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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 17.04.2021

Die Edelmetallwoche vom 12.04.2021 – 16.04.2021

 

Gold holt Schwung

 

Die abgelaufene Handelswoche zeigte in mehreren Marktbereichen stärkere Bewegungen. Rückenwind erhielten die Aktien- und Edelmetallmärkte von wieder sinkenden Zinsen und einem schwächeren US-Dollar. In der Folge erreichten DAX, Dow Jones & Co neue Allzeithöchstkurse, ebenso Bitcoin.

Im Wochenverlauf gab der US-Dollar gegen den Euro 0,7 % auf 1,19817 Dollar je Euro ab. Bitcoin gewann parallel 5,5 % auf 61.322 Dollar. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries fiel von 1,67 % auf 1,57 %, während der DAX 1,7 % auf 15.460 Punkte und der DJIA 1,2 % auf 34.201 Punkte gewann.

Die Edelmetalle entwickelten sich in diesem Umfeld teilweise sehr freundlich. So legte Gold gegenüber der Vorwoche um 1,9 % auf 1.777 Dollar zu.

Damit verstärkt sich die Mustervermutung, dass der Goldpreis den Test seiner dreifachen Unterstützung, welches durch das 50 % - Fibonacci-Retracement, die vom gleichen Niveau ausgehende mittelfristige Aufwärtstrend-Linie und die ebenfalls auf diesem Niveau liegende statische Unterstützung erfolgreich beendet hat. Da der Ausbruch über die Nackenlinie eines auf Tagesbasis gebildeten Doppelbodens im Wochenverlauf nochmals von oben getestet wurde, ist die Symmetrie des Doppelbodens nun deutlich schwächer als im idealen Fall. Wie dieser Umstand für den weiteren Verlauf zu bewerten ist, muss aktuell offenbleiben. Die Umsatzentwicklung kommt in ihrer Tendenz aber, wie im Chart zu sehen ist, der Preisentwicklung relativ nahe und bestätigt diese damit.

Die letzten CoT-Daten vom 13.04.2021 an der COMEX notieren für die Goldkontrakte einen leichten Rückgang der Short-Position der Commercials um 3 % auf 208.788 Kontrakte. Das Open Interest fiel dabei um 1 % auf 460.733 Kontrakte.

Insgesamt hat der Goldpreis in der abgelaufenen Handelswoche neuen Schwung entwickelt und einen wichtigen Schritt hin zur Bestätigung seines Konsolidierungsmusters gemacht, charttechnische Schönheitsfehler inklusive. Sollte sich diese Entwicklung in den kommenden Handelstagen fortsetzen, dürfte Letzteres in einer Gesamtabwägung bald keine Rolle mehr spielen.

 

 

Silber bestätigt Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends

 

Silber legte in dieser Handelswoche 2,8 % auf 25,96 Dollar zu und bestätigte dabei nicht nur den Bruch seiner kurzfristigen Aufwärtstrendlinie, sondern vorläufig auch unsere Mustervermutung des Konsolidierungsbodens in Form einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Die Umsätze blieben dabei aber (noch) relativ gering.

Silber positioniert sich damit nun für einen Test des Widerstands unterhalb der Marke von 26,64 Dollar, bei dem dann im besten Falle die rechte Schulter der Formation gebildet wird. Alternativ könnte ein starker Aufwärtsimpuls zu einem schnellen Anstieg in Richtung der Marke von 28 Dollar führen. Dieses Szenario ist aber das unwahrscheinlichere.

Die letzten CoT-Daten vom 13.04.2021 an der COMEX zeigen für Silber einen erneuten Zuwachs der Short-Position der Commercials um 10 % auf 55.502 Kontrakte. Das Open Interest stieg parallel um 6 % auf 164.066 Kontrakte.

Silber hat in der abgelaufenen Handelswoche den Impuls des Goldpreises verstärkt nachgezeichnet und damit seine Korrelation zu diesem wieder erhöht. Die bereits in der Vorwoche erwähnten niedrigen Umsätze bleiben weiter eine charttechnische Schwäche, da dies den Wert des Preissignals schwächt und damit charttechnisches ,,Wasser in den Wein‘‘ bedeutet. Diese technisch gemischten Signale könnten sich aber in der Ausbildung der rechten Schulter auflösen, die dann dadurch wiederum bestätigt würde. Aber bis dahin ist wohl noch etwas Geduld gefragt!

 

 

Platin in Lauerstellung

 

Platin bewegte sich per saldo in dieser Woche um weniger als 1 Dollar und schloss bei 1.206 Dollar. Damit liegt der Platinpreis weiter in Lauerstellung, die aber für die Ausbildung des in der Grafik skizzierten Konsolidierungskeils auch nötig ist.

Die Umsätze sind inzwischen ebenfalls wieder niedrig und bestätigen damit tendenziell das Preisverhalten. Nun wartet Platin schlicht auf einen Impuls in die eine oder andere Richtung, denn für eine anhaltende, sehr ruhige Seitwärtsbewegung ist die Welt um Platin herum schlicht zu turbulent.

Die letzten CoT-Daten vom 13.04.2021 an der COMEX weisen bei Platin eine deutliche Abnahme der Short-Position der Commercials um 16 % auf 34.266 Kontrakte auf, während das Open Interest parallel um 4 % auf 65.661 Kontrakte abnahm.

Insgesamt hatte Platin damit zwar auf der ,,Preis-Oberfläche‘‘ eine ruhige Woche. Diese Ruhe könnte aber vor dem Hintergrund der Entwicklung an der COMEX eher mit einem Positionieren für eine stärkere Marktbewegung zu vergleichen sein, denn durch diese Ruhe sinkt auch die Korrelation von Platin zu Gold, Silber und Palladium.

 

 

Palladium springt an

 

Palladium hatte eine erfolgreiche Woche, denn es legte im Wochenvergleich um 5,3 % zu. Daneben hat es auf Wochenschlusskurs-Basis ein neues Allzeithoch markiert, welches nun noch auf eine Bestätigung durch einen neuen absoluten Höchstkurs wartet. Dieses wäre mit einem Überwinden des bisherigen Allzeithochs von 2.879,74 Dollar der Fall.

Die Preisentwicklung in dieser Woche ging auch bei Palladium mit relativ sehr niedrigen Umsätzen einher. Allerdings ist das Preissignal im beschriebenen charttechnischen Kontext bedeutend. Sollte dieses auch auf Monatsschlusskurs-Basis bestätigt werden, so wäre dies deutlich höher zu bewerten als die Entwicklung der Umsätze.

Die CoT-Daten vom 13.4.2021 notieren für Palladium ein Anstieg der Short-Position der Commercials um 4 % auf 3.550 Kontrakte. Parallel dazu stieg auch das Open Interest um 4 % auf 10.926 Kontrakte.

Insgesamt hat sich preistechnisch die Mehrdeutigkeit der charttechnischen Lage bei Palladium vorläufig nach oben aufgelöst. Damit wurde auf Wochenbasis ein neues Kaufsignal generiert, welches im Idealfall nun durch ein neues Allzeithoch bestätigt wird.

 

 

17.04.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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