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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 20.06.2020

Die Edelmetallwoche vom 15.06.2020 - 19.06.2020

 

Gold

Die Konsolidierungsbewegungen halten die Märkte derzeit weiter im Griff. So bewegten sich per saldo viele große Aktienindizes gemessen an den Wochen zuvor mit Ausnahme der Technologieaktien nur relativ wenig. Der Nasdaq 100 stieg zwar deutlich stärker als Dow Jones und S&P-500-Index, bastelte auf Stundenbasis aber ein kleines Doppeltop, womit die nächste Woche charttechnisch spannend wird.

Geld- und fiskalpolitisch wird gerade die nächste Bazooka-Generation geladen, wobei die Kanoniere wohl selbst nicht wissen dürften, ob sie das Ziel erreichen.

Der US-Dollar legte im Wochenvergleich um 0,72 % zu.

Gold konnte im Berichtszeitraum um 13,48 Dollar bzw. 0,78 % zulegen und bewegt sich damit weiter insgesamt seitwärts. Ein Blick auf den langfristigen Preischart zeigt, dass sich der Goldpreis auf dem aktuellen Niveau in der Nähe der Widerstandszone bewegt, die sich im November und Dezember 2011 gebildet hat.

Die CoT-Daten vom 16.06.2020 zeigten eine wieder zunehmende Shortposition der Commercials. Diese stieg um 6 % auf 258.020 Kontrakte. Die Zahl der offenen Kontrakte stieg um 3 % auf 489.563 Kontrakte zurück.

Insgesamt wartet der Goldpreis damit auf die Impulse, mit denen er die oben genannte Widerstandszone überwinden kann.

 

Gold

 

Silber

Silber kämpfte in der abgelaufenen Handelswoche mit den divergenten Chartsignalen, auf die wir in der vergangenen Woche bereits hingewiesen hatten. Der Silberpreis schrammte weiter an seiner zuvor bereits unterschrittenen Aufwärtstrendlinie entlang, ohne sich signifikant von ihr zu entfernen. Zur Unschärfe der Signale trugen dabei auch die abnehmenden Umsätze bei.

Auf Stundenbasis bildete Silber in den letzten Tagen eine verschachtelte Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die zur Vorsicht mahnt. Darauf hatten wir bereits in unserem Kommentar vom 18.06.2020 mit dem Titel ,,Bahnt sich bei Gold & Silber eine weitere Korrektur an?‘‘ hingewiesen.

Stabilisierend wirkt bislang für den Silberpreis auch die Unterstützungszone von Ende Januar 2020 (siehe blaue Horizontale). Zu viel Belastungsfähigkeit sollte man aber von ihr aber nicht erwarten.

An der Terminbörse verringerte sich die Shortposition der Commercials per 16.06.2020 erneut um 2 % auf 49.030 Kontrakte, während das Open Interest um 0,5 % auf 174.386 Kontrakte abnahm. 

Die Seitwärtsbewegung bei Silber hält damit vorerst weiter an. Dies könnte sich aber in der kommenden Woche durchaus ändern und für mehr Klarheit bei der Indikatorenlage führen.

 

Silber

 

Platin

Hatte Platin in der Vorwoche noch gewaltige 1,07 Dollar zugelegt, so entschied sich das weiße Edelmetall in der Berichtswoche, per saldo gar nichts zu tun. Stand 803 Dollar, Abweichung zur Vorwoche null Dollar.

Die Konsolidierung setzte sich dabei fort, das Intra-Tagestief vom 15.06.2020 lag dabei bei 780 Dollar, weshalb wie bei Silber auch bei Platin etwas Vorsicht walten sollte.

Die CoT-Daten vom 16.06.2020 zeigen einen erneuten deutlichen Rückgang der Short-Position der Commercials um 8 % auf 22.489 Kontrakte. Das Open Interest nahm um 2 % auf 49.916 Kontrakte ab.

Auch wenn ein weiterer Anstieg wahrscheinlicher als ein erneutes nachhaltiges Unterschreiten der Unterstützung bei 797 Dollar ist, sollte diese Marke in der kommenden Woche genau beobachtet werden, denn auch für Platin gilt: Je häufiger man eine Unterstützung bemüht, umso schwächer wird sie.

 

Platin

 

Palladium

Palladium war in der Berichtswoche der ,,Underperformer‘‘, wobei alles in geordneten Bahnen verlief. Der Wochenverlust betrug 7,50 Dollar bzw. 0,39 %.

Ein Blick auf den Kurschart zeigt, dass die Differenzen immer kleiner werden und die Umsätze dabei weiter abnehmen. Klassisches Konsolidierungsverhalten eben. Deshalb sollte man in die Kursbewegungen der Berichtswoche auch nicht mehr hineininterpretieren als nötig, sondern die Geduld aufbringen, die es braucht, bis neue Impulse sichtbar werden.

Am Terminmarkt verringerte sich per 16.06.2020 derweil die Short-Position der Commercials wieder um 6 % auf 1.099 Kontrakte. Das Open Interest ging um 4 % zurück und schloss bei 6.474 offenen Kontrakten.

Damit bleibt auch bei Palladium die Erwartung, dass in der kommenden Woche neue Kursimpulse am Horizont auftauchen. Denn gemessen an der Volatilität zum Jahresanfang ist Palladium de facto in einen Dornröschenschlaf gefallen. Angesichts der Gewitterwolken am Finanzhorizont kann dies nicht als Gleichgewichtszustand angesehen werden.

 

Palladium

 

20.06.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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