Korrekturen bei der ASML-Aktie nach dem letzten Rekordhoch werden von Analysten gelassen gesehen und es bleibt bei hohen Kurszielen
Ohne ASML ist kein KI-Boom möglich
Der niederländische Anlagenbauer konnte vor Kurzem erst sehr beeindruckende Zahlen vorlegen. Darin spiegelte sich die noch immer schwindelerregende Nachfrage nach neuen Chipfabriken wider. Ohne die Beleuchtungsanlagen von ASML können weder TSMC noch andere die Produktion von KI-Chips und dergleichen mehr ankurbeln. Genau deshalb blicken Analysten auch weiterhin sehr optimistisch auf die Aktie.
Auch die Anteilseigner zeigten sich beeindruckt und schickten die ASML-Aktie zeitweise über die Marke von 1.300 Euro. Darauf folgte zunächst eine Phase der Korrektur, sodass per Handelsschluss am Montag „nur“ noch 1.204,80 Euro auf dem Ticker standen. Das sind aber noch immer 22,2 Prozent mehr als zu Beginn des noch jungen Jahres und sogar fast 70 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Chart zeigt sich also ein klarer Aufwärtstrend.
Angesichts der hohen Bewertung stellt sich da unweigerlich die Frage, wie viel Luft nach oben bei ASML (NL0010273215) noch vorhanden sein mag. Die Analysten von JPMorgan sind diesbezüglich ausgesprochen optimistisch. Vor Kurzem wurde eine Platzierung auf der „Analyst Focus List“ bestätigt, was einem Ritterschlag gleicht. Die Einschätzung auf „Overweight“ blieb unangetastet und das Kursziel lautet weiterhin auf 1.515 Euro.
ASML auf der Gewinnerseite
Besonders in der vergangenen Woche wurden dennoch erst einmal Gewinne eingefahren, nachdem KI- und Tech-Sektor dezent ins Straucheln gerieten. Bis heute machen sich einige Anleger Sorgen darum, dass die Investitionen einiger Player etwas über das Ziel hinausschießen könnten. Zudem nähren Fortschritte bei KI-Agenten Sorgen über die Zukunft von großen Software-Konzernen. Welche Daseinsberechtigung solche noch haben, wenn eines Tages die KI die meisten Aufgaben erledigt, ist Gegenstand einer breiten Diskussion.
Es scheint sich herauszukristallisieren, dass im digitalen Sektor eine fundamentale Neusortierung ankündigt, was natürlich auch mit Unsicherheiten behaftet ist. Doch im Falle von ASML dürften wir es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Gewinner zu tun haben. Denn je mehr KI an Bedeutung gewinnt, desto höher wird auch die Nachfrage nach Chips und damit nach den Anlagen von ASML. An dieser Stelle ist es auch weitgehend unabhängig, ob KI-Beschleuniger von Nvidia, Google oder AMD hergestellt werden. Bei den modernsten Fertigungsschritten hat ASML defacto ein Monopol.
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11.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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