Tesla, XPeng, Nio – BYD überzeugt mit vertikaler Integration
Mit fortschrittlicher Batterietechnologie lässt BYD die Konkurrenten hinter sich
BYD setzt beim Wachstum weiterhin auf die überlegene Batterietechnologie und den Vorteil der vertikalen Integration. Expansionsstrategie verzeichnet erste Erfolge in Europa.
Der chinesische Automobilkonzern BYD (CNE100000296) konnte im letzten Geschäftsjahr die sebst gesteckten ambitionierten Ziele selber übertreffen und dem US-Konkurrenten den Titel als Elektroprimus entziehen. Die ambitionierte Expansionsstrategie zeigt zwar verspätet Wirkung aber nimmt langsam immer mehr Dynamik auf. Dabei hatte die Unternehmensgeschichte von BYD weit entfernt von dem Thema Automobil gestartet.
Urspünglich entwickelte BYD wiederaufladbare Batterien und Ladekabel für elektronische Geräte. Erst mit der Zeit entwickelte man sich langsam zum Automobilhersteller. Dabei fokussiert sich das Geschäftsmodell heutzutage nicht nur auf die Herstellung von Elektro- und Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen, sondern ist auch in den Bereichen Batterietechnologie, Energiespeicherung, Solarenergie, Elektronik und Schienenverkehr tätig.
In Europa ist das Unternehmen allerdings primär für seine Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge bekannt. Anders als die meisten Konkurrenten und vor allem die deutschen Automobilhersteller wie Volkswagen und BMW verfolgt BYD eine starke vertikale Integration und produziert viele zentrale Komponenten, darunter Batterien, Elektromotoren und auch das Steuerungssystem selbst. Dadurch hat BYD eine größere Kontrolle entlang der gesamten Wertschöpfungskette und kann besser Kosten kontrollieren, Innovationen schneller umsetzen und unabhängiger von Zulieferern agieren als viele Wettbewerber.
Den großen Durchbruch erzielte BYD mit der sogenannten Blade-Batterie. Diese auf Lithium-Eisenphosphat-Technologie basierende Batterie gilt als besonders sicher, langlebig und kosteneffizient. Daher verbauen bereits zahlreiche Konkurrenten ebenfalls die Batterie-Technologie von BYD. Dabei ist besonders brisant, dass sogar Tesla (US88160R1014) laut der Aussage von Elon Musk in bestimmten Model-Y-Fahrzeugen die Batterietechnologie von BYD nutzt. Doch auch im heimischen Automobilmarkt findet BYD mit der eigenen Batterietechnologie zahlreiche Abnehmer. So nutzen unter anderem XPeng (US98422D1054) und auch Nio (KYG6525F1028) die Blade-Batterie in ihren Elektrofahrzeugen.
Wachstumsstrategie kommt langsam ins Rollen
Seit 2023 verfolgt BYD eine fast beispiellose internationale Expansionsstrategie mit besonderem Fokus auf Europa. Nach der Erreichung der Marktdurchdringung im chinesischen Heimatmarkt begann BYD die Produktpalette systematisch in den europäischen Kernmärkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien auszurollen. Dabei erkannte BYD schnell das es nicht reicht, die Fahrzeuge nur anzubieten und investierte in den Aufbau eines eigenen Vertrieb- und Händlernetzes, Logistik und auch lokale Produktionsstätten. Die erste dieser Art soll noch in diesem Jahr in Ungarn mit der Produktion starten.
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08.07.2026 - Christian Teitscheid

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