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Zuckerpreis setzt steilen Aufwärtstrend fort

Zucker will nach oben, hat aber zunehmend Korrekturpotenzial

 

Der Zuckerpreis hat in der vergangenen Handelswoche einen weiteren wichtigen Widerstand überwunden und setzt damit seinen ungebremsten Anstieg, der im Corona-Ausverkaufs-Tief im April 2020 begann, weiter fort. Seit diesem Zyklustief bei 0,09042 Dollar hat sich der Zuckerpreis in weniger als 11 Monaten praktisch verdoppelt.

Zwar besitzt Zucker nun ein nicht gerade lehrbuchmäßiges Bodenmuster, da der zweite Teilboden des Doppelbodens, den das Coronatief vom April 2020 markiert, tiefer liegt als jenes vom Sommer 2018. Allerdings wird dieser Doppelboden auf höherer Skale, wie Chart 2 zeigt, als fraktal bestätigt, denn auch dort hat Zucker seit seinem Hoch im Jahr 2011 einen Doppelboden gebildet, dessen zweiter Teilboden wiederum der zuvor erwähnte Doppelboden ist.

Diese Bestätigung auf höhere Ebene ist für die Bewertung der Signalqualität höher zu bewerten als die nicht lehrbuchgerechte Bodenbildung selbst.

 

 

In unserem Beitrag vom 08.01.2021 ,,Steigende indische Zuckerexporte dürften Zuckerpreis nur kurz belasten‘‘ verwiesen wir darauf, dass die höheren Zuckerexporte Indiens den Zuckerpreis nur kurzfristig belasten dürften. Die blaue Horizontale in Chart 1 zeigt den Zeitpunkt im Wochencandle-Chart, ebenso wie die Tatsache, dass der Zuckerpreis es auf diesem Kursniveau nicht einmal 2 Wochen aushielt. An die kurze Korrektur schloss sich ein neuer Aufwärtsschub an.

Inzwischen hat sich dadurch einiger Konsolidierungsbedarf aufgebaut, der derzeit jedoch hinter die Diskussion um ein Anziehen der Inflation und steigende Zinsen zurücktritt. Dies bedeutet aber, dass der Zuckermarkt auch für bestimmte Investoren

interessant wird, die bislang von ihm kaum Notiz genommen haben. Die finanzmarkt-spezifischen Investitionsgründe könnten so an Einfluss auf den Zuckerpreis gewinnen und mögliche Impulse für einen schwächeren Zuckerpreis wie steigende Exportmengen, bessere Ernten oder höhere Zuckersubventionen in den Hintergrund treten lassen.

 

 

Chart 2 zeigt dabei auch das Aufwärtspotenzial des Zuckerpreises, denn bislang bewegt sich der Zuckerpreis in etwa im Durchschnitt der letzten 15 Jahre. Aktuell liegt der Zuckerpreis auf dem Niveau des Zwischenhochs von Anfang 2006, was eine bedeutende Widerstandszone darstellt. Sollte diese aber genommen werden, ist der Weg bis zum Zwischenhoch des großen Doppelbodens, dem Hoch vom Oktober 2016 bei 0,23389 Dollar frei.

 

Fazit

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeKurzfristig hat sich beim Zuckerpreis einiges an Konsolidierungspotenzial aufgebaut, was eine Gewinnsicherung nahelegt. Langfristig verfügt Zucker aber über eine Menge Rückenwind, sowohl aus charttechnischer wie auch kapitalflussbezogener Sicht. Denn sollte sich das Szenario steigender Preise konkretisieren, ist mit verstärkten Zuflüssen in Zucker, aber auch in andere Agrarrohstoffe zu rechnen. Wir sind deshalb für die weitere Entwicklung des Zuckerpreises mittelfristig sehr zuversichtlich!

 

26.02.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 






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