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China baut eigene AI-Chip Industrie auf

Peking macht Nägel mit Köpfen - Halbleiterbranche schliesst ausländische Unternehmen aus

NTG24 - China baut eigene AI-Chip Industrie auf

 

Peking macht Nägel mit Köpfen. Man schliesst den heimischen Chipmarkt gegenüber westlichen Unternehmen und forciert die Eigen- und Weiterentwicklung der notwendigen Technologien. Man macht sich unabhängig vom Westen und wird ihn letztlich überholen. 

Einer der grössten Engpässe für die Lokalisierung der Chipproduktion in China ist die Lithographie. ASML (NL0010273215) ist hier bekanntlich der globale Marktführer und auch Technologieführer. Die Maschinen der Niederländer sind deswegen so begehrt, weil sich mit ihren Maschinen die grösste Dichte produzieren lässt. Das ist aktuell der 2-Nanometer-Bereich, der insbesondere von High-End Auftragsfertigern wie TSMC (US8740391003) eingesetzt wird. Der Massenmarkt bewegt sich selbstverständlich auf einem viel älteren Niveau. Der Chip zur Steuerung Ihres Displays am Herd braucht keine 2-Nanometer-Technologie. Da reicht im Zweifel auch die Technik von vor 20 Jahren, deren Kosten im Cent-Bereich liegen.

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In der AI-Fertigung gilt aber: Je dichter, desto besser. Für das aktuelle Spitzenniveau benötigt man das sogenannte EUV (Extreme Ultra Violet) Lithographieverfahren, das ASML beherrscht und anbietet, aber aufgrund von Sanktionen der Amerikaner nicht nach China liefern darf. In diesem Fall nützt auch der Versuch nichts, diese Sanktionen über Dritte zu umgehen, denn die Maschinen müssen intensiv gepflegt und gewartet werden und verfügen über eine direkte digitale Anbindung an den Hauptsitz von ASML. Oder anders gesagt: ASML würde sofort erfahren, wenn eine ihrer EUV-Maschinen in China in Betrieb genommen wird. 

 

China baut eigene AI-Chip-Industrie auf

 

Den Chinesen bleibt daher nichts anderes übrig, als die Lithographietechnologie zu kopieren oder selbst zu entwickeln. Und genau in diesem Punkt macht man derzeit entscheidende Fortschritte. Getestet werden derzeit eigene Lithographietechniken im Bereich DUV (Deep Ultra Violet). Die Vorstufe zu EUV. Die DUV Maschinen kommen dabei von Yuliangsheng, einem Start-up aus Schanghai. Eingesetzt werden die Maschinen in der Praxis beim Chiphersteller Semiconductor Manufacturing International Corporation (KYG8020E1199). Das Ziel ist es, dass man eigene AI-Chips in China produzieren kann, die mit dem Leistungsniveau westlicher Produkte mithalten können und sie letztlich übertreffen können sollen. Die Krux liegt in der Zeitachse, denn um eine neue Lithographiemaschine ordentlich in Betrieb zu nehmen, können durchaus 12 Monate vergehen, bis alle Parameter stimmen und der Ausstoss den Erwartungen entspricht bzw. die Zahl der fehlerhaften Chips klein genug wird. 

 

Chiphersteller Semiconductor Manufacturing International Corporation

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefePeking will jedoch nicht warten, bis China den Anschluss an den Westen gefunden hat. Offiziell wurde nun von der Cyberspace Administration of China (CAC) den heimischen Unternehmen untersagt, in Zukunft noch Chips von Nvidia (US67066G1040) zu kaufen. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch das aktualisierte Stop-Loss-Limit im Zürcher Finanzbrief 19/25. Das Verbot gilt nicht nur für den H20 Chip von Nvidia, sondern auch für die neuen RTX Pro 6000 D. Wie aus China zu hören ist, haben die Unternehmen umgehend reagiert und die Aufträge storniert. Stattdessen liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung der heimischen Technologien. Die Branche ist derzeit auf dem Stand, dass man 7 Nanometer Technologien einsetzen kann. Das ist der technologische Stand von 2020. Die nächsten Schritte wären dann die 4 und 5 Nanometer Technologien, womit China auf den Stand von 2022 kommen würde.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Finanzbriefes vorbehalten. Den Zürcher Finanzbrief und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

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18.09.2025 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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