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Edelmetalle – EZB hatte kaum Auswirkungen auf Gold

Die Edelmetallwoche vom 24.10.-28.10.2022

NTG24 - Edelmetalle – EZB hatte kaum Auswirkungen auf Gold

 

In der abgelaufenen Handelswoche warteten die Märkte auf die Zinsentscheidung der EZB. Negative Überraschungen blieben aus. Wie erwartet stieg der Leitzins auf 2 Prozent.

Am Mittwoch gab die Europäische Zentralbank bekannt, dass der Leitzins um 75 Basispunkte von 1,25 Prozent auf 2 Prozent angehoben wird. Dies glich den Erwartungen am Markt, sodass Verluste am deutschen Aktienmarkt begrenzt waren. Im Kampf gegen die starke Inflation gehen Experten davon aus, dass die EZB bei der nächsten Sitzung den Zinssatz nochmals anheben werde. Am Freitag gab es Überraschendes zu verkünden: Die deutsche Wirtschaft legte leicht zu.

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Werbebanner EMH PM TradeDas Bruttoinlandsprodukt hat in den Monaten von Juni - September um 0,3 Prozent zugelegt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Experten befürchteten vor der Veröffentlichung der Daten ein Abrutschen in die Rezession. Trotz der erfreulichen Nachricht bleibt die deutsche Wirtschaft unter Druck. In der Industrie machen sich die hohe Inflation, steigenden Zinsen und anhaltenden Lieferprobleme weiter negativ bemerkbar.

 

Gold

 

Gold begann die Woche bei 1.659 US-Dollar je Feinunze. Am Mittwoch stieg der Preis tatsächlich noch auf bis zu 1.672 US-Dollar, eher er bei 1.644 US-Dollar am Freitag den Handel schloss. Während der EZB-Sitzung gab es kaum verheerende Auswirkungen auf den Preis, denn der Markt interpretierte Lagardes Äußerungen als taubenhaft. Das Open Interest stieg im Vergleich zur Vorwoche um 21.371 Kontrakte auf 465.072 Kontrakte. Unter den „Non-Commercials“ waren die Netto-Long-Positionen mit 68.000 Kontrakten immer noch am stärksten, obwohl die Short-Positionen um fast 11.000 Kontrakte ausgebaut worden sind. Die „Commercials“ haben dagegen ihre Shortpositionen um 1.800 Kontrakte abgebaut.

 

Gold auf TradingView

 

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Silber

 

Den Einstieg am Montag begann Silber mit 19,42 US-Dollar je Feinunze und fiel zum Dienstnachmittag hin zurück auf 18,80 US-Dollar, eher der Preis sich am Mittwoch bis auf 19,80 US-Dollar hocharbeiten konnte. Leider war es nur von kurzfristiger Dauer, denn am Freitag schloss Silber den Markt bei 19,20 USD. Schauen wir uns die CoT-Daten an, haben die „Commercials“ sowohl ihre Long- als auch ihre Short-Positionen stark ausgebaut. Trotzdem dominierten noch die Netto-Short-Positionen mit 8.857 Kontrakten. Das Open Interest stieg um 3.000 auf 139.085 Kontrakten.

 

Silber auf TradingView

 

Platin

 

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Werbebanner ClaudemusIn der Woche vom 24.10-28.10.2022 konnte Platin seinen Börsenwert von 935 US-Dollar auf 942 US-Dollar verbessern. Platin hilft vor allem die knappe Verfügbarkeit auf dem Markt, den Preis konstant zu halten. Dies kommt durch Sanktionen gegen Russland zustande, weil Russland der zweitgrößte Platinförderer der Welt ist, dessen Raffinerien von der Handelsliste der LPPM gestrichen wurden. Die „Non-Commercials“ haben ihre Long-Positionen zur Vorwoche ausgebaut, wodurch die Netto-Long-Positionen auf 17.090 Kontrakte steigen konnten. Dagegen halten die „Commercials“ mit den Short-Positionen, die mit knapp 15.000 Positionen beinah gleich aufliegen. Trotzdem sehen wir ein kurzfristiges Momentum mit zunehmender Überkauftheit, dass somit in jedem Fall zumindest künftig die Aufwärtstrenddynamik sehr wahrscheinlich nachlässt. Das Open Interest liegt derzeit bei 56.117 Kontrakten.

 

Platin auf TradingView

 

Palladium

 

Palladium begann die Woche stark bei 2.058 US-Dollar je Feinunze. Doch der Abverkauf setzte dem Edelmetall zu, sodass es am Freitag die Börse bei nur noch 1.888 US-Dollar je Feinunze (-9 %) schloss. Die „Non-Commercials“ wiesen ihre Netto-Short-Positionen bei 1.379 Kontrakten aus. Nach den CoT-Daten ausgehend lag das Open Interest bei 7.343 Kontrakten.

 

Palladium auf TradingView

 

29.10.2022 - Christina Daron

Unterschrift - Christina Daron

 






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