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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 01.05.2021

Die Edelmetallwoche vom 26.04.2021 – 30.04.2021

 

Gold leicht schwächer

 

In der abgelaufenen Handelswoche tendierten die Aktien- wie auch Edelmetallkurse überwiegend leichter, der US-Dollar dagegen fester. Die Kryptowährungen erholten sich wieder, und parallel stiegen die langen Zinsen weiter.

Der DAX gab im Wochenverlauf dabei 0,9 % auf 15.136 Punkte ab, während der DJIA 0,5 % auf 33.875 Zähler verlor.

Der US-Dollar gewann im Berichtszeitraum 0,7 % auf 1,20161 Dollar je Euro. Parallel sprang der Bitcoin-Preis um 12,7 % auf 57.630 Dollar nach oben. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe legte 6 Stellen auf 1,63 % zu, jene der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe stieg um 20 % von – 0,257 % auf – 0,2 %.

Die Edelmetalle entwickelten sich in diesem Umfeld überwiegend schwächer, wobei der Goldpreis 0,3 % auf 1.772 Dollar nachgab und Silber ebenfalls 0,3 % auf 25,93 Dollar verlor. Platin gab mit einem Wochenverlust von 2,3 % auf 1.203 Dollar am stärksten nach, während Palladium 2,8 % zulegen konnte und dabei gestern mit einem Tages- und Wochenhoch bei 3.010,5 Dollar ein neues Allzeithoch aufstellte.

Ein Blick auf den Monatschart von Gold zeigt, dass der Candle für April auf dem Widerstandsniveau vom September und Oktober 2012, welches dem Unterstützungsniveau vom November und Dezember 2020 entspricht, zum Stehen gekommen ist. Damit ist der Goldpreis kurzfristig eingeklemmt und hat nach unten seine nächste Stütze durch die dynamische Unterstützung, die sein mittelfristiger Aufwärtstrend bildet. Ein Überwinden der Widerstandszone auf Monatsbasis ist derzeit wahrscheinlicher, ein nochmaliger Rückgang oder eine Seitwärtsbewegung jedoch ebenso möglich.

Die letzten CoT-Daten vom 27.04.2021 an der COMEX weisen für Gold einen Rückgang der Short-Position der Commercials um 3 % auf 207.177 Kontrakte aus. Das Open Interest blieb praktisch unverändert und betrug 473.305 Kontrakte zulegte.

Gold hat sich in der abgelaufenen Handelswoche insgesamt gut gehalten und wartet nun auf seinen nächsten Impuls, der sowohl vom US-Dollar als auch von Seiten eines ,,Risk-off-Impulses‘‘ bei den Aktien kommen könnte.

 

 

Silber hält sich relativ gut

 

Silber gab in dieser Woche ebenfalls 0,3 % ab und zeigte damit nicht die historisch deutlich häufigere stärkere Bewegung gegenüber dem Goldpreis. Ob dies an den anziehenden Inflationszahlen oder an dem nach wie vor relativ knappen physischen Silberbeständen liegt, ist zwar nicht eindeutig. Silber arbeitete sich aber damit weiter in Richtung der von uns vermuteten umgekehrten S-K-S-Musterformation voran.

Diese lässt, wie bereits in der vergangenen Woche beschrieben, einen nochmaligen Rückgang in den Bereich oberhalb von 25 Dollar erwarten (gepunktete blaue Linie im Chart).

Die letzten CoT-Daten vom 27.04.2021 zeigen für Silber einen Anstieg der Short-Position der Commercials um 4 % auf 63.752 Kontrakte. Das Open Interest stieg parallel um 2 % auf 172.470 Kontrakte.

Insgesamt bastelt der Silberpreis weiterhin an seiner S-K-S-Struktur, die eine kurzfristige Schwäche in der kommenden Woche erwarten lässt.

 

 

Platin eingeklemmt

 

Platin gab per saldo in dieser Woche 2,3 % auf 1.202 Dollar ab. Charttechnisch ist Platin damit an seinem Widerstand auf Monatsbasis, wie im Chart zu sehen, abgeprallt. Die seit dem Jahreshoch Mitte Februar 2021 laufende Konsolidierung setzt sich damit weiter fort.

Die letzten CoT-Daten vom 27.04.2021 zeigen für die Short-Position der Commercials einen deutlichen Anstieg von 10 % auf 37.784 Kontrakte. Das Open Interest stieg dagegen nur um 2 % auf 65.211 Kontrakte.

Insgesamt arbeitet Platin damit weiter seinen starken Anstieg von Mitte November 2020 bis Mitte Februar 2021 ab. Geduld ist damit weiter erforderlich, die positive Grundtendenz des starke Kaufsignals nach dem Bruch des Abwärtstrends sollte aber in nicht allzu ferner Zukunft auch wieder im Preis sichtbar werden.

 

 

Palladium mit erneutem Allzeithoch

 

Palladium schaffte es in dieser Woche erstmals, die Marke von 3.000 Dollar zu überwinden. Das neue Allzeithoch wurde gestern mit 3.010,50 Dollar erreicht.

Ein langfristiger Blick auf den Palladiumpreis zeigt, dass dieser damit die Konsolidierung, welche seit Ende Februar anhielt, mit hoher Wahrscheinlichkeit beendet ist. Gleichwohl ist ein erneuter Test von Unterstützungen früher oder später wahrscheinlich. Dafür eignet sich etwa die Unterstützung des Wochenschlusskurses von Mitte Februar 2021, die bei 2.708,72 Dollar lag. Sollte Palladium aber gleich weiter nach oben laufen, könnte die Korrektur auch deutlich höher beginnen und das Allzeithoch als Unterstützung anvisieren.

Die CoT-Daten vom 27.4.2021 weisen für Palladium ein Anstieg der Short-Position der Commercials um 12 % auf 3.733 Kontrakte aus, während das Open Interest nur um 1 % auf 11.707 Kontrakte zulegte.

Insgesamt hatte Palladium damit eine starke Woche mit einem neuen Allzeithoch, welches jedoch mit weiterhin sehr niedrigen Umsätzen erreicht wurde. Gleichwohl steht das durch das neue Allzeithoch generierte Kaufsignal nun erst einmal und man darf auf die kommenden Handelstage gespannt sein!

 

 

01.05.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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