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Weihnachtsurlaub während Corona-Teil-Lockdown

Ist ein Weihnachtsurlaub im Dezember trotz Corona möglich?

 

Dass auch die Feiertage in diesem Jahr anders ablaufen werden als in den Vorjahren, war abzusehen. Dennoch verpasste die jüngste Ankündigung der Bundesregierung, den seit November verhängten Teil-Lockdown noch bis Januar zu verlängern, der Vorfreude auf eine besinnliche Weihnachtszeit einen Dämpfer. Trotz gelockerter Beschränkungen über die Weihnachtstage und Silvester ist für Einige undenkbar, auch ihr Feiertage unter Lockdown-Bedingungen zu verbringen. Ob Reisen im Winter 2020/21 überhaupt möglich ist und mit welchen möglichen Einschränkungen Sie dabei rechnen müssen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

 

Unsicherheit bei Urlaubsplanung dauert an

 

Bereits seit Ausbruch der Corona-Pandemie herrscht bezüglich touristischer Reisen ins Ausland eine große Verunsicherung, die der Reisebranche seither zu schaffen macht. Diesen Umstand begründete der Reise-Experte René Roseburg im Gespräch mit NTG24.de wie folgt: „Die Sorge, sich im Urlaub einem größeren Infektionsrisiko auszusetzen sowie der andauernde Appell der Bundesregierung von nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland abzusehen, führt bei vielen Menschen zu einer Reiseunlust, die durch die jüngsten Beschlüsse weiter gestärkt wird. Auch die vielfältigen, für die verschiedenen Destinationen geltenden und an die aktuelle Lage im Land angepassten Einreisebestimmungen, wirken auf den Kunden eher abschreckend.“ Roseburg, der im Laufe der Pandemie beruflich wie privat auch weiterhin viel gereist ist, u.a. nach Frankreich, Italien und Afrika, kann die Zurückhaltung nur teilweise nachvollziehen. „Während meiner Auslandreisen hat sich deutlich gezeigt, dass reisetechnisch nach wie vor vielmehr möglich ist als viele glauben. Häufig wird einfach vergessen, dass das derzeitige Infektionsrisiko hier nicht die Lage in anderen Destinationen widerspiegelt und vielmehr das individuelle Verhalten das Risiko ausmacht, weniger das Reisen an sich. Zudem sorgt die im Vergleich zu den Vorjahren derzeit eher verhaltene Reiseeuphorie für ein schwächeres Touristenaufkommen in den Zielgebieten, wodurch potenziell ein geringeres Risiko besteht, vorausgesetzt, dass sich auch dort an entsprechende Regelungen gehalten wird.“

 

Reisen dennoch möglich – Wohin kann’s gehen?

 

Dennoch müssen die Reisepläne für den Winter 2020/21 nicht gänzlich abgeschrieben werden. Nach wie vor gibt es einige inner- als auch außereuropäische Länder, die derzeit nicht als Risikogebiet gelten und sich daher optimal als mögliches Reiseziel anbieten.

Seit Ende Oktober nicht mehr als Risikogebiet eingestuft, sind vor allem die Kanarischen Inseln derzeit ein beliebtes Anlaufziel der Touristen. Auch Madeira kann weitestgehend problemlos bereist werden.

Als außereuropäisches Reiseziel bieten sich zudem sowohl die Seychellen, die karibischen Inseln Kuba, Grenada, Antigua und Barbuda als auch die afrikanischen Länder Namibia, Ruanda und Uganda an. Selbst die derzeit noch als Risikogebiet eingestuften Malediven werden aufgrund aktuell niedriger Infektionszahlen und einfacher Einreisebestimmungen weiterhin bereist.

Allerdings gelten aufgrund der Pandemie nach wie vor länderspezifische Reisehinweise. Informieren Sie vor Ihrem Reiseantritt daher rechtzeitig über die Einreisebestimmungen und inländischen Corona-Restriktionen sowie Stornierungsmöglichkeiten. Rechnen Sie mit möglichen Einschränkungen am Reiseziel und bei Ihrer Rückkehr nach Deutschland. Bleiben Sie in jedem Fall flexibel.

 

Reisebeschränkungen in Deutschland

 

Am vergangenen Mittwoch haben Bund und Länder beschlossen, dass das Beherbergungsverbot in Deutschland noch mindestens bis zum 10. Januar gilt. Allerdings haben bereits einige Bundesländer, darunter auch Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen, Lockerungen für Verwandtschaftsbesuche über die Feiertage eingeplant.

 

Wie sieht es mit Skifahren aus?

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBezüglich des Saisonstarts im Après-Ski, der sich zu Beginn des Ausbruchs der Corona-Pandemie als Superspreader-Event herauskristallisierte, konnten die Regierungen der Alpenländer bisher noch keine Einigung erzielen. Während Italien bereits beschlossen hat, den Start seiner Skisaison auf 2021 zu verlegen und voraussichtlich auch in Deutschland die Skigebiete 2020 geschlossen bleiben, möchte Österreich seine Skigebiete zwar öffnen, diese aber durch Grenzschließungen sowie eine Quarantänepflicht für Touristen aus Risikogebieten überwiegend Einheimischen zugänglich machen. Die Lage in Frankreich ist ähnlich: Durch strenge Grenzkontrollen möchte das Land ausländische Touristen aus den französischen Skigebieten fernhalten. Lediglich die Schweiz hat angekündigt, wie geplant in die Skisaison zu starten. So wurden bereits mehrere Skigebiete geöffnet, allerdings unter strikten Auflagen.

 

Fazit

 

Die Verlängerung des Teil-Lockdowns und die damit einhergehenden Beschränkungen im öffentlichen wie im privaten Leben, steigern zunehmend das Bedürfnis dem Corona-Trubel zu entfliehen, wenn auch nur über die Feiertage. Aufgrund niedriger Infektionszahlen und einfacher Einreisebestimmungen bieten sich verschiedene Länder mehr als andere Destinationen für den Winterurlaub 2020 an. Dass das Reisen nichtsdestotrotz ein gewisses Risiko birgt, ist unbestreitbar. Doch wenn man die aktuelle Lage in anderen Ländern sowie das derzeitige Reiseverhalten der Menschen im Allgemeinen betrachtet, so muss mit einer Reise ins Ausland nicht zwangsläufig ein höheres Infektionsrisiko verbunden sein. Wer sich ausreichend informiert, sich selbst an entsprechende Regelungen hält und darüber hinaus vielleicht noch dazu bereit ist, in dieser außergewöhnlichen Situation mal etwas tiefer in die Tasche zu greifen, für den ist Reisen auch im Corona-Winter 2020/21 möglich.

 

07.12.2020 - Marlen Böttcher - mb@ntg24.de

 






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