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Zuckerpreis mit klimatischem Rückenwind

Kälte und Trockenheit stützen den Zuckerpreis

NTG24 - Zuckerpreis mit klimatischem Rückenwind

 

Der Zuckerpreis hat sich nach dem Anstieg der letzten Monate auf hohem Niveau stabilisiert und könnte durch die neuen Wetteränderungen in Brasilien neue Aufwärtsimpulse erhalten. Zu beachten ist dabei aus charttechnischer Sicht die herausgehobene Bedeutung der Marke von 0,23602 Dollar, deren Überwinden deutlich höhere Zuckerpreise ankündigen könnte.

Der Zuckerpreis gehört zu jenen Agrarrohstoffen, die im Zuge der letzten großen Aufwärtsbewegung im Rohstoffsektor noch kein neues Allzeithoch markiert haben.

Ein Blick auf die langfristige Entwicklung des Zuckerpreises zeigt aber, dass dieser im November 2020 seinen seit Februar 2011 laufenden und damit fast 10 Jahre laufenden Abwärtstrend überwunden hat. Kurz darauf nahm er auch die Nackenlinie des 2. Teilbodens des großen Doppelbodens, dessen erstes Tief im August 2015 markiert wurde. Das zweite Tief bestand wiederum aus einem Doppelboden, dessen erstes Tief im August 2018 und dessen zweites im Corona-Crash-Selloff im April 2020 gebildet wurde.

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Werbebanner ClaudemusAus dieser Musterperspektive ist es sehr wahrscheinlich, dass das Zyklustief bei Zucker hinter uns liegt. Angesichts der langen Dauer, der fraktalen Struktur der Umkehrformation und der bei seinem Ausbruch nach oben gesehenen hohen Umsätze ist das langfristige Ziel ein neues Allzeithoch.

Dazwischen liegt aber zunächst die Nackenlinie des größeren Doppelbodens. Diese wurde im September 2016 gebildet und liegt bei 0,23602 Dollar. Ein Ausbruch über diese Marke wäre die letzte wichtige Bestätigung für den Abschluss der großen Bodenbildung und ein massives Kaufsignal!

Aktuell liegt der Zuckerpreis in Lauerstellung, nachdem er den Ausbruch über die Nackenlinie auf kleinerer Skale mit einem kurzen und scharfen Rückgang auf die Nackenlinie konsolidiert hat.

 

 

Zu den Auslösern eines weiteren Anstieges in Richtung der großen Nackenlinie bei 0,23602 Dollar könnte sich wieder einmal das Wetter entwickeln.

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Werbebanner Trading SeminarDenn in ein dem der Hauptanbaugebiete von Zuckerrohr in Brasilien ist es zuletzt zu Frost gekommen, der die Ernterisiken weiter erhöht hat. Denn diese waren bereits zuvor durch die ausgedehnte Trockenheit deutlich angestiegen. Im Ergebnis hatten mehrere Agraragenturen die Produktions-Prognose für die brasilianische Zuckerernte nach unten korrigiert.

Inwieweit diese Reduzierung durch die internationale Konkurrenz ausgeglichen wird, ist derzeit ungewiss. Denn die Wetterbedingungen waren in Indien und Thailand, zwei anderen großen Zuckerproduzenten, wieder besser geworden.

Die jüngste Senkung der Subventionen für Zucker in Indien um ein Drittel dürfte dagegen in dieser Erntesaison nicht zu einem spürbaren Effekt auf dem Weltmarkt führen, da indische Händler bereits vor der Kürzung 5,85 Mio. Tonnen Zucker ihrer 6 Mio. Tonnen Exportzielquote abgeschlossen haben und nun trotz der Kürzung liefern dürften.

 

Und was ist das Fazit?

 

Die jüngsten Wetteränderungen in Brasilien erinnern den Weltmarkt daran, wie schnell Produktionspläne ad acta gelegt werden können. Ganz im Sinne von ,,Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen.‘‘ Sollten die klimatischen Bedingungen auch in anderen Hauptexportländern für Zucker instabiler werden, sollte ein bereits mittelfristiges Überwinden der Nackenlinie des großen Doppelbodens bei 0,23602 Dollar niemanden überraschen!

 

02.07.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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