unter bestimmten Bedingungen wieder möglich macht, doch blieb die Zahl an Touristen deutlich hinter der des Vorjahres zurück. Aus Angst sich während ihres Aufenthalts in Flugzeugen, Hotels, Zielorten etc. mit dem Virus zu infizieren, verzichteten Viele auf ihren alljährlichen Sommer-Urlaub.

 

Verunsicherung hält weiterhin an

 

Zwar ist die Aufhebung der weltweiten Reisewarnung eine gute Nachricht für alle Reiseveranstalter und Touristen, doch bringen die individuellen Lagebewertungen auch neue Herausforderungen mit sich: Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen können sich die Bestimmungen (Quarantänemaßnahmen und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens inklusive) schnell verändern und entwickeln. Planungssicherheit ist so gut wie ausgeschlossen. Zudem fragen sich viele Urlauber nun, wer im Falle einer Stornierung für die Unkosten aufkommt.

„Die aktuelle Situation verlangt sowohl auf der Seite der Reiseveranstalter als auch auf Seiten der Kunden Flexibilität und Aufmerksamkeit in besonderem Maße“, bestätigt Luxusreiseveranstalter und Travel-Coach René Roseburg. „Wir müssen auf entsprechende Entwicklungen spontan reagieren. Was jetzt ist, muss morgen oder nächste Woche schon nicht mehr sein. Daher raten wir, nicht abwarten, sondern jetzt entscheiden. Dass die Urlaubsplanung hinsichtlich der aktuellen Situation mit einem Risiko und gewissen Hürden verbunden ist und in den kommenden Monaten auch verbunden bleibt, ist klar. Entscheidend ist, die Kunden über solches aufzuklären, sich gemeinsam zu beraten und sie bei ihren Reisevorhaben zu unterstützen. Dazu zählt auch, ihnen die Angst vor den PCR-Tests zu nehmen und verständlich zu machen, dass das Infektionsrisiko in bestimmten Ländern nicht wesentlich höher ist als in der Heimat.“ Regelmäßig könne er beobachten, wie einige Menschen in öffentlichen Bereichen, wie z.B. Fitnessstudios, Szenenvierteln, Kneipen etc. gegen die Corona-Vorschriften verstoßen. „Hinsichtlich dessen kann hier lediglich von vermeintlicher Sicherheit die Rede sein“, so Roseburg.

 

11.10.2020 - Marlen Böttcher - mb@ntg24.de

 






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