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Tschick

Ein Weltbestseller und sein Autor

 

Manchmal schlägt das Schicksal hart zu.

Wolfgang Herrndorf beendet gerade seinen neuen Roman und bekam gleichzeitig die Diagnose eines unheilbaren Hirntumors. In September vor zehn Jahren erschien Herrndorfs Roman Tschick und wurde ein Welterfolg. Es ist die Geschichte zweier Jungs im Osten Deutschlands – unterschiedlicher kann man kaum sein – die im geklauten Lada nach dem Sinn des Lebens suchen. Da ist zum einen Maik Klingenberg. Seine Mutter ist in der Entzugsklinik, sein Vater auf Geschäftsreise. Er soll den glühenden Sommer im Haus nebst Swimmingpool verbringen. Dann aber trifft er Tschick, ein Junge, vierzehn Jahre, so wie er, aus den „Asi“-Hochhäusern in Hellersdorf. Er, der eigentlich Andrej Tschichatschow heißt, hat es irgendwie von der Förderschule auf das Gymnasium geschafft und somit in die Klasse von Maik. Die beiden beschließen eine abenteuerliche Fahrt ohne Karte und Kompass durch die ostdeutsche Provinz zu unternehmen. Ein Roadmovie, das Theater und Kino stürmte, Einzug hielt in den Deutschunterricht und LeserInnen jeden Alters begeisterte.

Bevor der Krebs ihn bezwingen konnte nahm sich Wolfgang Herrndorf drei Jahre nach seinem größten Erfolg das Leben.

 

Sonderausgabe

 

Jetzt erscheint eine Sonderausgabe bei Rowohlt, und Ulrich Seidler von der Berliner Zeitung schreibt treffend: „…Die Neuausgabe begrüßen wir herzlich. Es scheint, als würden Herrndorfs Texte weiter wachsen. Das ist kein kleiner Trost.“

 

13.09.2020 - Thomas Schmitz - schmitz@schmitzbuch.de

 






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