
Nvidia mit Wachstum – Doch Rechenzentren sorgen für Sorgenfalten
Nvidia-Aktie nach den Quartalszahlen im Korrekturmodus
Hat sich die Erfolgsgeschichte KI auserzählt? Mit Blick auf den Platzhirsch Nvidia und die Kursreaktion nach den Quartalszahlen könnte man dies annehmen, auch wenn das Wachstum weiter intakt ist.
Am Mittwoch hat der Chipgigant und KI-Platzhirsch Nvidia (US67066G1040) die Bücher für das zweite Quartal des Jahres den Investoren geöffnet und dabei auch indirekte Kritik am Vorgehen der US-Regierung geäußert. Denn während man zu Beginn des Jahres noch von einem Umsatzpotenzial von rund 50 Milliarden US-Dollar für den chinesischen Markt ausgegangen war und seinen Umsatz im Land der Mitte damit um mehr als 50 % im Vergleich zu, Vorjahr steigern wollte, verkauft man aktuell gar keine Produkte auf dem chinesischen Markt. Grund hierfür die sind strengen US-Exportkontrollen, auf die die chinesische Regierung ebenfalls mit Beschränkungen reagierte.
Nvidia hatte für den chinesischen Markt extra einen abgespeckten KI-Chip mit der Bezeichnung H20 entwickelt. Dennoch verkaufte Nvidia im zweiten Quartal keinen einzigen dieser Chips in China. Die Investoren zeigten sich enttäuschte, denn vor wenigen Wochen hatte Nvidia noch mit der US-Regierung um eine Exporterlaubnis gerungen und einen wichtigen Deal erzielt. So gab US-Präsident Trump das Go die H20-Chips nach China zu verkaufen. Im Gegenzug sollte die US-Regierung bzw. der Staat mit 15 % an den Umsätzen beteiligt werden. Nach dem diese Einigung erzielt wurde, machte allerdings Peking Nvidia einen Strich durch die Rechnung. So stoppte die chinesische Regierung die Einfuhr von KI-Chips aus den USA mit Verweis auf Sicherheitsbedenken.
Auch ohne China weiter auf Wachstumskurs
Auch ohne die China-Umsätze konnte Nvidia im zweiten Quartal weiterwachsen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 56 % auf 46,74 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum ersten Quartal sieht das Wachstum mit lediglich +6 % dagegen schon deutlich moderater aus. Dies führt zu der Frage wie lange Nvidia diese Wachstumsgeschwindigkeit noch aufrechterhalten kann.
Da man auch im dritten Quartal keine Umsätze in China erwartet soll der Umsatz auf rund 54 Milliarden US-Dollar zulegen. Dabei sprach der CEO Huang davon, dass die neuen KI-Rechenzentren etwa 1.000-mal mehr Rechenleistung benötigen als die ersten und sich daher Nvidias Umsatz weiter steigern wird. Allerdings war das Rechenzentren-Segment auch der Grund, warum die Aktie von Nvidia nach den Quartalszahlen korrigierte. Denn rund 45 % der Umsätze in diesem Segment werden durch lediglich zwei Großkunden generiert, was zu einem erheblichen Abhängigkeitsverhältnis führt und die Umsätze volatil machen können.
Der Gewinn von Nvidia lag im dritten Quartal bei 26,4 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 59 % im Verhältnis zum Vorjahreszeitraum entspricht.
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30.08.2025 - Christian Teitscheid
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