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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 27.06.2020

Die Edelmetallwoche vom 22.06.2020 - 26.06.2020

 

Gold

In der abgelaufenen Handelswoche sahen US-Dollar und die Aktienmärkte zu Wochenbeginn zunächst Zugewinne, während es danach tendenziell wieder abwärts ging. Vor allem die Ankündigung der US-Notenbank, die Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe der großen US-Banken zunächst im 3. Quartal zu beschränken, zog die Bankaktien und in der Folge den Gesamtmarkt am Freitag nach unten.

Der US-Dollar gab im Wochenvergleich 0,38 % ab.

Gold konnte im Berichtszeitraum um 27,29 Dollar bzw. 1,56 % auf 1.771,48 Dollar zulegen und steht damit kurz davor, einen zentralen Widerstand, der sich auf Monatsbasis bei 1.772,26 Dollar, dem Monatsschluss vom September 2012, befindet, zu überwinden.

Die CoT-Daten vom 23.06.2020 zeigen für Gold erneut eine wieder zunehmende Shortposition der Commercials. Diese stieg um 11 % auf 287.292 Kontrakte. Die Zahl der offenen Kontrakte stieg um 9 % auf 532.101 Kontrakte.

Vor dem technischen Gesamtbild dürfte der Monatsschlusskurs des Goldpreises am kommenden Dienstag verstärkte Beachtung finden.  Ein Überwinden der Marke von 1.772,26 Dollar würde kurzfristig Kurspotenzial bis zur im Chart markierten dickeren roten Horizontalen bei 1.825,61 Dollar auslösen.

 

Gold

 

Silber

Silber setze auch in der Berichtswoche seinen Kampf mit den technischen Widerständen fort. Wie wir bereits in der Vorwoche verdeutlichten, klemmt der Silberpreis zwischen seiner bereits leicht unterschrittenen, mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der direkt angrenzenden Unterstützung. Neue Impulse könnten hier die Entwicklung des Goldpreises bringen. Im Wochenvergleich legte Silber 19 Cent bzw. 1,1 % zu.

An der Terminbörse nahm die Shortposition der Commercials per 23.06.2020 um 4 % auf 50.837 Kontrakte zu, während das Open Interest um 5 % auf 183.444 Kontrakte anstieg. 

Die Gesamtlage ist deshalb für den Silberpreis weiterhin gemischt, nicht zuletzt, weil nicht nur die kurzfristige Musterlage, sondern auch die Umsätze keine Signifikanz andeuten.

 

Silber

 

Platin

Auch der Platinpreis schleppte sich in dieser Woche oberhalb seiner Unterstützungslinien entlang und bewegt sich damit weiter in seinem Konsolidierungsband (s. Chart). Im Wochenvergleich verlor er 8,64 Dollar oder 1,1 %.

Dabei wurde allerdings eine flachere Aufwärtstrendlinie, welche im Ausverkaufstief vom März 2020 ihren Ausgangspunkt hat, unterschritten. Dies hat für sich genommen noch nicht viel zu bedeuten, sollte aber im Blick behalten werden.

Die CoT-Daten vom 23.06.2020 zeigen erneut einen Rückgang der Short-Position der Commercials, diesmal um 3 % auf 21.898 Kontrakte. Das Open Interest nahm um 5 % auf 47.275 Kontrakte ab.

Insgesamt erfordert der Platinpreis auch weiterhin Geduld und im Lichte der wieder schwächeren Indikatorenlage erhöhte Vorsicht.

 

Platin

 

Palladium

Wie Platin befand sich Palladium in der Berichtswoche weiter im Korrekturmodus und unterschritt dabei eine weitere Unterstützung, welche sich aus dem Zwischenhoch zwischen den beiden links im Chart eingezeichneten kleinen Doppelböden ergibt. Dabei fiel Palladium auf die nächste, darunterliegende Unterstützung, die dem Boden des zweiten Teilbodens entspricht. Gleichwohl läuft die aktuelle Konsolidierung und Musterbildung insgesamt ruhig und ohne größere Turbulenzen ab, was zumindest dem Sentiment guttut.

In den letzten Handelstagen unterschritt, ebenso wie Platin, auch Palladium seinen flacheren Aufwärtstrend (s. Chart). Damit sollte sich auch Palladium bald entscheiden, ob es wirklich einen Boden bilden will oder noch eine Etage tiefer rutscht. Denn ein Unterschreiten der Schlusskurse aus dem Doppelboden im Mai 2020 brächte die Tiefkurse vom März wieder ins Blickfeld, und diese liegen rund 10 % tiefer!

Der Wochenverlust in der Berichtswoche belief sich auf 8,93 Dollar bzw. 0,47 %.

Am Terminmarkt stieg die Short-Position der Commercials per 23.06.2020 wieder um 3 % auf 1.130 Kontrakte. Das Open Interest erhöhte sich ebenfalls und stieg um 3 % auf 6.659 offene Kontrakte.

Insgesamt bietet Palladium wie auch sein Schwestermetall ein gemischtes Gesamtbild. Es fehlen schlicht Impulse in die eine oder andere Richtung. Gleichwohl sollte wie auch bei Platin dem sich erhöhenden Abwärtsrisiko an den genannten Unterstützungen erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden, die je nach Disposition auch Stoppkurse rechtfertigt.

 

Palladium

 

27.06.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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