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Varta weiter am Taumeln, böse Vorahnungen bei den Anlegern von Tesla, Nel ASA zurück im Tal der Tränen und auch TUI findet keinen Weg in Richtung Norden

Die Freude über eine kleine Erholung an den Märkten währte nicht lange

NTG24 - Varta weiter am Taumeln, böse Vorahnungen bei den Anlegern von Tesla, Nel ASA zurück im Tal der Tränen und auch TUI findet keinen Weg in Richtung Norden

 

Zwar haben die Märkte am gestrigen Mittwoch nicht gleich alle Zugewinne des Wochenbeginns wieder aus der Hand gegeben. Die zuletzt wieder aufgehellte Stimmung ließ aber sichtlich nach. Wer auf den Anfang einer längerfristigen Erholungsrallye gehofft hatte, dürfte da einigermaßen enttäuscht gewesen sein.

Eine solche hätten sich sicherlich auch die Anleger von Varta (DE000A0TGJ55) gewünscht. Doch hier ging es zuletzt wieder einmal um 2,7 Prozent in die Tiefe, was den Kurs auf 31,26 Euro zurückbeförderte. Positiv ist, dass der Titel damit immerhin oberhalb von 30 Euro bleibt. Das ist aber auch schon so ziemlich die einzige halbwegs gute Nachricht, die es dieser Tage rund um Varta zu vermelden gibt.

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Werbebanner EMH PM TradeUnter dem Strich sieht es weiterhin düster aus für den Batteriehersteller und einstigen Liebling der Privataktionäre. Die Prognose für das laufende Jahr wurde gestrichen und eine neue gibt es so schnell nicht. Zudem soll der Chefposten ausgewechselt werden und momentan scheint niemand so recht zu wissen, in welche Richtung es mit dem Konzern gehen mag. Das lockt die Leerverkäufer an, welche der Varta-Aktie auch nach ihrem jüngsten Absturz weiter zusetzen.

 

Droht der nächste Absturz bei Tesla?

 

Bei Tesla (US88160R1014) fielen die Verluste gestern mit 7 Prozent noch ein ganzes Stückchen heftiger aus. Eine solche Reaktion der Anleger kommt nicht von Ungefähr. Damit zusammenhängen dürfte, dass Elon Musk nun doch die milliardenschwere Übernahme von Twitter vollziehen will – zumindest behauptet er das aktuell. Das führt zu Spekulationen, dass er sich mit dem Verkauf weiterer Tesla-Anteile frisches Kapital besorgen könnte.

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Angekündigt ist ein solcher Schritt freilich noch nicht, doch die böse Vorahnung hat sich in den Köpfen der Börsianer bereits festgesetzt. Die Tesla-Aktie segelte letztlich bis auf 237,75 Euro in die Tiefe und erreichte damit den tiefsten Schlusskurs seit Mitte Juli. Geht es jetzt noch weiter in die Tiefe, könnte die seit dem Sommer zu beobachtende Aufwärtsbewegung ernsthaft in Gefahr geraten. Dass zuletzt die Absatzzahlen auf hohem Niveau enttäuschten, macht die Sache nicht einfacher.

 

Es hat nicht sollen sein bei Nel ASA

 

Ein wahrer Börsenkrimi spielt sich derzeit bei der Aktie von Nel ASA (NO0010081235) ab. Im Zuge der jüngsten Erholung schaffte die es noch, die Linie bei 1,20 Euro recht deutlich zu überspringen und damit ein charttechnisches Ausrufezeichen zu hinterlassen. Lange darüber freuen konnten die Anteilseigner sich aber nicht, denn gestern ging es schon wieder um gute drei Prozent auf 1,19 Euro in die Tiefe.

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Werbebanner WikifolioDamit sind Sorgen über einen drohenden Kurscrash so aktuell wie eh und je. Die letzte Verteidigung der Bullen findet sich bei 1,05 Euro, darunter droht der Sturz ins Bodenlose. Ob es dazu kommt oder nicht, wird wohl vordergründig von der Situation am Gesamtmarkt abhängen. Ohne eigene Neuigkeiten folgte die Nel ASA-Aktie in den letzten Tagen mehr oder weniger stur der Richtung, welche auch DAX und Co. eingeschlagen hatten.

 

TUI findet keinen Halt

 

Auch bei der Aktie von TUI (DE000TUAG000) wurde der Urlaub im Kurskeller wohl noch spontan verlängert. Vielleicht will der Titel es sich hier auch dauerhaft bequem machen und einen Abstecher in Pennystock-Gefilde warnen. Genau davor fürchten sich viele Anleger, und das nicht zu Unrecht. Jeden Versuch einer Erholung konnten die Bären bisher recht schnell beenden und auch am Mittwoch mussten wieder Verluste von 3,85 Prozent verkraftet werden.

Die Kurse gaben dadurch bis auf 1,26 Euro nach. Damit wurde zwar noch kein neues Allzeit-Tief erreicht, welches wenige Tage zuvor bei 1,17 Euro markiert wurde. Ob das allein aber schon eine erfreuliche Nachricht ist, sei aber einfach mal dahingestellt. Um wieder Hoffnungen auf ein größeres Comeback aufleben zu lassen, werden die Käufer in jedem Fall noch viel mehr Gas geben müssen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist aber fraglich, wo sie dafür Argumente hernehmen wollen.

 

Kommt sie oder kommt sie nicht?

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeUnverändert zerbrechen die Börsianer sich vor allem den Kopf um die Notenbanken. Mehr oder weniger händeringend, fast schon verzweifelt wird nach Argumenten gesucht, warum jene ihre Zinserhöhungen vielleicht etwas drosseln könnten. Wann immer eine vage Hoffnung in diese Richtung entdeckt wird, freuen Anleger sich über spontane Erholungen. Wie sich gestern zeigte, lässt sich eine solch zarte Zuversicht aber auch schnell wieder entkräften. Unter dem Strich bleibt völlig offen, wie es nun weitergeht.

 

06.10.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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