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ADVA-Aktie bietet dank günstiger Bewertung und positiver Aussichten erhebliches Kurspotenzial

Starkes 4. Quartal

 

Der Netzwerkausrüster ADVA Optical (ISIN: DE0005103006; WKN: 510300) hat gestern eine vergleichsweise starke Bilanz für das vierte Quartal 2020 präsentiert. Damit konnte der SDAX-Konzern seine bereits am 7. Januar präsentierten vorläufigen Zahlen bestätigen. Hierbei überzeugte der SDAX-Konzern insbesondere beim Konzernüberschuss, der gegenüber der Vorjahresperiode von 2,5 Millionen Euro auf 13,2 Millionen Euro stieg, was einer signifikanten Verbesserung von 425 % entspricht. Bemerkenswert ist dieser Sprung vor allem vor dem Hintergrund, dass sich zeitgleich die Erlöse um 7 % auf 140,6 Millionen Euro reduzierten, was aber zum wesentlichen Teil auf Corona-bedingte Projektverschiebungen zurückzuführen ist.

Sicherlich hat ADVA im Zeitraum von Oktober bis Dezember von der starken Wechselkursentwicklung des Euros gegenüber dem US-Dollar profitiert. Denn mit dem günstigen Greenback kann die Firma beim Einkauf von Zulieferkomponenten massiv Kosteneinsparungen realisieren, wohingegen ein wesentlicher Teil der Umsätze in Euro abgerechnet wird. Aber auch generell ist ADVA mit seinen Produkten, welche für die Transferierung der immer grösseren Datenmengen im Internet zum Einsatz kommt, sehr gut für die Zukunft gerüstet. Zum einen profitiert die Firma aus Martinsried vom immer stärker steigenden Datenvolumen im World Wide Web. Zum anderen ist ADVA technologisch sehr gut im harten weltweiten Wettbewerb positioniert, um auch dauerhaft auskömmliche Margen zu erzielen.

 

Positive Aussichten für das Jahr 2021

 

Für die laufende Zwölfmonatsperiode stellte der Vorstandsvorsitzende Brian Protiva gestern Erlöse in Höhe von 580 Millionen bis 610 Millionen Euro sowie ein Pro-forma-Betriebsergebnis in Höhe von 6 % bis 9 % in Aussicht. Diesen Ausblick stufen wir als äusserst konservativ ein, da der CEO bereits für das traditionelle schwache erste Quartal ein Pro-forma-EBIT von 7 % bis 9 % erwartet. Zudem dürfte ADVA auch vom vergleichsweise dynamischen Wachstum des Softwaregeschäfts profitieren, welches ohnehin über ein weitaus höheres Margenpotenzial als das Hardwaregeschäft verfügt. Beim Umsatz dürfte unserer Meinung nach ebenfalls eine positive Überraschung möglich sein, da viele Telekommunikationsdienstleister ihre Netze aufgrund des derzeit anziehenden Datenvolumens ausbauen müssen. Denn mit dem Trend zur stärkeren Nutzung des Home-Office, dem Siegeszug der Cloud und des E-Learnings nimmt die ohnehin langfristig deutlich steigende Datenmenge derzeit noch dynamischer zu.

 

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIm Vergleich zu anderen Technologiewerten ist die ADVA-Aktie mit einem geschätzten 2021er-Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,8 und einem von den Analysten prognostizierten 2021er-KGV von 16 sehr günstig bewertet. Dies hat auch einen historischen Hintergrund, da die Firma in den vergangenen Jahren aufgrund des intensiven Konkurrenzdrucks eher niedrige Margen erwirtschaften konnte. Mit der aktuell stattfindenden Konsolidierung in der Branche und der daraus resultierenden niedrigeren Zahl an Wettbewerbern verfügt ADVA in Kombination mit den guten fundamentalen Aussichten für den Sektor über die Möglichkeit, hier strukturell deutliche Verbesserungen zu erzielen.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Trends vorbehalten. Den Zürcher Trend und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

27.02.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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