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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 22.05.2021

Die Edelmetallwoche vom 17.05.2021 – 21.05.2021

 

Die Edelmetalle divergierten in dieser Handelswoche deutlich. Während Gold stärker und Silber etwas zulegen konnten, gaben Palladium und noch stärker Platin deutlich nach. Im Vergleich zu Bitcoin erwiesen sie sich jedoch alle als relativ stabil. Das Silber sich in dieser Situation eher an Gold orientiert, ist dabei mehr als eine Fußnote wert.

Gold weiter aufwärts

 

In der abgelaufenen Handelswoche beruhigten sich zunächst die zuvor aufgekommenen Zinsängste. Die Rendite der 10-jährgen US-Treasury blieb per saldo mit 1,64 % unverändert. Der US-Dollar gewann im Wochenverlauf gegen den Euro 0,3 % auf 1,21807 Dollar je Euro, während Bitcoin um 25,1 % auf 37.391 Dollar abstürzte. Die Aktienmärkte zeigten hingegen wenig Bewegung. So legte der DAX 0,1 % auf 15.438 Punkte zu, während der Dow Jones Industrial 0,1 % auf 34.206 Zähler nachgab.

Die Edelmetalle divergierten in dieser Woche. Während der Goldpreis um 2,1 % auf 1.881 Dollar und Silber 0,5 % auf 27,56 Dollar zulegen konnten, gaben Platin mit einem Wochenverlust von 4,7 % und Palladium mit 3,9 % deutlich nach.

Gold konnte nun auch auf Wochencandle-Basis signifikant über seiner mittelfristigen Aufwärtstrend-Linie schließen, was die charttechnische Situation weiter verbessert.

Die letzten CoT-Daten vom 18.05.2021 zeigen für Gold einen erneuten Anstieg der Short-Position der Commercials um 3 % auf 232.901 Kontrakte, parallel dazu stieg auch das Open Interest um 4 % auf 520.410 Kontrakte.

Insgesamt zeigte Gold in der abgelaufenen Handelswoche eine erneute Bestätigung seiner immer wahrscheinlicher abgeschlossenen Bodenbildung auf dem Niveau des bereits mehrfach erwähnten 50 % - Fibonacci-Retracements.

 

 

Silber wartet auf entscheidenden Impuls

 

Auch Silber schloss die Handelswoche freundlich mit einem Plus von 0,5 % bei 27,56 Dollar. Die Gewinne vom Wochenbeginn wurden im Wochenverlauf allerdings fast wieder ,,wegkonsolidiert‘‘. Technisch ist die aktuelle Lage positiv angespannt, da der Silberpreis zwar seine im Chart markierten Widerstände überwunden hat, aber eben auch nur einen kleinen Impuls benötigt, um ein relativ starkes Signal zu generieren.

Erwähnenswert ist zudem, dass die Anziehungskraft von Gold gegenüber Silber derzeit in der Lage ist, die Korrekturkräfte, die von Platin und Palladium herrühren, überkompensieren kann. Dies deutet darauf hin, dass Silber wieder mehr der ,,kleine Bruder des Golds‘‘ werden könnte und dass seine Bedeutung als Industriemetall dem nicht entscheidend entgegensteht.

Die letzten CoT-Daten vom 18.05.2021 weisen für Silber einen kleinen Anstieg der Short-Position der Commercials um 1 % auf 74.361 Kontrakte aus. Das Open Interest legte parallel um 2 % auf 181.606 Kontrakte zu.

Insgesamt steht der Silberpreis in Wartestellung. Hier ist einfach noch ein bisschen Geduld erforderlich, bis die für Silber eher untypisch geringe Volatilität endet.

 

 

Platin deutlich schwächer

 

Platin zeigte unter den vier großen Edelmetallen im Berichtszeitraum die schwächste Entwicklung und gab gegenüber der Vorwoche 4,7 % auf 11.172 Dollar ab. Dabei fällt, wie der Chart verdeutlicht, der Bruch der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie mit hohen Umsätzen am 19.05.2021 auf. Damit ist die Phase höherer Tiefs vorerst beendet und ein Test der Unterstützung kurz über der Marke von 1.100 Dollar jederzeit möglich.

Die CoT-Daten vom 18.05.2021 zeigen bei Platin einen Rückgang für die Short-Position der Commercials in Höhe von 3 % auf 35.696 Kontrakte. Das Open Interest stieg zudem leicht um 1 % auf 66.761 Kontrakte.

Damit hat sich die charttechnische Lage für Platin kurzfristig wieder verschlechtert. Insgesamt arbeitet sich das weiße Edelmetall aus höherer Perspektive aber weiter nur an seiner Widerstandszone ab, die 2006, 2014 und 2015 entstanden ist.

 

 

Palladium weiter schwach

 

Auch der Palladiumpreis gab in der Berichtswoche weiter nach und verlor 3,9 % auf 2.784 Dollar, hält sich aber bislang weiter oberhalb der im Chart rot gestrichelten Unterstützungslinie.

Die CoT-Daten vom 18.05.2021 weisen für Palladium eine deutliche Verringerung der Short-Position der Commercials um 13 % auf 3.186 Kontrakte auf. Das Open Interest fiel gleichzeitig um 3 % auf 11.734 Kontrakte.

Insgesamt verharrt der Palladiumpreis weiter im Konsolidierungs-Modus. Auch hier ist zunächst Geduld gefragt.

 

 

22.05.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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